Modul 23

Im Modul 23 werdet ihr innerhalb eines Jahres in insgesamt 8 Stationen die Organsysteme des menschlichen Körpers durchlaufen.

Zu Modul 23 gibt es leider nicht zu allen Blöcken Erfahrungsberichte :-(

Wenn du Lust hast, selbst einen Bericht zu einem Bereich zu schreiben oder einen bestehenden erweitern willst, schick uns eine Email

Die Themenblöcke

Die acht Themenblöcke sind im Einzelnen

  • der AINS-Block (Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie)
  • der Organblock Blut und Immunologie
  • das endokrinologische System
  • das gastrointestinale System
  • das kardiovaskuläre System
  • der Organblock muskuloskelettales System
  • das nephrourogenitale System
  • das respiratorische System.

Zusätzlich, bestimmten Blöcken zugeordnet, finden auch die Trauma- und Rheumawoche, sowie das Blockpraktikum „Innere Medizin“ und das Blockpraktikum „Chirurgie“ statt.

Blockübergreifender Unterricht

Freitags wird außerdem sogenannter „blockübergreifender Unterricht“ angeboten. Dazu zählen die sogenannten interdisziplinären Vorlesungen, die primär nicht prüfungsrelevant sind, aber auch Veranstaltungen, deren Inhalt in besonderen Prüfungen abgefragt wird. Dies sind die klinisch- pathologische Konferenz und die klinisch-pharmakologische Konferenz. 

Der dort behandelte Stoff hat primär überhaupt nichts mit dem eigentlichen Stoff des Blockes zu tun, wird aber im Falle der Pathologie durch drei Fragen in jeder Blockklausur und im Falle der Pharmakologie durch zwei Prüfungen à 5 Fragen pro Semester abgeprüft. Diese dort gesammelten Punkte sind schließlich für die Abschlussklausuren in Modul 4 und 5 von großer Bedeutung.

ENDO

Der ENDO-Block war dafür, dass er nun zum ersten Mal durchlaufen wurde, gut organisiert. Die 90-minütigen Vorlesungen fanden nachmittags ab 12:15 Uhr statt, sodass man den Morgen zur freien Verfügung hatte. Montags und dienstags waren die Internisten an der Reihe. Donnerstags hielten die Chirurgen ihre Vorlesungen. Der Stoff, der in diesen Stunden vermittelt wurde war umfangreich, aber dennoch gut zu bewältigen. Montags und dienstags gab es dann zusätzlich noch Seminare. Auch diese waren, etwas abhängig vom Dozenten, gut und vertieften den Stoff der Vorlesung bzw. sprachen weitere Themen an. Die Tutorials waren für den Dienstag und Donnerstag angesetzt. Dabei wurden wir dienstags von einem Internisten und donnerstags von einem Chirurgen betreut. Die Arbeit in den Kleingruppen entsprach vom Konzept auch den Erwartungen und war sicherlich im Sinne des problemorientierten Lernens erfolgreich. Leider war aber gerade diese Veranstaltung sehr von der Motivation und dem Enthusiasmus der betreuenden Ärzte abhängig. Sogab es wirklich tolle Tutorials, in denen die Stimmung super war, der Lernerfolg stimmte und die Zeit schnell vorbei ging. Andere dagegen wurden von Ärzten betreut, die offensichtlich nicht allzu große Lust hatten und diese Stimmung auf die Gruppe übertrugen.

Ein weiterer Mangel, der auch schon im ENDO-Block aufgefallen war, war die für viele unzureichende Aufklärung über den genauen Ablauf der Klausuren und OSCEs. Viele Fragen blieben lange Zeit ungeklärt und konnten bzw. wollten vielleicht auch nicht von Dozenten geklärt werden. Besonders die Hinführung zu unseren ersten mündlich-praktischen Prüfungen in unserem Studium hätte besser durchgeführt werden können. Einen Katalog an Fertigkeiten, der für jeden Block relevant ist wäre wünschenswert. So könnten die Studenten sich gut auf eine solche Prüfung vorbereiten und das, was für das Arztsein wichtigist, erlernen.

 

Klausur fair, OSCE ... naja

Ansonsten verlief der erste ENDO-Block aber gut. Die abschließende Klausur war denke ich größtenteils fair. Das OSCE dafür eher problematisch. Während in der internistisches Station eine Schilddrüsenuntersuchung bei Verdacht auf Morbus Basedow durchgeführt werden sollte und dort ein Arzt die Prüfung leitete, wurde in der chirurgischen Station ein Aufklärungsgespräch über eine kardiovaskuläre Interventionsmethode an einem standardisierten Patienten verlangt. Das Thema Angiographie bzw. PTA (perkutane transluminale  Angioplastie) hat aber, nicht nur nach meinem Empfinden, relativ wenig mit Endokrinologie gemeinsam, bis auf die Gegebenheit, dass ein endokrinologischer Patient, der Diabetiker, häufig eine Mediasklerose entwickelt und deshalb gegebenenfalls eine PTA braucht. Wenn aber ein solches Verfahren noch nicht unterrichtet worden ist und es darüber hinaus Thema eines anderen Blockes, nämlich des KARDIO-Blocks ist, ist es unfair ein Aufklärungsgespräch über die Komplikationen dieser Technik zu verlangen. Außerdem denke ich, dass eine universitäre Prüfung nur von einem Wissenschaftler an der Universität, in diesem Fall von einem Arzt, abgenommen werden sollte. Es kann nicht sein, dass der Student der Willkür eines standardisierten Patienten ausgesetzt ist.

 

Keine Einsicht und keine Musterlösungen

Obwohl nach den ersten Prüflingen die Aufgabenstellung und die Zeitproblematik der Prüfung bekannt war und viele sich nochmals speziell vorbereiteten, waren die veröffentlichten Ergebnisse im Vergleich zu den Ergebnissen der internistischen Station und der Klausur deutlich schlechter. Bedauerlicherweise hatten wir bis zum heutigen Zeitpunkt (Stand 08.09.2011) keine Gelegenheit der Einsichtnahme. Weder im Fall der Klausuren, noch im Fall der OSCEs sind bis heute Musterlösungen veröffentlicht worden. Wie soll der Student die Benotung nachvollziehen können? Wie soll er sich verbessern, wenn er nicht weiß, was er falsch gemacht hat? In diese Problematik spielt auch die lange Wartezeit auf die Bekanntgabe der Ergebnisse hinein. Bis heute fehlen die OSCE-Ergebnisse der beiden letzten Blöcke, sowie die Klausurergebnisse von beiden Pharmaklausuren und des letzten Blockes! Die erste Pharmaklausur liegt mittlerweile schon mehr als 10 Wochen zurück. Dies fördert die Zufriedenheit unter den Studenten sicherlich nicht. Auch der Unterrichtsausfall, der teilweise sehr hoch war, verärgerte viele. Man kann es ja verstehen, dass aufgrund von „Notfällen“ ein Dozent mal nicht erscheinen kann. Leider erfolgte selten eine Entschuldigung oder Information und Ansprechpartner, wie z.B. Blockverantwortliche waren häufig nicht erreichbar.