PJ – das Praktische Jahr

findet im letzten Jahr des Medizinstudiums statt.

Die Voraussetzung für die Durchführung des PJ ist, dass der zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach dem zehnten Semester (Hammerexamen) bestanden wurde. Der Beginn des praktischen Jahres ist jeweils im Mai oder im November. Dabei steht im praktischen Jahr der Umgang mit dem Patienten im Mittelpunkt der Ausbildung.

Die Informationen auf dieser Seite beziehen sich v.a. auf:  PraktischArzt.dePJ-FAQ & PJ-Info von Mecum

Das PJ kann an allen Lehrkrankenhäusern in Deutschland absolviert werden. Das heißt, es besteht keine Beschränkung auf ein Bundesland oder eine bestimmte Fakultät. Es muss kein Tertial an der Heimatuniversität durchgeführt werden.

Das praktische Jahr besteht insgesamt aus 3 PJ Tertialen zu je 16 Wochen, von denen jeweils ein Tertial in den folgenden Fachbereichen abzuleisten ist:

  • Innere Medizin
  • Chirurgie
  • Wahltertial: beliebiges Fachgebiet

    Dürfen MeCuM-Studierende, die im Rahmen der PJ-Mobilität ein oder mehrere Tertiale an einer Gastuniversität absolvieren, dort ein Wahlfach belegen, das an der LMU nicht angeboten wird? Nein. An einer Gastuniversität dürfen im Rahmen der PJ-Mobilität nur Fächer im PJ belegt werden, die auch an der LMU angeboten werden (Liste der angebotenen Wahlfächer). Begründung: das 3. Staatsexamen wird an der LMU und nicht an der Gastuniversität abgelegt, dabei werden Fächer geprüft, die an der LMU im PJ angeboten werden.

 

Externe Tertiale

externes Tertial = alle Tertiale, die bei Immatrikulation an der LMU nicht an Lehrkrankenhäusern, Kliniken oder Lehrpraxen der LMU München stattfinden. Studierende dürfen, ohne sich exmatrikulieren zu müssen, Tertiale im Rahmen des PJs an anderen Universitäten absolvieren.

  • Wenn Sie sich als externer Studierender zum 3. Studienabschnitt (PJ) an der LMU immatrikulieren, können Sie sich auch für externe Tertiale anmelden.
  • alle 3 Tertiale sind extern absolvierbar, jedoch ist das nicht zu empfehlen, wenn Sie das 3. Staatsexamen an der LMU absolvieren. Für eine detaillierte Erklärung lesen Sie bitte die PJ-Verfahrensregeln.
  • Wie viele Tertiale maximal an einer Gastuniversität ohne Immatrikulation ableistbar sind, erfährt man direkt bei der Gastuniversität

zeitliche Überschneidung eines externen Tertials mit einem LMU-Tertial: Ausgleich von Überschneidungen durch die Fehltage, nur in Absprache mit den entsprechenden Kliniken bzw. Lehrkrankenhäusern. Das Dekanat empfiehlt, dass Sie vor der Anmeldung mit allen 3 Kliniken, die Sie in dem Anmeldebogen angeben möchten, Rücksprache halten.
Achtung: Merkblatt der Regierung von Oberbayern: „[…] Teilabschnitte, die kürzer als acht Wochen sind, [werden] nicht angerechnet. Fehlzeiten dürfen darin nicht enthalten sein.“ Bitte informieren Sie sich daher zuvor beim Prüfungsamt.

Splitting von Tertialen

In Abhängigkeit der Universität ist eine Aufsplittung in zwei mal 8 Wochen eines Tertiales ist möglich. So kann man mehr Stationen kennen lernen oder die Hälfte eines Tertiales im Ausland absolvieren. Eine Aufsplittung sollte unbedingt mit dem zuständigen Landesprüfungsamt abgestimmt werden.

  • Wie viele Tertiale dürfen gesplittet werden? Maximal ein Tertial z.B. für einen Auslandsaufenthalt (mehr s. zuständiges Prüfungsamt)
  • Dürfen externe Studierende, die im Rahmen der PJ-Mobilität an die LMU kommen, Tertiale splitten? Nein.
  • Wenn das Chirurgietertial im Ausland absolviert und gesplittet wird, müssen dann beide 8 Wochen-Abschnitte in der Allgemeinchirurgie stattfinden? Gemäß Approbationsordnung dürfen die Tertiale nur in Innere Medizin, Chirurgie oder im Wahlfach abgelegt werden. Eine Kombination aus mehreren Fächern innerhalb eines Tertials ist nicht möglich.

Tertial in der Allgemeinmedizin

Die Allgemeinmedizin zählt  BISHER nicht zu den Pflicht Tertialen, wird wegen dem Hausarztmangel in Deutschland jedoch stark beworben.

Man kann das PJ-Tertial in der Allgemeinmedizin in einer Hausarztpraxis absolvieren, wenn diese als allgemeinmedizinische Lehrpraxis zugelassen ist. Die direkte Betreuung des Studierenden wird oft von einem persönlichen Verhältnis mit dem Lehrarzt begleitet und man kann auch auf mehr direkten Patientenkontakt und eigenständigeres Handeln spekulieren.

Video der KVB zur Lehrpraxis Allgemeinmedizin zeigt am Beispiel einer Studentin, wie der tägliche Patientenkontakt aussieht.

PJ Bescheinigung, Logbuch und Zeugnisse

Die jeweilige Universität stellt dem Studenten für das praktische Jahr ein Logbuch zur Verfügung. Das Logbuch ist ein Ausbildungsplan zur Dokumentation des Praktikums und der Ausbildung. Es gibt jeweils eine Logbuch Version pro Fachbereich. An manchen Universitäten gibt es die Logbücher direkt zum Download. An anderen Universitäten bekommt ihr diese im Universitätsklinikum.

Am Ende des Tertials muss das ausgefüllte Logbuch in der Klinik abgegeben werden und die Medizinstudenten erhalten im Gegenzug von der Klinik die PJ Bescheinigung (dieser Link führt euch zu einer Vorlage von praktischartz.de)

Des Weiteren sollte man sich rechtzeitig auch um ein Zeugnis kümmern, bevor es in Vergessenheit gerät.

Anerkennung von PJ-Tertialen im Ausland

Holt euch verbindliche, weitere Informationen beim Prüfungsamt.Hier findet ihr auch Informationen zur Äquivalenzbescheinigung, die von den zuständigen Ausbildungsleitern (PJ-Beauftragte) der LMU nach der Ausbildung ausgestellt wird.

Als unverbindliche Orientierung ohne Rechtsanspruch, in welchen ausländischen (Universitäts)kliniken nach Einschätzung des LPA NRW eine praktische Ausbildung abgeleistet werden kann, dient deren PJ-Katalog. Die Anerkennung eines Auslandtertiales durch das hiesige Prüfungsamt ist immer eine Einzelfall-entscheidung, die sich auf das konkrete PJ bezieht womit der aktuelle Ausbildungsstandard bei der Vergleichbarkeit der Kliniken herangezogen werden muss.

Anerkennung von PJ-Tertialen im Rahmen der PJ-Mobilität

a) PJ-Bescheinigung: MeCuM-Studierende, die im Rahmen der PJ-Mobilität (ohne Immatrikulation) ein oder mehrere externe Tertiale an einer anderen Universität absolvieren, müssen ihre PJ-Bescheinigung für das/die Tertial/e mit einem Siegel der Gastuniversität am entsprechenden Dekanat versehen lassen.
Alle externen unimmatrikulierten Studierenden der PJ-Mobilität müssen sich analog ein Siegel am Dekanat der Medizinischen Fakultät der LMU besorgen.

b) Logbuch: MeCuM-Studierende, die ein externes Tertial an einer Gastuniversität absolvieren, benötigen für die Anerkennung des externen Tertials ein Siegel vom entsprechenden Dekanat auf das Logbuch der Gastuniversität.
Externe Studierende der PJ-Mobilität, die ein oder zwei Tertiale nicht-immatrikuliert an der LMU geleistet haben, müssen sich am Ende des Tertials für das Logbuch der LMU ein Siegel am Dekanat der LMU besorgen.

Bevor das praktische Jahr begonnen werden kann, sind einige Unterlagen für die PJ Bewerbung zusammenzustellen und einzureichen. Dabei gilt es Fristen zu beachten, welche ab Einreichung des Antrages bis zu 4 Monate dauern. Ist zum Beispiel ein PJ im Mai geplant, ist der Antrag bis Mitte Januar abzugeben. Ist ein Start des praktischen Jahres im Herbst geplant, muss man sich bis zum Juni bewerben. Der Prozess wird mit dem Zulassungsbescheid für das praktische Jahr abgeschlossen.

Leitfaden von MeCum zur PJ-Bewerbung an der LMU

PJ Bewerbung an der LMU als Heimatuniversität

Ab dem PJ-Start November 2019 findet die Anmeldung für das PJ findet ausschließlich online im PJ-Portal statt. Eine Erklärung dazu findet ihr im oben genannten Leitbogen von MeCum.

Die Bewerbungsfristen findet ihr HIER

Empfehlungsschreiben: Studierende der LMU (NICHT Externe) können „Empfehlungsschreiben“ von den Universitätskliniken, Lehrkrankenhäusern & -praxen anfordern, um die Chancen, in die Wunschklinik eingeteilt zu werden zu erhöhen. Diese sind keine Bestätigungen für ein Platz, genehmigte Härtefallanträge haben Vorrang.

  • Pro Fach (Innere Medizin, Chirurgie und Wahlfach) können Sie nur 1 Empfehlungsschreiben beantragen.
  • Die Empfehlungsschreiben beziehen sich nicht auf ein spezielles Tertial, sondern auf den gesamten PJ-Zeitraum.
  • Ausstellung: durch die Ansprechpartner der jeweiligen Kliniken, Lehrkrankenhäuser und Lehrpraxen vor Ort.
  • achtet auf die Fristen!
  • Was passiert zu den Empfehlungsschreiben, die bereits im Campusportal für die Jahre 2019-21 ausgestellt wurden? Die im Campusportal ausgestellten Empfehlungsschreiben sind nicht mehr gültig. Bitte bewerben Sie sich fristgerecht erneut bei den Kliniken.
  • Wenn bereits alle Empfehlungsschreiben vergeben sind? Die Empfehlungsschreiben sind nicht gleich der Anzahl tatschlicher Plätze: man kann den gewünschten Platz auch ohne Empfehlungsschreiben in dem PJ-Bewerbungsbogen als erste Priorität angeben.

PJ-Bewerbung an der LMU als externe Universität

Seit 2013 kann man im Rahmen der PJ-Mobilität Teile des PJ an jeder Universitätsklinik und jedem Lehrkrankenhaus in Deutschland absolvieren. Dazu müssen am jeweiligen Lehrkrankenhaus genügend Plätze vorhanden sind und es muss ein Logbuch geführt werden.

Die Bewerbung auf einen externen PJ Platz erfolgt i.d.R. online per E-Mail oder über Formulare auf der Homepage der jeweiligen Universität. Ab dem PJ-Start November 2019 findet die Anmeldung für das PJ findet an der LMU für ALLE Bewerber ausschließlich im PJ-Portal statt!

Die Anzahl der Plätze pro Lehrkrankenhaus ist begrenzt, i.d.R. sind ausreichend Plätze vorhanden, es ist aber sinnvoll sich an verschiedenen Lehrkrankenhäusern und auch an der Heimatuni zu bewerben, da die eigene Universität einen Platz für das praktische Jahr gewähren muss. Wenn man eine positive Antwort und einen Praktikumsplatz in einer Klinik erhält, sollte man den Platz in 1-2  annehmen oder absagen.

  • PJ-Bewerber außerhalb der Mobilität und außerhalb ERASMUS: Bewerbung direkt an den Kliniken und Lehrkrankenhäusern der LMU. Sie sind  kein PJler im Sinn der Approbationsordnung, können hier aber ein Praktikum absolvieren. Die Zuteilung erfolgt nur durch die Klinik, weder das Dekanat noch das Auslandsreferat Medizin sind involviert. Die Kliniken dürfen Sie mit letzter Priorität auf die noch freien Plätze einteilen, aber nur wenn alle LMU-, Mobilitäts- und  ERASMUS-Studierenden ihre Plätze erhalten haben.

 

Härtefallantrag

Wer darf einen Härtefall-Antrag stellen?

BewerberInnen mit amtlich festgestellter Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch nach Teil 2 des Neunten Buches des Sozialgesetzbuches (SGB IX); BewerberInnen, die elterliche Sorge gemäß § 1626 BGB ausüben sowie BewerberInnen, für die eine Zuweisung an eine Ausbildungsstätte außerhalb ihrer Wahl eine unzumutbare soziale Härte darstellen würde.

Die Beantragung eines Härtefalls ist leider für Mobiltätsstudenten nicht möglich.

Wie reiche ich den Antrag ein?

Sie können den Antrag im PJ-Portal einreichen. Die notwendigen Unterlagen zum Belegen Ihres Antrages (beispielsweise Geburtsurkunden der Kinder, Bestätigung der Kinderbetreuungseinrichtung, Schwerbehindertenausweis) müssen per E-Mail an Praktisches-Jahr.Dekanat@med.uni-muenchen.de spätestens zu den gegebenen Fristen gesendet werden. Bitte beachten Sie den Leitfaden zur Erstellung eines Härtefallantrags.

Das PJ beginnt je im Mai oder im November: HIER findet ihr alle PJ-Start-Termine der LMU

Teilzeit

Das PJ kann in 100% Vollzeit (Länge von 16 / 16 / 16 Wochen), mit 50% Teilzeit (verdoppelte Länge auf 32 / 32 / 32 Wochen) oder mit 75% Teilzeit (21Wo.+2Tage / 21Wo.+2Tage / 21Wo.+2Tage) absolviert werden. Dies muss bereits bei der Anmeldung angegeben werden, dabei muss man sich für EINE Variante entscheiden, man kann nicht von Tertial zu Tertial wechseln.

  • Beantragung einer Verlängerung des PJ’s auf einen Zeitraum von maximal zwei Jahren gilt nur für die Ableistung in Vollzeit (100%). Wird das PJ in Teilzeit absolviert (50% oder 75%), wird das PJ nicht proportional verlängert. (Zitat §3 Abs. 3 Satz 2 ÄAppO: „Bei einer darüber hinausgehenden Unterbrechung aus wichtigem Grund sind bereits abgeleistete Teile des Praktischen Jahres anzurechnen, soweit sie nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.“)

Fehltage

Urlaubstage während des praktischen Jahres sind nicht vorgesehen. Alle Abwesenheiten, egal ob Krankheit oder sonstige Abwesenheiten, werden als Fehltage angesehen.

Entsprechend der ÄAppO-Änderung vom 17.07.2012 können bis zu 30 Fehltage angerechnet werden, davon maximal 20 innerhalb eines Tertials, jedoch keine bei gesplitteten Tertialen. Es ist also nicht möglich, alle 30 Tage bis zum Ende aufzusparen.
Die Fehltage müssen mit der Klinik/dem Krankenhaus, in dem Sie zu dieser Zeit tätig sind, abgestimmt und genehmigt werden. D.h. die Entscheidung darüber, ob die beantragten Fehltage genehmigt werden, liegt bei der jeweiligen Einrichtung, bei der Sie Ihr PJ absolvieren.

Fehlzeitenregelung bei Teilzeitausbildung: Anzahl der Fehltage wird ggü. einer Vollzeitausbildung nicht erhöht, jedoch gilt ein Ausbildungstag mit planmäßigen 4 Stunden als 0,5 Fehltag, ein Ausbildungstag mit planmäßigen 6 Stunden als 0,75 Fehltag, ein Ausbildungstag mit planmäßig 8 Stunden als 1 Fehltag.

Fehlzeitengelung bei gesplitteten Tertialen? Bei gesplitteten Tertialen im Ausland dürfen keine Fehltage eingebracht werden. Bei einem gesplitteten Herzchirurgie/Chirurgie-Tertial werden Teilabschnitte, die kürzer als 8 Wochen sind, vom Prüfungsamt nicht anerkannt. Auch hier dürfen keine Fehltage enthalten sein.

Vergütung im PJ

Aktuell gibt es keine gesetzliche Pflicht eine Vergütung für das praktische Jahr zu bezahlen und daher keine einheitliche Regelung. Es gibt eine maximale Aufwandsentschädigung von aktuell 597 EUR .

  • Wie viel darf ich im Praktischen Jahr verdienen?: siehe ÄApprO § 3(4): Die Gewährung von Geld- oder Sachleistungen, die den Bedarf für Auszubildende nach § 13 Absatz 1 Nummer 2 und Absatz 2 Nummer 2 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes übersteigen, ist nicht zulässig. Bei einer Ausbildung im Ausland verändert sich diese Höchstgrenze entsprechend den Maßgaben der Verordnung über die Zuschläge zu dem Bedarf nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz bei einer Ausbildung im Ausland um die in § 1 Absatz 1 Nummer 1 bis 3 dieser Verordnung aufgeführten Zuschläge. Die Zuschläge nach § 1 Absatz 1 Nummer 2 und 3 dieser Verordnung dürfen der Berechnung der Höchstgrenze nur zugrunde gelegt werden, wenn die Leistungen ausdrücklich zur Erstattung der dort genannten Kosten gewährt werden. Für Details fragen Sie bitte Ihren Steuerberater.

Welche Klinik zahlt wie viel? Im Artikel zur PJ Ranking Vergütung findet Ihr einen Überblick.

Lernzeiten

Die PJ-Kliniken sind angehalten 20% der Arbeitszeit im PJ als Weiterbildungszeit zur Verfügung zu stellen. Vergleichen Sie hierzu die PJ-Verfahrensregeln und die PJ-Qualitätskriterien. Für die Organisation dieser Weiterbildungszeit ist jede Klinik selbst verantwortlich. Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf einen lernfreien Tag im PJ.

Planungsbeginn: ca. 1 Jahr vor dem Auslandstertial, da die Stellen-Bewerbung, die Beschaffung aller notwendigen Unterlagen und die Organisation von Unterkunft, Transport, etc. sehr zeitaufwändig sind. Denkt auch an nötige Reiseimpfungen & Stand-By-Medikation ca. ein halbes Jahr vor eurem Aufenthalt!

bei der Planung zu bedenken:

Zeitraum: Soll es ein komplettes Auslandstertial werden oder willst du ein Tertial splitten und nur eine Hälfte davon im Ausland verbringen? Es darf nur eines der drei Tertiale in 2x 8 Wochen gesplittet werden. Generell darf man Tertiale nur in der Konstellation Extern-Extern, Extern-Heimatuniversität oder Heimatuniversität-Extern splitten. Hier ist wieder eine genaue Absprache mit dem Dekanat wichtig.

 

Fach: Je nach Zielland kann ein Fach mehr oder weniger sinnvoll sein, hier sind Erfahrungsberichte sehr wertvoll. Falls du schon weißt, in welchem Fach du später beruflich tätig werden möchtest, empfiehlt es sich dieses Fach in Deutschland zu absolvieren. Zum einen kannst du dann relevante berufliche Kontakte knüpfen, zum anderen lernst du das Fach unter deutschen Bedingungen kennen.

 

Suche eines geeigneten Praktikumsplatz: Schaut bei der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (www.bvmd.de) bzw. unserem AK Ausland an der LMU vorbei. Außerdem haben die meisten Medizinischen Fakultäten Abkommen mit bestimmten ausländischen Kliniken ihrer Partneruniversitäten.

Sprachkenntnisse

Die Landessprache deines Ziellands solltest du eigentlich fließend beherrschen, dabei gibt es im Englischen einen regelrechten Krankenhaus-Slang mit Abkürzungen, von denen man als deutscher Medizinstudent und auch affiner Serien-Kucker noch nie etwas gehört hat. Ein Kurs in Medical English ist oft hilfreich, ebenso die Bücher „Medizin im Ausland“ (ISBN: 3-540-23778-X) und das „Oxford Handbook of Clinical Medicine“ (ISBN: 978-0199609628). Sollte es (wie in vielen afrikanischen Ländern) neben Englisch noch eine zweite Landessprache geben, sollte man sich auch ein paar Worte in dieser Sprache aneignen.

 

Sprachkenntniss-Nachweis: oft werden Bestätigungen der Heimatuniversität über Kenntnisse der Landessprache Ihres Aufenthaltsortes gefordert, dafür muss ein offizielles Zertifikat (z.B. TOEFL, DELF,…) oder eine Bescheingung anderer Institute und Sprachschulen vorgelegt werden oder ein Sprachkurs an der LMU (Sprachenzentrum) besucht werden, bei denen Sie bei erfolgreichem Abschluss eine Bescheinigung erhalten.

Weitere Informationen gibt es direkt beim Sprachenzentrum oder unter folgenden Links:

Finanzierungsmöglichkeiten des PJs im Ausland

  • ERASMUS+: Ein Auslandstertial kann als Praktikum im Rahmen des Erasmus-Programms gefördert werden. Dafür muss das Tertial in einem der 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union oder den Ländern Norwegen, Island, Liechtenstein oder Türkei absolviert werden. Mindestdauer des Praktikums sind 60 Tage. Genauere Informationen gibt es unter ERASMUS+
  • PROMOS: Tertiale in außereuropäischen Ländern können durch PROMOS gefördert werden. Die Mindestdauer liegt hier bei 6 Wochen. Genauere Informationen gibt es auf der PROMOS Seite des DAAD.
  • Medizinernachwuchs.de: Diese Plattform bietet schon seit einigen Jahren Stipendien für Medizinstudenten an, die sich auf den Weg ins Ausland machen. Im Gegenzug soll danach ein Bericht über die Erlebnisse und Erfahrungen geschrieben werden.
  • Auslands-Bafög: Auch wer in Deutschland nicht Bafög-berechtigt ist, kann unter Umständen für das Auslandstertial Bafög beziehen. Ein in Deutschland laufendes Bafög kann jedoch nicht ohne weiteres mit ins Ausland genommen werden. Was es bei diesem Thema genau zu brachten gibt, findet man auf Auslands-Bafög beim DAAD.
  • Schweiz: kein Stipendiengeber, aber die PJ-Studenten werden hier als sog. Unterassistenten eingestellt und verdienen etwa 1000 CHF im Monat. Da die Schweiz ein teures Pflaster ist, besteht die Herausforderung darin, mit dem Verdienst zu haushalten. Die Lehre in der Schweiz genießt jedoch einen hervorragenden Ruf.

Versicherungen

Eine Auslandskrankenversicherung ist ein absolutes Muss! Eure gesetzliche Krankenversicherung reicht in keinem Fall aus. Achtet darauf, dass die Versicherungsleistung einen Rücktransport in die Heimat einschließt. Außerdem braucht ihr eine Berufshaftpflichtversicherung, die ihr beispielsweise kostenfrei vom Hartmann-Bund erhaltet. Kümmert euch hier um Dokumente in englischer Sprache, die ihr mitnehmen könnt. Manche Länder wie die USA und Kanada fordern eine besonders hohe Deckungssumme in der Berufshaftpflicht.