Rezensionsübersicht

Hier findet ihr eine Liste von Rezensionen, die von Mitgliedern der Fachschaft verfasst wurden.

Bücher für die Vorklinik

Neuroanatomie

BASICS Neuroanatomie: 1. Auflage; N.Garsorz (Elsevier)

Gerade in einem Fach wie Neuroanatomie fällt es häufig schwer, die Informationen auf ein überschaubares und zu bewältigendes Maß zu reduzieren. Aushilfe bietet hier schon in mehreren Fächern die BASICS Reihe des Elsevier-Verlages, die den Spagat wagt, den Stoff auf das Wesentliche zu reduzieren, ohne zu viel wegzulassen. Dieses Konzept ist zu Recht eine Erfolgsstory; die BASICS Bücher bei den Medizinstudierenden ein fester Begriff. Lediglich die Qualität der unterschiedlichen Bände schwankt, das Konzept ist großartig.

Umso erfreulicher ist es, dass mit dem BASIC Neuroanatomie wieder ein sehr guter Titel erschienen ist. Auf knapp 150 Seiten wird die Neuroanatomie verständlich und logisch erklärt. Eine klare Sprache und anschauliche Abbildungen sorgen dafür, dass man den Text selten ein zweites Mal lesen muss.

Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Den mit 15 Seiten knapp gehaltenen allgemeinen Teil, der den Grundaufbau, die Zellen und die Entwicklung des Nervensystems erklärt und den speziellen Teil, der die gesamte restliche Anatomie erklärt. Da der spezielle Teil sehr umfangreich ausgefallen ist,

Makroskopische Anatomie

Anatomie: Der fotografische Atlas: 8. Auflage, Rohen, Yokochi, Lütjen-Drecoll (Schattauer Verlag)

Allgemeines:51BhlHpz3CL._SX342_BO1,204,203,200_
Der Schattauer Anatomieatlas ist ein fotografischer Atlas. Als solcher enthält er nicht nur Fotografien von Präparaten sondern auch Schemazeichnungen, Schnittbilder und Bilder von Lebenden (zur Oberflächenanatomie). Neben den Beschriftungen enthält er vereinzelt auch sehr knapp gehaltene Zusatzinformationen zu Funktion und Aufbau einer Struktur. Enthalten sind Abbildungen zur allgemeinen Anatomie, dem Bewegungsapparat, Rumpf, Kopf und Hals.

Das Buch hat ein angenehme Handhabung und Größe. Das Layout wirkt etwas inkonsistent (viele unterschiedliche Schriftgrößen), beziehungsweise altmodisch. Dabei sind die Beschriftungen bisweilen etwas schwer zuzuordnen und unübersichtlich. An und für sich glänzt das Buch mit hervorragenden, sehr interessanten Präparaten, deren Qualität und Detailreichtum weit über dem „normalen“ Präparat aus dem Präpkurs liegt.  Die MRT-Schnittbilder sind bisweilen in geringer Qualität abgedruckt, sodass sie verschwommen sind. Die Schemazeichnungen sind meist in Ordnung, können aber nicht mit anderen gezeichneten Atlanten mithalten.

Aufbau: 
Vom Aufbau her ist der Atlas so gegliedert, dass einem Kapitel meistens zunächst Knochenlehre und Oberflächenanatomie vorangestellt ist. Danach werden Schicht für Schicht die tieferen Strukturen des Präparats dargestellt. Besonders bemerkenswert sind hier die Schnittbilder, denen die  gleichen Schnitte durch reale Präparate gegenübergestellt sind. Dies ermöglicht ein gutes Verständnis der Schnittbilder und ein besseres Erkennen und Lernen der gezeigten Strukturen. Bemerkenswert sind auch die teilweise angefärbten Präparate (z.B. Venen und Arterien).

Obwohl die Qualität der Präparate herausragend ist, fällt es dem Ungeübten trotzdem schwer, Strukturen zu erkennen und zu erlernen. Dies liegt vor allem daran, dass Präparate von Natur aus unübersichtlich und nicht so strukturiert wie Atlaszeichnungen sind. Zusätzlich fehlen bei Muskeln und Nerven zusätzliche Informationen wie Verlauf, Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion.

Zudem muss festgehalten werden, dass die Orientierung am Originalpräparat einfacher fällt, da man hier besser die Tiefe und die Strukturen (aufgrund der Dreidimensionalität) erkennen kann.

Fazit:
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Fotoatlas aufgrund seiner herausragenden Präparate das Gefühl vermittelt, im Präpsaal zu stehen – lediglich der Formalingeruch fehlt. Er ist außerdem hervorragend zum Einüben der Strukturen; zum Erlernen empfiehlt sich allerdings der klassische, gezeichnete Atlas, da dieser Zusatzinformationen enthält und einfacher gegliederte Abbildungen. Für Anatomieinteressierte ist er ein Muss, für effizienzorientierte Studenten eher überflüssig.

GRAY's Atlas der Anatomie: 2. Auflage (Elsevier)

Erster Eindruck:

Bei Gray’s Atlas der Anatomie handelt es sich um ein einziges Buch mit 558 Seiten im Taschenbuchformat. Damit ist es leichter, als die meisten Konkurrenzprodukte. Das Design des Frontcovers wurde im Vergleich zur ersten Auflage verändert und sieht nun sehr ansprechend aus. Das Buch ist für knapp 25 Euro im Vergleich zu anderen Atlanten sehr erschwinglich

Inhalt & Aufbau:

Der Inhalt gliedert sich in folgende Kapitel:

  1. Der Körper (Allgemeine Anatomie)
  2. Rücken
  3. Thorax
  4. Abdomen
  5. Becken und Perineum
  6. Untere Extremität
  7. Obere Extremität
  8. Kopf-Hals

Leider enthält der Atlas keine Abbildungen oder Erklärungen zur Entwicklung der einzelnen Organe. Zudem genügt der Atlas durch viel zu wenig Abbildungen zum Gehirn auf keinen Fall für Neuroanatomie.

Das Besondere am Gray’s Anatomie Atlas sind folgende Eigenschaften:

  • Für die Klinik: Ungefähr 270 CT-, MRT- und Röntgenbilder und „Anatomie am Lebenden“ mit Abbildungen zur Oberflächenanatomie
  • lateinische Nomenklatur mit zusätzlichen Erklärungen zu jeder Abbildung in deutscher und englischer Sprache
  • zwei Register: Deutsch-Latein sowie Englisch
  • neu in der 2. Auflage: Übersichtstabellen und schematische Zeichnungen am Ende eines jeden Kapitels
  1. Didaktik

Didaktisch ist der Atlas ähnlich wie seine “Konkurrenten” aufgebaut. Jedes Kapitel beginnt zunächst mit allgemeiner Oberflächenanatomie und widmet sich dann den knöchernen Strukturen mit Bändern und Knorpeln, der Muskulatur und den Organen samt Innervation und Gefäßversorgung,

Die Abbildungen sind alle mit dem Computer generiert und erinnern damit an einen bekannten Atlas aus dem Thieme-Verlag. Darüber wurden viele andere bildgebende Verfahren verwendet. So stehen anatomischen Abbildungen oftmals Röntgenbilder, CTs, MRTs, oder Sonografien gegenüber. Weiter bedient man sich der “Anatomie am Lebenden”, in dem Fotos von lebenden Menschen abgedruckt wurden und mit Beschriftungen ergänzt wurden.

Die Beschriftungen sind sehr kurz. Erklärungen gibt es nicht.

Der Atlas ist also weniger “anatomisch-theoretisch” aufgebaut. Vielmehr finden sich viele Bezüge zur Klinik, die den Atlas sehr modern und zeitnah wirken lassen. Darunter leidet jedoch manchmal etwas die Detailgenauigkeit wie man sie aus den großen bekannten Werken kennt.

Jedes der 8 Kapitel ist mit einer anderen Farbe unterlegt, was ein Suchen nach Inhalten deutlich leichter macht. Innerhalb der Kapitel wird es mit der Orientierung jedoch schwieriger. Manchmal wirken die Abbildungen einfach nur aneinandergereiht. Da hilft dann aber meistens ein Blick in das Register weiter.

  1. Kommentar/Empfehlung:

Auch der Gray’s Anatomie Atlas hat neben seinen großen Rivalen seine Daseinsberechtigung. Alleine ist er aufgrund nicht vorhandener Erklärungen nicht zu gebrauchen, wohl aber in Kombination mit einem Lehrbuch oder einer entsprechenden Lernsoftware. Das muss aber kein negativer Punkt sein, denn es handelt sich bei diesem Werk eben um einen reinen Nachschlage-Atlas.
Nichtsdestotrotz mangelt es jedoch auch an Inhalten, wie z.B. der Embryologie.
Erfreulicherweise besteht der Atlas aus einem einzigen Taschenbuch und ist daher zum Mitnehmen super geeignet.
Durch die bilinguale Gestaltung mit klarem Fokus auf die deutsche Sprache ist der Atlas eventuell für Studierende mit weniger Deutschkenntnissen sehr interessant.

Der Atlas ist vorwiegend im englischsprachigen Raum auch unter Medizinstudenten sehr populär und weit verbreitet.

Eine abschließende Empfehlung kann ich nicht geben, denn ob einem die computergenerierten Abbildungen besser als Gezeichnete gefallen oder man lieber mehr Erklärungen hat, hängt stark vom Geschmack des Einzelnen ab. Ein Blick in diesen Atlas zu werfen lohnt sich aber alle Mal!

LernKarten der Anatomie: 6.Auflage (Thieme)

Allgemeines

Die 6.Auflage der PROMETHEUS LernKarten der Anatomie umfasst 483 beidseitig bedruckte Karten. Die Karten sind in einer Box zu erhalten und können individuell entnommen werden. Ein beiliegender Ring ermöglicht das Zusammenheften der entnommenen Karten.

Zielgruppe

Die LernKarten richten sich an Studierende der Vorklinik, die die makroskopische Anatomie erlernen oder wiederholen wollen.

Aufbau und Inhalt

Die LernKarten sind in 6 größere Themengebiete (Rücken, Abdomen und Becken, Obere Extremitäten, Untere Extremitäten, Kopf und Hals, Neuroanatomie) untergliedert. Innerhalb der Themengebiete wird der Stoff noch einmal unterteilt. So werden bei den Oberen Extremitäten z.B. zunächst die Knochen und Gelenke, dann die Muskeln, die Gefäßversorgung/Nerven und zu guter Letzt die Querschnitte und die Oberflächenanatomie abgehandelt. Jede Karte besitzt eine Vorder- und Rückseite. Auf der Vorderseite ist immer eine bezifferte Abbildung und manchmal auch eine Frage zum Überprüfen des eigenen Wissens abgedruckt. Die Lösung findet man dementsprechend auf der Rückseite. Zusätzlich dazu befinden sich mitunter auch „Kommentare“ und Muskeltabellen, welche eine Überschicht über Ursprung, Ansatz, Funktion und Innervation ermöglichen.

Didaktik

Die Reihenfolge der Karten ist so aufgebaut, dass man von groß zu klein und von oberflächlich zu tief lernt. Dabei werden häufig dieselben Abbildungen verwendet und nur der Fokus, mittels Bezifferung und nebenstehender Grafik auf der Vorderseite bzw. fettgedruckten Bezeichnungen und z.T. Erläuterung anderer Muskeln auf der Rückseite, verändert, diese Wiederholungen dienen dem positiven Lerneffekt. Auch werden z.B. Muskeln auf den Karten der Gefäßversorgung noch einmal beziffert, um sie einerseits zu wiederholen und andererseits, um einen Zusammenhang/Lagebeziehungen aufzuzeigen. Andersherum werden z.B. bei Muskelkarten die Gefäße und Nerven nicht mit dargestellt.

Preis

Die Karten kosten 39,99EUR. Der Preis ist sowohl für den Inhalt, als auch die robuste Qualität der Karten, angemessen.  Die gute Qualität führt dazu, dass die Karten auch gerne gebraucht verwendet werden können😉 Allerdings ist zu beachten, dass es bei früheren Auflagen noch keine Muskeltabellen gab und der Umfang geringer war.

Fazit

Wer das Stoffgebiet sich schon einmal grob in Vorlesung, Übung oder Lehrbuch erarbeitet hat, wird mit den Lernkarten spielend leicht lernen können. Insbesondere vor den Testaten sind die Karten, auch durch die praktische Handhabung mit dem Ring, ein treuer Begleiteter.

Für persönliche Ergänzungen, insbesondere Zusammenhänge, die in diesem Format selten benannt werden, ist ausreichend Platz auf den Karten.

Mündliche Prüfung Anatomie: 1. Auflage; Siemens Mense (Thieme)

Allgemeines

Das Buch „Mündliche Prüfung Anatomie“ von Siegfried Mense, umfasst ca. 230 Seiten mit 500 Fragen aus allen Themengebieten der makroskopischen Anatomie. Das Buch ist kein  Lehrbuch sondern soll der Wiederholung vor Prüfungen dienen. Aus diesem Grund werden nicht alle Themengebiete der makroskopischen Anatomie in seiner Vollständigkeit abgedeckt. Im Vornhinein sollte man sich mit den Themengebieten in einem Lehrbuch einem Anatomieatlas vertraut gemacht haben.

 

Zielgruppe

 

Das Buch richtet sich im Wesentlichen an Medizin- und Zahnmedizinstudenten der Vorklinik, die sich auf das mündliche Physikum vorbereiten oder im Rahmen des Anatomiekurses eine mündliche Prüfung ablegen müssen.

 

Aufbau und Inhalt

 

Es werden folgende Themen abgehandelt: Obere und unter Extremität, Kopf und Hals, Leibeswand, die Brust, Bauch und Beckenorgane und zu guter Letzt das ZNS und die Sinnesorgane. In jedem Kapitel findet man passend zu den prüfungsrelevanten Themen originelle Fragen, die einem auch in der mündlichen Prüfung begegnen können.

Darüber hinaus wird regelmäßig ein Bezug zur Klinik geschaffen. Dadurch bekommt der Student ein Gefühl dafür, wie sehr ihn das auch in seinem späteren Beruf begleiten wird.

Wie es für Thieme gewöhnlich ist, stellt der Verlag eine Onlineversion des Buches zur Verfügung, die man ganz einfach herunterladen kann.

Viele hervorragende Bilder aus dem Prometheus helfen einem die Antworten auf gestellte Fragen noch besser zu verstehen und das Wissen zu strukturieren. Wichtige Informationen sind in Form der Tabellen übersichtlich dargestellt.

 

Im mündlichen Physikum wird sowohl die Makroskopsiche als auch die Mikroskopische Anatomie geprüft. Leider wird diese hier nicht behandelt. Eine Erweiterung um die mikroskopische Anatomie wäre eine Bereicherung für das Buch und könnte den Studenten noch besser auf die mündliche Prüfung vorbereiten.

Des Weiteren wäre es hilfeich, wenn häufig gestellte Fragen und Themen markiert wären, wie das auch bei “via-medici” oder den Endspurt-Skripten der Fall ist. Dem Studenten wird ermöglicht, diese Themen besonders intensiv zu wiederholen.

 

Didaktik

Das Buch ist ausreichend ausführlich und zusammenfasend geschrieben. Die Antworten sind für den Studenten leicht zu verstehen, und präzise und sachlich geschrieben. Dies wird sogar verstärkt durch zahlreiche Tabellen, Schemata und Abbildungen, die perfekt zu den gestellten Fragen passen und einem ein gezieltes Wiederholen ermöglichen.

 

Preis

Zu einem angemessenen Preis von 29,99€ kann man das Buch erwerben. Dieser Preis ist durchaus gerechtfertigt, da man sich hiermit optimal auf eine mündliche Prüfung im Fach Antaomie vorbereiten kann.

 

Fazit

Abschließend lässt sich festhalten, dass das Buch Mündliche Prüfung Antaomie, erschienen im Thieme Verlag, eine sehr gute Vorbereitung auf eine mündliche Prüfung darstellt, egal ob es sich dabei um ein Anatomie Testat oder das mündliche Physikum handelt. Durch dieses Buch lässt sich eine realistische Prüfungssituation simulieren.

PROMETHEUS LernAtlas der Anatomie - Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem: 4. Auflage; Schünke, Schulte, Schumacher, Voll, Wesker (Thieme)

Allgemeines:

In der 4. Auflage des LernAtals für „Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem“ sind auf 630 Seiten 2257 anschaulichen Illustrationen und 183 Tabellen abgebildet. Er ist gebunden oder in der eBook-Version erhältlich.

Aufbau und Inhalt:

Der Atlas ist in die Überkapitel „Allgemeine Anatomie“, „Rumpfwand“, „Obere Extremitäten“ und „Untere Extremitäten“ gegliedert. Im ersten Teil des Atals wird fächerübergreifend Wissen vermittelt. Neben Embryologie beinhalten die Kapitel auch Physiologie, Histologie und klinische Bezüge. Dabei wird auf Orientierungshilfen am menschlichen Körper, die Knochen, Muskeln und Gefäße, das lymphatische System und Drüsen sowie allgemeine Neuroanatomie eingegangen. In den Kapiteln über die Rumpfwand, Obere und Untere Extremitäten werden die Muskeln in ihren Übergruppen je auf Doppelseiten zusammengefasst in Tabellen dargestellt. Dabei sind sie auf der einen Seite sowohl anatomisch als auch ihr Ursprung und Ansatz am Knochen abgebildet, auf der anderen Seite in einer Tabelle mit Ursprung, Ansatz, Funktion und Innervation beschrieben. Das hilft, sowohl den Verlauf als auch das makroskopische Aussehen schnell zu erfassen und macht das Lernen von U, A, F, I deutlich anschaulicher. Das macht deutlich mehr Spaß als das trockene Auswendiglernen mit der Muskeltabelle.

Pro:

Die detaillierten Bilder veranschaulichen sehr gut anatomische Strukturen und sind übersichtlich. Die Beschriftungen beschränken sich meist auf das Wesentliche. Prüfungsrelevante Fakten sind kompakt in Tabellen dargestellt. Super sind auch die Lerneinheiten, in denen die Funktionen der Muskeln an den einzelnen Gelenken kompakt auf ein bis zwei Seiten zu jeder Region zusammengefasst sind.

Kontra:

Der Atlas wiegt knapp 3 kg und ist daher nicht unbedingt zum täglichen Mitnehmen in die Uni geeignet. Durch das Gewicht ist der Buchrücken sehr strapaziert und gefährdet, einzureißen. Die ausführlichen Fließtexte eignen sich nicht gut zum Lernen der vielen Fakten. Wer einen schnellen Überblick möchte, schaut besser in ein Kurzlehrbuch.

Fazit:

Wie die anderen beiden PROMETHEUS LernAtlanten sich auch der Atlas zur Allgemeinen Anatomie und zum Bewegungssystem ein sehr gutes Lehrwerk für die Vorklinik und eignet sich gut zur Vorbereitung auf das Physikum. Auch für interessierte Kliniker*innen ist das Buch zum Nachschlagen zu empfehlen. Der stattliche Preis von 79,99 € ist für diese Lehrwerk angemessen.

PROMETHEUS LernAtlas der Anatomie - Kopf, Hals und Neuroanatomie: 4.Auflage; Schünke, Schulte, Schumacher, Voll, Wesker (Thieme)

511hDnrVnxL._SX371_BO1,204,203,200_In seiner neuen 4. Auflage glänzt der Prometheus-Band für die Themenbereiche Kopf, Hals und Neuroanatomie wie gewohnt als äußerst ansprechender und insgesamt durchweg überzeugender Lernatlas!
Das in mehr als 10 Sprachen übersetzte Werk ist mittlerweile ein absoluter Klassiker unter den Anatomie-Atlanten, obwohl er einige Jahre jünger als die anderen Standardwerke der Anatomie ist.
Das Buch ist in drei übergeordnete Abschnitte gegliedert: „Kopf und Hals“, „Neuroanatomie“ sowie den kürzeren Teil „ZNS: Glossar und Synopsen“, welcher in der 4. Auflage drei neue Synopsen zu den Leitungsbahnen von Orbita und Nase enthält. Trotz der Stärke von 616 Seiten ist es den Autoren gelungen, thematische Übersichtlichkeit und Lesefreundlichkeit zu wahren. Die 22 Kapitel verlaufen nach einer klaren Gliederung und das Prinzip der jeweils zweiseitigen Lehrinhalte wurde beibehalten. Neu sind Inhalte speziell für Studierende der Zahnmedizin einschließlich Einheiten zur Topographie des geöffneten Mundes und den Schädelknochen sowie neue Inhalte zur Topographie des Sinus cavernosus. Die 1734 Abbildungen und 123 Tabellen sind optisch sehr ansprechend und werden sinnvoll durch den Text ergänzt, auch wenn die Abbildungen größtenteils allein verständlich sind.
Primär als Lehrbuch bzw. Lernatlas für Studierende gedacht, eignet sich der Prometheus auch optimal als Nachschlagewerk für interessierte Klinikerinnen und Kliniker – gleichwohl er eine eher „klassische“ Anatomie vertritt und die chirurgischen Landmarken und Zugangswege zumindest nicht im Vordergrund stehen.
Im Gegensatz zu einigen anderen für Studierende konzipierten Lehrbüchern ist im Prometheus leider nicht auf den ersten Blick ersichtlich, welche Fakten nun eher Detailwissen sind und welche ganz klar zu den Grundlagen gehören, die jeder und jede Studierende – zumindest bis zum Physikum – beherrschen sollte. Da zum alleinigen Bestehen von Prüfungen auch kürzere Bücher „reichen“, sei besonders eiligen Studierenden deshalb zur Vorsicht geraten. Bei wenig Interesse für die Anatomie oder wenig Zeit für die Prüfungsvorbereitung ist der Prometheus eventuell zu umfangreich. Der Preis ist mit ca. 65€ allerdings völlig angemessen.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Prometheus „Kopf, Hals und Neuroanatomie“ sowohl als Nachschlagewerk als auch als Lernatlas bestens zu empfehlen ist. Anatomisch interessierten Leserinnen und Lesern wird dieses Buch zweifelsohne Freude bereiten.

PROMETHEUS LernAtlas der Anatomie - Innere Organe: 4.Auflage; Schünke, Schulte, Schumacher, Voll, Wesker (Thieme)

Allgemeines:

Trotz ihres jungen Alters zählen die PROMETHEUS LernAtlanten bereits zu den Standardwerken der Anatomie. Die 4. Auflage des LernAtals für „Innere Organe“ überzeugt mit 1375 anschaulichen Illustrationen und 122 Tabellen. Wem die 512 Seiten zu schwer zum Tragen sind, kann auch die eBook-Version kaufen.

Aufbau und Inhalt:

Der Atlas ist in die Überkapitel „Aufbau und Embryonalentwicklung der Organsysteme im Überblick“, „Thorax“, „Abdomen und Becken“, „Systematik der Organversorgung“ und „Organsteckbriefe“ gegliedert. Auf der ersten Seite jedes Überkapitels sind die wichtigsten Unterkapitel dargestellt. Im Kapitel über Embryonalentwicklung wird neben der Entwicklung der Organe auch auf die Entwicklung des Kreislaufsystems (u.a. der Blut- und Lymphgefäße) eingegangen. Der Atlas beschreibt nicht nur die Makroskopie der Organe, sondern behandelt auch die Histologie. Neu in dieser Auflage ist neben den Lerneinheiten über das Blut eine Lerneinheit über Paraganglien. Zusätzlich zur Anatomie enthält der Lernatlas ausgewählte klinische Informationen zu Erkrankungen und Diagnoseverfahren. Dabei sind einige Aufnahmen klinischer Bildgebungsverfahren abgebildet.

Pro:

Die Zeichnungen sind sehr anschaulich und oft schon ohne Text sehr aussagekräftig. Dabei beschränken sich die Beschriftungen meist auf das Wesentliche. Die kombinierte Darstellung der Organe sowohl auf makroskopischer als auch auf mikroskopischer Ebene hilft beim ganzheitlichen Lernen. Der Atlas kann daher zum Teil auch für die Vorbereitung auf die Histologie-Testate genutzt werden. Viele Diagramme (z.B. zur Hämatopoese oder zur Entwicklung der einzelnen Organschichten) veranschaulichen den Lernstoff und sind gut strukturiert. Sehr gelungen ist auch das Kapitel zur Systematik der Organversorgung. Auf jeder Seite sind für jeweils ein Organ vier Karten abgebildet auf denen die Versorgung und Drainage sowie Innervation kompakt dargestellt sind. Die vielen Tabellen im Fließtext und die Organsteckbriefe am Ende des Buches helfen, eine schnelle Übersicht über die wesentlichen Informationen zu allen inneren Organen zu bekommen.

Seitlich sieht man farbliche Abgrenzungen der Kapitel, die ein schnelles Aufschlagen des gesuchten Kapitels ermöglichen. Auch die beiden Einmerker sind hilfreich, um relevante Stellen während des Lernens zu markieren und schnell wieder zu finden.

Kontra:

Der PROMETHEUS LernAtlas vermittelt viel Detail-Wissen und stellt dabei die wichtigsten Grundlagen nicht eindeutig dar. Daher eignet sich dieser Atlas weniger für die kurzfristige Prüfungsvorbereitung. Der Fließtext, der von vielen Abbildungen unterbrochen wird, erschwert ebenfalls das Lernen. Aufgrund des stattlichen Gewichts von 2,5 kg ist das Buch nicht zum täglichen Mitnehmen in die Uni geeignet.

Fazit:

Ein sehr gutes, ausführliches Lehrwerk für die Vorklinik, mit dem das Lernen viel Spaß macht. Auch interessierte Kliniker*innen werfen gerne einen Blick in diesen Atlas. Der Preis von 59,99 € ist angemessen.

PROMETHEUS: LernPaket der Anatomie; Schünke, Schulte, Schumacher (Thieme)

Allgemeines

Die fünfte Auflage des „PROMETHEUS LernPaket Anatomie“ wurde 2018 von Michael Schünke, Erik Schulte und Udo Schumacher herausgegeben und besteht aus drei separaten Atlanten zu den Themen „Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem“, „Innere Organe“ und „Kopf, Hals und Neuroanatomie“. Insgesamt umfassen die drei Bände im Hardcover-Format 1778 Seiten; dem Paket sind zudem vier Lernposter der Anatomie beigefügt, auf denen der menschliche Körper mit seinen Knochen bzw. seinen Muskeln abgebildet ist, jeweils von ventral und dorsal. Zudem erhält man mit dem Kauf einen 12-monatigen Zugang zur Anatomie in „via medici Lernen“.

Zielgruppe

Die Lernatlanten richten sich sowohl an Studierende im ersten Semester, die sich die anatomischen Strukturen erst noch aneignen möchten als auch an Studierende, die im späteren Verlauf des Studiums gezielt etwas nachschlagen möchten („einen Atlas hat man fürs Leben“).

Aufbau und Inhalt

Der erste Band „Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem“ ist in vier Untereinheiten aufgeteilt: A Allgemeine Anatomie, B Rumpfwand, C Obere Extremität und D Untere Extremität.

Dabei werden im Bereich Allgemeine Anatomie die Grundlagen für das Verständnis der darauffolgenden drei Kapitel, die den Bewegungsapparat behandeln, dargelegt:

Zunächst wird das Thema 1 Stammes- und Entwicklungsgeschichte des Menschen auf 18 Seiten zum Gegenstand gemacht. Dabei werden die embryologischen Grundlagen der menschlichen Entwicklung, beispielsweise die Entwicklung der Schlundbögen oder die Entwicklung der Knochen, jeweils anhand mehrerer beschrifteter Zeichnungen und Fließtexten erklärt.

Es folgen die Kapitel Der menschliche Körper im Überblick (zwei Seiten), Anatomie der Körperoberfläche und Orientierungshilfen am menschlichen Körper (12 Seiten), Knochen und Knochenverbindungen (14 Seiten), Muskeln (sechs Seiten), Gefäße (vier Seiten), Lymphatisches System und Drüsen (zwei Seiten) und schließlich Allgemeine Neuroanatomie  (24 Seiten).

 

Die Kapitel B Rumpfwand (134 Seiten), C Obere Extremität (166 Seiten) und D Untere Extremität (164 Seiten) weisen eine einheitliche Gliederung in die Unterkapitel Knochen, Bänder und Gelenke, Systematik der Muskulatur, Topografie der Muskulatur, Systematik der Leitungsbahnen und Topografie der Leitungsbahnen auf. Dieses einheitliche Einteilungsprinzip gewährleistet, dass die Studierenden zunächst einen Überblick über den knöchernen Bereich samt gelenkiger Verbindungen erhalten, danach erfahren, welche Bewegungen ausgeführt werden können und schließlich, welche Muskeln die Bewegungen ausführen. Im Anschluss daran sind im Kapitel Systematik der Leitungsbahnen die  Leitungsbahnen (Arterien, Venen, Lymphbahnen und Lymphknoten, Nerven) aufgelistet, und in Topografie der Leitungsbahnen die wichtigsten Leitungsbahnen abgebildet.

 

Im zweiten Band „Innere Organe“ werden im Abschnitt A Aufbau und Embryonalentwicklung der Organsysteme im Überblick (68 Seiten) folgende Themen behandelt: Organsysteme und Entwicklung der Körperhöhlen, Kreislaufsystem, Blut, Lymphatisches System, Atmungssystem, Verdauungssystem, Harnsystem, Genitalsystem, Endokrines System, und Vegetatives (autonomes) Nervensystem.

Abschnitt B Thorax (122 Seiten) umfasst die Themengebiete Überblick und Zwerchfell, Systematik der Leitungsbahnen im Überblick, Organe des Kreislaufsystems und ihre Leitungsbahnen, Organe des Atmungssystems und ihre Leitungsbahnen, Oesophagus und Thymus und ihre Leitungsbahnen und Topografische Anatomie.

Das Kapitel C Abdomen und Becken (200 Seiten) ist in folgende Unterthemen gegliedert: Architektur der Bauch- und Beckenhöhle im Überblick, Systematik der Leitungsbahnen im Überblick, Organe des Verdauungssystems und ihre Leitungsbahnen, Organe des Harnsystems und ihre Leitungsbahnen Organe des Genitalsystems und ihre Leitungsbahnen, Topografische Anatomie.

In D Systematik der Organversorgung (17 Seiten) wird die Versorgung der inneren Organe (z.B. Cor, Gaster, etc.) noch einmal gesondert aufgeführt.

Der Atlas liefert zuletzt in E Organsteckbriefe (27 Seiten) noch einmal eine gebündelte Übersicht aller inneren Organe, um direkt alle wichtigen Informationen, zu beispielsweise Aufbau und die Versorgung, beschrieben in einem kurzen Absatz zu erhalten.

 

Der dritte Band, „Kopf, Hals und Neuroanatomie“ umfasst die Untereinheit A Kopf und Hals (260 Seiten) mit den Kapiteln Übersicht, Knochen, Bänder und Gelenke, Systematik der Muskulatur, Systematik der Leitungsbahnen, Organe und ihre Leitungsbahnen, Topografie, Schnittbilder.

Das zweite Kapitel, B Neuroanatomie (232 Seiten), wird in Einführung in die Neuroanatomie, Histologie von Nerven- und Gliazellen, Vegetatives Nervensystem, Hirn- & Rückenmarkshäute, Liquorräume, Telencephalon (Groß- und Endhirn), Diencephalon (Zwischenhirn), Truncus encephali (Hirnstamm), Cerebellum (Kleinhirn), Blutgefäße des Gehirns, Rückenmark (Medulla spinalis) und seine Blutgefäße, Das Gehirn im Schnittbild, und Funktionelle Systeme und klinische Bezüge gegliedert.

In C ZNS: Glossar und Synopsen (52 Seiten) sind Schaubilder aufgeführt, welche beispielsweise die Systematik der Geschmacksbahn oder Bahnen im Hirnstamm übersichtlich darstellen.

 

Hervorzuheben ist, dass es sich bei dem dreibändigen Prometheus Lernpaket Anatomie um drei Lernatlanten handelt. Dies bedeutet, dass die einzelnen Abbildungen mit ausführlichen Erklärungen versehen sind, wohingegen andere Atlanten ihren Abbildungen nur vergleichsweise kurze Beschriftungen beifügen. Daraus resultiert, dass die einzelnen Prometheus Bände über ein gewisses Gewicht verfügen (je ca. 3 Kg). Umfang und Ausführlichkeit der Atlanten ist es daher geschuldet, dass bereits der Transport eines einzelnen Atlas sehr „auf den Rücken“ gehen kann.

In meinen Augen ist es sehr hilfreich, dass sich unter den Abbildungen stets ein erklärender Begleittext befindet. Schließlich muss für das Verständnis einer Abbildung nicht der ausführliche Text gelesen werden, sondern nur optional bei Interesse über das Thema hinaus.

Des Weiteren werden innerhalb jeden Themenbereiches vielfach klinische Bezüge aufgeführt. Diese halfen mir insbesondere, die grundlegenden anatomischen Inhalte weniger abstrakt durch ihren Praxisbezug im Gedächtnis verankern zu können.

 

Die einzige Verbesserung, die die Bearbeitung einzelner Themenbereiche noch weiter erleichtern würde, wäre das Einfügen von kleinen Verweisen auf vorherige oder nachfolgende Seiten, auf denen die gleiche Materie in einem anderen Licht beleuchtet wird. Beispielsweise werden im ersten Band die Knochen des Iliosakralgelenks bzw. das Becken sowohl im Kapitel Rumpf als auch im Kapitel Untere Extremität abgehandelt. Ein kleiner Verweis auf das vorher gehende respektive nachfolgende Kapitel verhindert, dass wichtige Aspekte einer Struktur bei der Bearbeitung vernachlässigt werden bzw. erfordert kein ständiges Nachschauen im Sachverzeichnis . Einschränkend muss hinzugefügt werden, dass diesem Kritikpunkt sehr geringes Gewicht beizumessen ist, da anzunehmen ist, dass stete Verweise innerhalb einzelner Abschnitte das Werk noch umfangreicher machen würden.

Didaktik

Die Abbildungen der Prometheus Lernatlanten sind sehr gut verständlich, selbst ohne Studium des Begleittextes. Zudem findet man sich durch den stringenten Aufbau auch ohne Nachschlagen im Sachverzeichnis sehr schnell zurecht. Beispielsweise werden im zweiten Band beim Bewegungsapparat zunächst die knöchernen Strukturen, im Anschluss die Muskeln und zuletzt die dazugehörigen Leitungsbahnen besprochen. Zudem werden vor allem die Muskel-Schichten sehr systematisch von oberflächlich nach tief abgebildet. In der tiefsten Schicht sind lediglich noch die Ursprünge und Ansätze der oberflächlichen Schicht dargestellt, sodass überlappende Ursprünge respektive Ansätze deutlich sichtbar sind.

Preis

Der Neupreis der Atlanten beträgt 210 €, teilweise sind die Atlanten auch für 149 € erhältlich. Angesichts dessen, dass die Atlanten die einzigen Werke aus der Vorklinik sind, die man mitunter sein ganzes Berufsleben lang behält, ist die Investition in meinen Augen auf jeden Fall ihr Geld wert.

Fazit

Die Prometheus Atlanten bestechen durch ihre Ausführlichkeit, Anschaulichkeit und ihren klaren systematischen Aufbau. Ich persönlich bin sehr zufrieden mit der Anschaffung der Prometheus Atlanten.

PROMETHEUS "Lernkarten des Bewegungssystems“

Kurzbeschreibung:

Die fast 400 Lernkarten werden in ihre funktionellen Systeme mit all ihren Komponenten wie Muskeln, Knochen und Gelenke unterteilt. Gegliedert sind die Karten sehr übersichtlich nach Farben und in den einzelnen Kapiteln mit einem Strichsystem versehen, welches die Kapitelzugehörigkeit anzeigt.
Auf der Vorderseite sind die Abbildungen der Prometheus Atlanten übernommen worden, die auf der Rückseite mit Beschriftungen und Ergänzungen des jeweiligen Themas komplettiert werden. Hier finden sich auch einige prüfungssituationsnahe Fragen, sowie kurze klinische Exkurse.
Mitgeliefert wird ein Metallring, der zum Transport der gerade zu lernenden Karten gedacht ist.

Fazit:

Der Aufbau der Prometheus Lernkarten des Bewegungssystems bietet einen gut strukturierten Leitfaden um das große Stoffgebiet des menschlichen Bewegungsapparates durch zu arbeiten. Die Abbildungen entstammen den Prometheus Atlanten, wodurch eine gute Ergänzung zum Studium geschaffen wird. Mit diesem Vorgehen spricht die Lernbox eher visuelle und praktische Lerntypen an.
Generell ist der optische Aufbau der Karten recht ansprechend. Die Klinischen Hinweise sind für Vorkliniker sicherlich interessant, da im vorklinischen Studienabschnitt der Praxisbezug oft eher zu kurz kommt. Allerdings nehmen die Hinweise je nach Karte ein Viertel bis Drittel des Platzes ein. Dieser geht dadurch für Erläuterungen der Strukturen verloren.
Durch das handliche Format eignen sich die Lernkarten auch hervorragend zum Wiederholen oder Lernen für unterwegs und erleichtert das gemeinsame Lernen, da es eine gute Grundlage für das gegenseitige Abfragen bietet.
Die Lernkarten sind für die Ausbildung in der Physiotherapie gedacht. Daher sind die klinischen Hinweise auch auf physiotherapeutische Inhalte ausgerichtet. Auf der Karte auf der die Adduktoren der Schulter abgefragt werden, wird z.B. auch die Funktionsprüfung derselben erklärt. Für Physiotherapeuten sicherlich interessant, sollte man allerdings, wie ich, mit diesen Karten auf die Anatomieprüfung im Physikum lernen ist dies doch eher nebensächlich.
Ein Anatomie Atlas ist trotz der Lernkarten unabdingbar. In Anbetracht dessen ist die Anschaffung der Karten bei einem Preis von 39,99 Euro keine günstige.
Da die Karten allerdings viel besser zu handhaben sind als ein Atlas und dadurch das flexible Lernen erleichtern,  würde ich das Preis/Leistungsverhältnis als „in Ordnung“ beurteilen.

PROMETHEUS LernKarten der Anatomie, 6.Auflage

Allgemeines

Die 6.Auflage der PROMETHEUS LernKarten der Anatomie umfasst 483 beidseitig bedruckte Karten. Die Karten sind in einer Box zu erhalten und können individuell entnommen werden. Ein beiliegender Ring ermöglicht das Zusammenheften der entnommenen Karten.

Zielgruppe

Die LernKarten richten sich an Studierende der Vorklinik, die die makroskopische Anatomie erlernen oder wiederholen wollen.

Aufbau und Inhalt

Die LernKarten sind in 6 größere Themengebiete (Rücken, Abdomen und Becken, Obere Extremitäten, Untere Extremitäten, Kopf und Hals, Neuroanatomie) untergliedert. Innerhalb der Themengebiete wird der Stoff noch einmal unterteilt. So werden bei den Oberen Extremitäten z.B. zunächst die Knochen und Gelenke, dann die Muskeln, die Gefäßversorgung/Nerven und zu guter Letzt die Querschnitte und die Oberflächenanatomie abgehandelt. Jede Karte besitzt eine Vorder- und Rückseite. Auf der Vorderseite ist immer eine bezifferte Abbildung und manchmal auch eine Frage zum Überprüfen des eigenen Wissens abgedruckt. Die Lösung findet man dementsprechend auf der Rückseite. Zusätzlich dazu befinden sich mitunter auch „Kommentare“ und Muskeltabellen, welche eine Überschicht über Ursprung, Ansatz, Funktion und Innervation ermöglichen.

Didaktik

Die Reihenfolge der Karten ist so aufgebaut, dass man von groß zu klein und von oberflächlich zu tief lernt. Dabei werden häufig dieselben Abbildungen verwendet und nur der Fokus, mittels Bezifferung und nebenstehender Grafik auf der Vorderseite bzw. fettgedruckten Bezeichnungen und z.T. Erläuterung anderer Muskeln auf der Rückseite, verändert, diese Wiederholungen dienen dem positiven Lerneffekt. Auch werden z.B. Muskeln auf den Karten der Gefäßversorgung noch einmal beziffert, um sie einerseits zu wiederholen und andererseits, um einen Zusammenhang/Lagebeziehungen aufzuzeigen. Andersherum werden z.B. bei Muskelkarten die Gefäße und Nerven nicht mit dargestellt.

Preis

Die Karten kosten 39,99EUR. Der Preis ist sowohl für den Inhalt, als auch die robuste Qualität der Karten, angemessen.  Die gute Qualität führt dazu, dass die Karten auch gerne gebraucht verwendet werden können😉 Allerdings ist zu beachten, dass es bei früheren Auflagen noch keine Muskeltabellen gab und der Umfang geringer war.

 

Fazit

Wer das Stoffgebiet sich schon einmal grob in Vorlesung, Übung oder Lehrbuch erarbeitet hat, wird mit den Lernkarten spielend leicht lernen können. Insbesondere vor den Testaten sind die Karten, auch durch die praktische Handhabung mit dem Ring, ein treuer Begleiteter.

Für persönliche Ergänzungen, insbesondere Zusammenhänge, die in diesem Format selten benannt werden, ist ausreichend Platz auf den Karten.

Sobotta: Anatomie - Das Lehrbuch: 1.Auflage Waschke, Böckers, Paulsen (Elsevier)

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Das Anatomie-Lehrbuch wurde in diesem Jahr zum ersten Mal als Sobotta-Äquivalent zur Dualen Reihe herausgegeben. Dabei hat das Buch eine angenehme Handhabung und Größe. Mit dem Buch erhält man zusätzlich einen Online-Zugang für www.studentconsult.com, in welchem die Online-Version des Buches verfügbar sein sollte. Die insgesamt 829 Seiten sind in 5 Kapitel gegliedert.

Aufbau und Inhalt:
Die einzelnen Kapitel sind eher funktionell gegliedert und setzen sich wie folgt zusammen: I Allgemeine Anatomie und Embryologie, II Bewegungsapparat, III Innere Organe, IV Kopf und Hals und V Neuroanatomie. Die sind dabei farblich voneinander getrennt, wobei die weitere Untergliederung in einzelne Themengebiete teilweise etwas unübersichtlich gestaltet ist, so werden z.B. Überschiften nicht besonders deutlich hervorgehoben. Allgemein ist das Inhaltsverzeichnis jedoch sehr ausführlich. Zu Beginn jedes Kapitels werden kurz die Fähigkeiten und Kenntnisse, welche im jeweiligen Kapitel erlangt werden sollen und dem Punkt Kompetenzen zusammengefasst, was einen sehr guten Überblick über das Stoffgebiet verschafft. Danach werden die einzelnen Themengebiete größtenteils in zum Teil sehr langen Fließtexten abgehandelt. Innerhalb der einzelnen Themengebiete gibt es gelb hinterlegte Merkkästen, welche die wichtigsten Inhalte nochmals zusammenfassen. Des Weiteren finden sich häufig farblich hinterlegte Tabellen, welche sich hervorragend zum Lernen und v.a. aber für einen schnellen Überblick eignen. Zahlreiche klinische Bezüge, zumeist am Ende eines Themengebietes, veranschaulichen den jeweiligen Stoff und seine Relevanz.
Inhaltlich werden alle relevanten Themengebiete der Makroanatomie ausführlich behandelt. Wer nach einer rein topografischen Gliederung die Themengebiete lernt, muss jedoch häufig zwischen den Kapiteln springen und sich die passenden Themengebiete erst heraussuchen. Besonders der Teil Embryologie ist teilweise sehr kompliziert und wenig übersichtlich geschrieben und dadurch an vielen Stellen etwas schwer verständlich. Eine Besonderheit des Sobotta-Anatomie-Lehrbuches ist, dass ein gesamtes Kapitel der Neuroanatomie gewidmet ist, welches das Stoffgebiet auch ausführlich behandelt und gut erklärt. Die vorhandenen Abbildungen und Schemata sind stets sehr passend zum jeweiligen Thema gewählt, überschneiden sich jedoch häufig mit den allgemeinen Abbildungen aus dem Sobotta-Atlas. Auch in puncto Beschriftungen sind die Abbildungen zwar sehr ausführlich, jedoch inhaltlich noch ausbaufähig. Häufig wird leider nicht angegeben um welche Ansicht es sich handelt, was das Lernen erschwert.
Allgemein ist das Sobotta-Anatomie-Lehrbuch etwas kürzer und kompakter von der Informationsfülle her als die Duale Reihe, gleichzeitig jedoch teilweise auch etwas unübersichtlicher.

Pro:
Es gibt ein extra Kapitel zur Neuroanatomie, es gibt sehr übersichtliche Tabellen welche oft einen guten Überblick bieten und eine allgemein angenehme Handhabung mit ausreichend Illustration.

Kontra:
Die vielen Fließtexte sind häufig schwerer zu verstehen, als mehrere kurze kompakte Abschnitte und erschweren das gezielte Wiederholen von Inhalten, das erst nach der passenden Stelle gesucht werden muss. Teilweise mangelt es innerhalb der einzelnen Kapitel an Übersichtlichkeit. Da die einzelnen Unterkapitel und Themengebiete von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden gibt es keinen einheitlichen Schreibstil.

Fazit:
Allgemein kann ich das Sobotta-Anatomie-Lehrbuch als gelungene und kürzere Alternative zur Dualen Reihe als Lehrbuch definitiv weiter empfehlen, auch wenn einige Verbesserungen für die kommenden Auflagen wünschenswert sind. Ich habe das Sobotta-Anatomie-Lehrbuch in Kombination mit dem Prometheus als Atlas genutzt. Vor allem bei dieser Variante bietet das Sobotta Lehrbuch eine interessante Ergänzung zu den Atlasinhalten und ermöglicht das Lernen an zusätzlichen Abbildungen, auch wenn es in puncto Ausführlichkeit und Übersichtlichkeit der Dualen Reihe teilweise nachsteht. Lernt man in Kombination mit dem Sobotta-Atlas ist es jedoch etwas schade, dass die Abbildungen sich ständig wiederholen.

Sobotta: Arbeitsbuch Muskeln: 1.Auflage; Wagner (Elsevier)

Ich habe das Sobotta Muskelarbeitsbuch am Anfang des Präpkurses bekommen und es für die anfängliche Vorbereitung auf das Testat „Bewegungsapparat“ verwendet. Für mich persönlich war es eine gute Abwechslung zum sturen Auswendiglernen aus den Muskeltabellen. Durch die selbstangefertigten Skizzen und den dazugehörigen Beschreibungen (Ursprung, Ansatz, Innervation, Funktion sowie klinische Zusatzinformationen) prägt man sich die Lerninhalte schnell und effektiv ein (vorausgesetzt diese Art des Arbeitens entspricht dem jeweiligen Lerntyp) und ist motiviert das Buch zu vervollständigen.

Das Layout des Buches ist übersichtlich, man hat viel Platz für seine Skizzen/Zeichnungen und Bilder aus dem Sobotta Atlas helfen beim Verständnis der Topographie.

 

Das Arbeitsbuch ist eine nette Option um sich Wissen über die wichtigsten Muskelgruppen anzueignen, allerdings ist es nicht unbedingt als Last-Minute Lernmethode geeignet, da das Bearbeiten der Seiten eher zeitaufwendig ist. Für diejenigen, die gut mit dem Konzept zurecht kommen, ist es jedoch einen Blick wert.“

Sobotta: Atlas der Anatomie: 24. Auflage; Paulsen, J.Waschke (Elsevier)

Für jeden Studenten am Beginn des Medizinstudiums stellt sich die Frage: Atlas, und wenn ja welcher?

 

Mit dieser Rezension möchte ich den dreiteiligen Sobotta Atlas vorstellen und auf die Unterschiede zum Konkurrenzprodukt Prometheus eingehen.

 

Die neuste Auflage des Klassikers Sobotta besteht aus 3 Bänden und einer Muskeltabelle, die in einem stabilen Pappschuber aufbewahrt werden. Beim Sobotta handelt es sich um einen reinen Atlas, der Prometheus (auch dreibändig) ist ein Atlas mit integriertem Kurzlehrbuch.

Die Zeichnungen des Sobottas sind sehr detailliert und wirken dadurch deutlich realistischer als die eher schematischen Zeichnungen des Prometheus, was den Sobotta zu dem vermutlich Präziseren der beiden Atlanten macht. Er beschränkt sich darauf, „nur“ ein Atlas zu sein, und diese Aufgabe meistert er sehr gut. In 24 Auflagen wurde er stetig weiter verbessert, gehegt und gepflegt – dem gegenüber stehen lediglich vier Auflagen des Prometheus.

 

Nachteil der genauen Darstellungsweise ist allerdings, dass es besonders unerfahrenen Studierenden schwerfallen kann, sich neue Strukturen zu erschließen, da zuerst „Wichtiges“ von „Unwichtigem“ selbstständig getrennt werden muss und beispielsweise Ursprünge und Verläufe von Muskeln nicht so leicht zu erkennen sind. Beim Prometheus hingegen helfen neben den eher als schematisch zu charakterisierenden Abbildungen natürlich auch die Lehrbuchtexte ungemein beim Verständnis. Ein Sobotta Lehrbuch gibt es auch, es muss aber separat erworben werden, womit der günstigere Preis des Sobottas in Höhe von 169,99 € im Vergleich zu den 199,00 € für einen Prometheus als Kaufargument egalisiert wird.

Ein Pluspunkt für den Sobotta ist sicherlich die getrennte Muskeltabelle. Sie ist dünn und nicht gebunden, was es ermöglicht sie immer und überall mitzunehmen. So kann man auch mal in Bus und Bahn ein paar Ursprünge und Ansätze lernen.

Auch gefallen die regelmäßigen „Klinik-Kästen“, die beim Lernen ständig daran erinnern, wofür das Gelernte später gebraucht wird.

Mir persönlich ging es so, dass mir die Abbildungen des Sobotta umso besser gefielen, je länger ich mit ihnen arbeitete und ich sie inzwischen nicht mehr gegen die doch einfachen und vereinfachenden Darstellungen des Prometheus eintauschen möchte. Auch schön finde ich, dass die Beschriftungen der Abbildungen unterschiedlich gewichtet sind, wichtigere Strukturen werden fettgedruckt hervorgehoben, um dem Nutzer die Einordnung der vielen Informationen wenigstens zu erleichtern.

Speziell für Studierende in der Vorklinik der Uni München gibt es einen weiteren positiven Aspekt der Nutzung des Sobottas: Die Anatomie Vorlesungen sind deutlich näher an diesem angelehnt, als am Prometheus, da einer der Herausgeber an der LMU lehrt und vor allem Sobotta-Abbildungen in seinen Vorlesungen verwendet. Dies vereinfacht das Vor- und Nachbereiten der gelehrten Inhalte.

 

Abschließend bleibt wohl zu sagen, dass es bei diesem Vergleich keinen richtigen Gewinner geben kann, dafür sind die Philosophien der beiden Atlanten zu unterschiedlich.

Manchen sagt aber eben der Prometheus mehr zu, anderen der Sobotta, die Vergabe der Sympathien hängt hier auch vom individuellen Lerntyp des Nutzers ab.

Welcher Atlas nun der richtige für einen selbst ist, sollte man meiner Meinung nach nicht von einer solchen Rezension abhängig machen. Am besten ist es wohl, sich beide Atlanten genau anzuschauen, gegebenenfalls auszuleihen, um probehalber mit ihnen zu arbeiten und anschließend selbst zu beurteilen, welches Layout ein besseres Lernen ermöglicht. Somit ist die Entscheidung für einen Atlas eine der ersten selbstverantwortlichen Entscheidungen für Erstis, und als solche eine angemessen würdige, um das Studium zu beginnen.

Taschenatlas Anatomie, Band 1 Bewegungsapparat: 12.Auflage; W.Platzer bearbeitet von Thomas Shiozawa-Bayer (Thieme)

Allgemeines

Die 12.Auflage des Taschenatlas Anatomie -Bewegungsapparat- (Thieme) umfasst 488 Seiten und 216 Abbildungen. Zusätzlich verfügt das Buch über einen Zugang zur Online Version.

Zielgruppe

Der Taschenatlas richtet sich an Studierende der Vorklinik zum Erlernen und Wiederholen der Anatomie. Er eignet sich aber auch sonst zum Wiederholen/Nachschlagen der makroskopischen Anatomie.

Aufbau und Inhalt

Der Taschenatlas Bewegungsapparat ist in sechs Überkapitel (Allgemeine Anatomie, Stamm, Obere Extremitäten, Untere Extremitäten, Kopf und Hals, Leitungsbahnen) untergliedert.

Neben der Anatomie und Morphologie wurden passende klinische Hinweise, blau unterlegt, und mitunter die Embryologie (Entwicklung) kurz aufgenommen.

Die Seiten des Taschenatlas sind alle gleich aufgebaut. Auf der linken Seite beschreibt ein Fließtext die anatomischen Strukturen. Auf der rechten Seite werden in einer oder mehreren Abbildungen die beschriebenen Strukturen gezeigt. Bei den Abbildungen wurde auf ein Farbsystem zur einfacheren Unterscheidung von Knochen, Gelenkflächen, Muskeln, etc. zurückgegriffen.

Didaktik

Der Taschenatlas ist systematisch aufgebaut. Z.B. werden zunächst Knochen und Gelenke beschrieben und dann die daran wirkenden Muskeln.

Dadurch, dass die Abbildungen nummeriert und nicht beschriftet sind, kann man gut mit ihnen lernen, da die Abbildungen durch fehlende Benennung der Strukturen sehr übersichtlich bleibt. Allerdings kann es zu Beginn verwirrend sein, wenn man erst einmal im Fließtext nach dem Namen der Struktur suchen muss.

Preis

Das Buch kostet 39,99EUR. Den Preis finde ich angemessen.

Fazit

Da ich neben dem Taschenatlas zum Anatomie lernen im Besitz eines „richtigen“ Atlas und eines Lehrbuchs bin, habe ich ihn kaum genutzt. Auch für „unterwegs“ war er für mich persönlich nicht der richtige Begleiter, da er einerseits zu wenig Abbildungen für einen Atlas hat und andererseits die Informationen für ein Lehrbuch zu wenig aufgearbeitet sind. Wer allerdings nur einen groben Überblick erlangen möchte oder den Taschenatlas für die gezielte Wiederholung anatomisch wichtiger Strukturen verwendet, für den ist dieser anspruchsvoll gestaltete Taschenatlas bestimmt das Richtige.

Taschenatlas Anatomie, Band 3 Nervensystem und Sinnesorgane: 12.Auflage; W.Kahle, M.Frotscher bearbeitet von Frank Schmitz (Thieme)

Allgemeines

Die 12.Auflage des Taschenatlas Anatomie – Nervensystem und Sinnesorgane (Thieme) umfasst 440 Seiten und 190 Abbildungen. Zusätzlich verfügt das Buch über einen Zugang zur Online Version.

Zielgruppe

Der Taschenatlas richten sich an Studierende der Vorklinik zum Erlernen und Wiederholen der Anatomie. Er eignet sich aber auch sonst zum Wiederholen/Nachschlagen der makroskopischen Anatomie.

Aufbau und Inhalt

Der Taschenatlas Nervensystem und Sinnesorgane ist in zwölf Überkapitel (Einleitung, Grundelemente, Rückenmark, Hirnstamm, Kleinhirn, Zwischenhirn, Endhirn, Gefäß- und Liquorsystem, Vegetatives Nervensystem, Funktionelle Systeme, Auge, Gehör- und Gleichgewichtssystem) untergliedert.

Neben der Topografie und Struktur wurden passende klinische Hinweise, blau unterlegt, mit aufgenommen.

Die Seiten des Taschenatlas sind alle gleich aufgebaut. Auf der linken Seite erläutert ein Fließtext die anatomischen Strukturen. Auf der rechten Seite werden in einer oder mehreren Abbildungen die beschriebenen Strukturen gezeigt.

Didaktik

Der Taschenatlas ist systematisch aufgebaut. Zunächst wird ein Überblick über das Nervensystem gegeben und der grobe Gehirnaufbau und die Entwicklung beschrieben. Anschließend werden die einzelnen Elemente des Nervensystems besprochen.

Dadurch, dass die Abbildungen nummeriert und nicht beschriftet sind, kann man gut mit ihnen lernen, da die Abbildungen durch fehlende Benennung der Strukturen sehr übersichtlich bleibt. Allerdings kann es zu Beginn verwirrend sein, wenn man erst einmal im Fließtext nach dem Namen der Struktur suchen muss.

Die Abbildungen sind durchweg sehr schematisch.

Preis

Das Buch kostet 39,99EUR. Den Preis finde ich angemessen.

Fazit

Da ich neben dem Taschenatlas zum Anatomie lernen im Besitz eines „richtigen“ Atlas und eines Lehrbuchs bin, habe ich ihn kaum genutzt. Auch für „unterwegs“ war er für mich persönlich nicht der richtige Begleiter, da er einerseits zu wenig Abbildungen für einen Atlas hat und andererseits die Informationen für ein Lehrbuch zu wenig aufgearbeitet sind. Wer allerdings nur einen groben Überblick erlangen möchte oder den Taschenatlas für die gezielte Wiederholung anatomisch wichtiger Strukturen verwendet, für den ist dieser anspruchsvoll gestaltete Taschenatlas bestimmt das Richtige.

Taschenlehrbuch Anatomie: 2. Auflage (Thieme)

Allgemeines:

Das Taschenlehrbuch Anatomie vom Thieme-Verlag umfasst 760 Seiten und ist als Softcover oder Online-Version erhältlich. Es behandelt alle Themen der Allgemeinen Anatomie, des Bewegungsapparats, der Brust-, Bauch- und Beckeneingeweide und die Embryonalentwicklung, Hals und Kopf, Sinnes- und Nervensystem, sowie Systematik der Muskeln und Leitungsbahnen. Der Preis liegt bei 49,99 €.

Aufbau und Inhalt:

Der Inhalt wird hauptsächlich in Form von Fließtext vermittelt. Dabei enthält das Buch auch einige Abbildungen und Tabellen (vor allem für die Muskeln und Leitungsbahnen im Anhang). Vor jedem Kapitel ist eine Zusammenfassung des behandelten Themas in einem blauen Kasten zu finden und zwischen den Textpassagen werden klinische Bezüge in grünen Kästen dargestellt. Relevante Begriffe sind im Text hervorgehoben.

Pro:

Das Buch ist kompakt und für den Umfang relativ leicht. Im Gegensatz zu den Atlanten lässt es sich daher gut in die Uni mitnehmen. Für das Verständnis der inneren Organe ist der Fließtext hilfreich. Die verwendeten Abbildungen stammen zum Teil aus der Prometheus-Reihe, sind jedoch mit Zahlen beschriftet. Die Benennung ist in den Legenden zu finden, wodurch die Bilder deutlich übersichtlicher werden.

Kontra:

Der Fließtext eignet sich hingegen schlecht zum Lernen der Muskeln und Leitungsbahnen

Allgemeines:

Das Taschenlehrbuch Anatomie vom Thieme-Verlag umfasst 760 Seiten und ist als Softcover oder Online-Version erhältlich. Es behandelt alle Themen der Allgemeinen Anatomie, des Bewegungsapparats, der Brust-, Bauch- und Beckeneingeweide und die Embryonalentwicklung, Hals und Kopf, Sinnes- und Nervensystem, sowie Systematik der Muskeln und Leitungsbahnen. Der Preis liegt bei 49,99 €.

Aufbau und Inhalt:

Der Inhalt wird hauptsächlich in Form von Fließtext vermittelt. Dabei enthält das Buch auch einige Abbildungen und Tabellen (vor allem für die Muskeln und Leitungsbahnen im Anhang). Vor jedem Kapitel ist eine Zusammenfassung des behandelten Themas in einem blauen Kasten zu finden und zwischen den Textpassagen werden klinische Bezüge in grünen Kästen dargestellt. Relevante Begriffe sind im Text hervorgehoben.

Pro:

Das Buch ist kompakt und für den Umfang relativ leicht. Im Gegensatz zu den Atlanten lässt es sich daher gut in die Uni mitnehmen. Für das Verständnis der inneren Organe ist der Fließtext hilfreich. Die verwendeten Abbildungen stammen zum Teil aus der Prometheus-Reihe, sind jedoch mit Zahlen beschriftet. Die Benennung ist in den Legenden zu finden, wodurch die Bilder deutlich übersichtlicher werden.

Kontra:

Der Fließtext eignet sich hingegen schlecht zum Lernen der Muskeln und Leitungsbahnen. Aufgrund der Stoffmenge, die das Buch umfasst, beinhaltet es deutlich weniger Abbildungen als die Atlanten. Teilweise sind bei U, A, F, I der Muskeln Fehler, daher müssen diese Angaben immer verglichen werden. Für das Lernen auf die Testate ist das Buch nicht ausreichend, für die Vorbereitung auf das Physikum hingegen zu umfangreich.

Fazit:

Das Buch stellt eine gute Ergänzung zu den PROMETHEUS LernAtlanten da, ist allerdings nicht unbedingt notwendig.

. Aufgrund der Stoffmenge, die das Buch umfasst, beinhaltet es deutlich weniger Abbildungen als die Atlanten. Teilweise sind bei U, A, F, I der Muskeln Fehler, daher müssen diese Angaben immer verglichen werden. Für das Lernen auf die Testate ist das Buch nicht ausreichend, für die Vorbereitung auf das Physikum hingegen zu umfangreich.

Fazit:

Das Buch stellt eine gute Ergänzung zu den PROMETHEUS LernAtlanten da, ist allerdings nicht unbedingt notwendig.

Feneis‘ Bild-Lexikon der Anatomie – Wolfgang Dauber, 11. Auflage

Allgemeines

Die 11. Auflage des Feneis‘ Bild Lexikon der Anatomie umfasst inklusive Glossar 558 Seiten, ohne Glossar 474 Seiten. Es enthält 8000 anatomische Fachbegriffe und über 800 Abbildungen. und 190 Abbildungen.

 

Zielgruppe

Feneis‘ Bild Lexikon richtet sich nach eigenem Vorwort an „ jeden auf den Gebieten der Anatoimie und Medizin tätigen Arzt und dessen Assitenten.“ Ich selbst würde, wie in meinem Fazit erwähnt, hier noch PräparationsassistentInnen und -dozentInnen hinzufügen.

Auf jeden Fall sind eher Studierende, die schon mit der Materie vertraut sind, da es sich eher um ein Wörterbuch / Nachschlagewerk als ein Lehrbuch handelt.

 

Aufbau und Inhalt

Das Buch dient quasi als Wörterbuch. Auf der linken Seite finden sich die Fachbegriffe wieder – auf der rechten Seite zugehörige Bilder.

Die Gliederung in 22 Kapitel ist detailliert in die einzelnen Systeme des Körpers aufgeteilt & der Glossar ermöglich ein schnelles Finden der Strukturen. Der gesamte makroskopische Körper wird in diesem Buch abgedeckt (auch einige mikroskopische Elemente sind enthalten, jedoch nicht Fokus des Buchs).

Erklärende Worte gibt es zu den Begriffen kaum – es geht schlicht um deren Definition. Bei der Muskulatur werden diese mit Ursprung, Ansatz und Innervation aufgeführt.

Die Abbildungen sind der überzeugende Teil dieses Buches, das sich nicht als Lehrbuch eignet.

 

Didaktik

Die Abbildungen sind didaktisch erste Klasse: klar, schlicht, schwarz-weiß und keine unnötigen Details. Auch, dass man diese nicht bereits aus seinem Lehrbuch kennt, ermöglichen einen neune Blick auf den Situs. Zum Lehrtext lässt sich didaktisch wenig sagen – es ist eben ein Wörterbuch.

 

Preis

Persönlich hätte ich die 39,99€ nicht voll gezahlt – eine gebrauchte Version für einen günstigeren Preis würde ich mir holen (lieber als einen Benninghof – das ist jedoch subjektiv). Für Studierende und/oder Dozierende, die sich im Gebiet der Anatomie/Rechtsmedizin niederlassen wollen, kann ich mir vorstellen, dass sich die Neu-Anschaffung durchaus lohnt.

 

Fazit

Ich bin sehr froh, dass ich das Buch für meine Arbeit als Präpartionsassistentin besitze & schlage darin gerne auch im Kurs bei begrifflichen Unklarheiten, etc. nach – würde das Buch jedoch nicht als Buch zum Erlernen der Strukturen empfehlen.

Löffler/Petrides: Biochemie und Pathobiochemie: 9.Auflage; Heinrich, Müller, Graeve (Springer)

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Die 9. Auflage des Löfflers umfasst 5 Sektionen mit 74 Kapiteln, von denen 17 komplett neu verfasst und die restlichen überarbeitet wurden.
Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Einführung, die das Thema in einen inhaltlichen Zusammenhang bringt und einen Überblick gibt, was auf den nächsten Seiten zu erwarten ist. Am Ende folgt eine Zusammenfassung über das jeweilige Thema.

Inhalt:
Die inhaltliche Struktur hat mir sehr gut gefallen. Das Buch beginnt mit biochemischen Grundlagen, erläutert dann den Stoffwechsel und anschließend die Molekularbiologie. Abschließend gibt es eine Sektion über die Biochemie der einzelnen Organe. Das beste am Löffler sind für mich die Abbildungen, die immer sehr strukturiert und vor allem nicht so überladen sind wie in anderen Lehrbüchern.

Der Text ist meiner Meinung nach manchmal ein bisschen zu ausführlich und eine Seite im Löffler kann sich je nach Thema ganz schön ziehen. Wenn es einem noch an biochemischem Grundverständnis fehlt, fällt es an manchen Stellen etwas schwer zu folgen.

Besonders gut hat mir der letzte Teil: „Funktionelle Biochemie der einzelnen Organe“ gefallen. Hier wird die Biochemie mit den anderen beiden großen Fächern, Anatomie und Physiologie, in einen Zusammenhang gebracht. Das ist vor allem bei der Physikumsvorbereitung sehr hilfreich und trägt zu einem generellen Grundverständnis aller drei Fächer bei.

Fazit:
Der „große“ Löffler ist definitiv ein gutes Lehrbuch mit sehr anschaulichen Abbildungen. Trotzdem würde ich ihn eher als Ergänzung zur Dualen Reihe oder einem Kurzlehrbuch empfehlen. Er ist als Nachschlagewerk für sehr interessierte Studenten durchaus gut geeignet. Wenn man einfach nur eine Klausur bestehen will, ist dieses Buch sicher viel zu umfangreich. Außerdem ist es durch die vielen Details schwer die Kernaussagen zu behalten.
Als Vorbereitung auf das mündliche Physikum oder für ein Referat ist es wiederum sehr zu empfehlen, da hier Detailwissen oft notwendig ist.

Lernkarten: "Fabelhafte Biochemie": 1.Auflage; Christian Bormann (Thieme)

In meiner Rezension möchte ich Euch gerne die Biochemie Lernkarten „Fabelhafte Biochemie“ vorstellen. Besprochen werden vor allem die Grundlagen der Biochemie und die wesentlichen Stoffwechselwege.

 Die Lernkarten richten sich an die VorklinikerInnen des 2. und des 3. Semesters, die gerade über den dicken Biochemie Büchern sitzen und ein wenig spielerische Abwechslung suchen. Aber auch für die Physikumskandidaten, die die Grundlagen und die Stoffwechselwege wiederholen möchten, sind die Lernkarten eine lustige und farbenfrohe Alternative zu Endspurt, Amboss und Co.

 Die 27 aufklappbaren Lernkarten sind in einer praktischen, stabilen DIN A5 Box verpackt, sodass man sie überall mit zum Lernen nehmen kann.

Zunächst findet man eine Legende, die man sich aufmerksam durchlesen sollte, da der Lernerfolg somit noch größer wird.

Dann geht es auch schon mit dem richtigen Lernstoff los, welcher sich in vier große Bereiche gliedert.

Zu Beginn werden die Strukturformeln der Aminosäuren besprochen, die die Grundlage für die weiterführenden Karten bilden. Dabei sind die verschiedenen Gruppen der Aminosäuren sehr gut auf drei Karteikarten unterteilt, sodass die Übersichtlichkeit gegeben ist. Zu jeder Aminosäure gibt es einen kurzen, lustigen Satz beziehungsweise Spruch, der das Auswendiglernen erleichtern soll.

Nach einem knappen Überblick über die Enzymkinetik, werden auf den restlichen 17 Karten die wichtigsten Stoffwechselwege durchgegangen. Der Aufbau der einzelnen Karten lässt sich dabei in drei Bereiche gliedern:

  • Zuerst werden farbenfrohe Bildergeschichten dargestellt, zum Visualisieren und, besonders gut für das Physikum, um das freie Erzählen spielerisch zu erlernen.
  • Den zweiten Teil bilden lustige, aber auch teils spannende Geschichten.
  • Zu guter Letzt werden Synonyme aufgelistet, sodass das Erlernte auf verschieden Wegen und mit vielen Metaphern gefestigt werden kann.

Aufgrund dieses immer wiederkehrenden Aufbaus erscheinen die Karten trotz vieler Farben und des dreistufigen Aufbaus sehr geordnet und ansprechend.

 

Wer die Grundlagen der Biochemie und die vielen Stoffwechselwege gerne spielerisch lernt, für den sind die 29,99€ eine gute Investition. Allerdings muss man dazusagen, dass es auch wesentlich preisgünstigere Angebote gibt, hinsichtlich des Stoffes, der in den Lernkarten angesprochen wird.

 

Lernkarten helfen immer wieder vielen Studierenden zum Lernen als auch zum Wiederholen. Wer dies gerne spielerisch macht, sich Geschichten erzählt oder ein wahrer Künstler bei seinen Lernzetteln wird, für den sind die Lernkarten genau das Richtige.

Man muss jedoch sagen, dass die Lernkarten kein richtiges Lehrbuch ersetzen und lediglich ein Zusatzangebot darstellen.

Bestimmt sind die Lernkarten nicht für jeden Studierenden geeignet, doch wer gerne mit Eselsbrücken, Wortspielen und bunten Bildern lernt, für den sind sie umso besser.

Stoffwechsel- und Formelsammlung: 2.Auflage; Urban&Fischer (Elsevier)

Die Stoffwechsel- und Formelsammlung Biochemie erschien 2016 in der zweiten Auflage. Das Heft enthält zusätzlich einen Online-Zugang zu www.plus-im-web.de, mit welchem Zugriff auf weitere Themen hat und sich die Stoffwechselwege als Poster ausdrucken kann.

Aufbau & Inhalt:

Auf nur 56 Seiten wird in diesem Heft eine Übersicht über Stoffwechselwege, Hormone, Enzyme etc. geliefert. Während die wichtigsten Stoffwechselwege als Schemata dargestellt, sind Hormone und Enzyme als Tabelle aufgelistet. Ebenso enthält das Heft eine Übersicht aller Aminosäuren und Vitamine, sowie den genetischen Code und einen Ausschnitt wichtiger Maßeinheiten. Es sind keine Fließtexte oder Erklärungen enthalten.

Minus:

Die Schemata der Stoffwechselwege wurden sehr kurz gehalten, teilweise wurde jedoch zu viel an Coenzymen und Cosubstraten gespart. Die Tabellenform zu Darstellung der Enzyme und Hormone ist zum Auswendiglernen sehr hilfreich, bietet jedoch keine Grundlage zum Verständnis der Inhalte. Schade ist auch, dass die Enzyme, die vorne in Zusammenhang mit den Stoffwechselwegen erwähnt werden, erst sehr am Ende des Buches und nicht themennahe wieder aufgegriffen werden.

Plus:

Das Heft bietet sehr gut strukturiert einen guten Überblick über die Stoffwechselwege. Besonders schön werden hier die Beziehungen der Wege untereinander dargestellt. Durch farblichen Hintergrund werden auch verschiedene Kompartimente dargestellt, sodass die Wege auch im Kontext der Zelllage gezeigt werden. In den anderen Punkten dient es als gutes Nachschlagewerk und eignet sich gut zur Wiederholung. Durch seine DIN A5 Größe und das weiche Cover ist es sehr handlich und passt super in jede Tasche.

Fazit:

Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um eine Sammlung. Diese kann ein Lehrbuch nicht ersetzen, sondern bietet eine gute Ergänzung zum Lernen biochemischer Inhalte. Sie ist als Ersatz für Lernzettel sehr gut geeignet, jedoch müssen Lücken selbstständig erkannt und aufgearbeitet werden. Alles in Allem würde ich die Stoffwechsel- und Formelsammlung jedoch sehr empfehlen, da man sich die Mühe für das Erstellen eigener Karteikarten sparen kann und trotzdem eine handliche Übersicht hat. Als Nachschlagewerke kann es später dann z.B. beim Physikum sehr gut als Auffrischung dienen.

Survival-Kit Biochemie: 1.Auflage; Paul Yannick Windisch (Elsevier)

Allgemeines:

Das Taschenbuch eignet sich für Studenten der Vorklinik. Auf 328 Seiten ist der Stoff der Biochemie kompakt zusammengefasst. Dabei ist es handlich, nicht zu schwer und eignet sich gut zum Mitnehmen in die Uni. Der Preis liegt bei 24,99€.

 

Aufbau und Inhalt:

Im ersten Kapitel werden Grundlagen der Chemie wiederholt. Anschließend werden die Themen „Stoffwechselwege“, „Grundstruktur der Zelle“, „Kohlenhydratstoffwechsel“, „Lipidstoffwechsel“, „Genetik“, „Proteine“, „Blut“, „Immunsystem“, „Hormone“, „Vitamine“, „Nährstoffaufnahme“ und „Methoden im Labor“ behandelt. Wichtige Infos sind in Tabellen dargestellt. Außerdem wird der Fließtext durch viele hilfreiche Darstellungen ergänzt.

 

Pro:

Das Buch erklärt Biochemie auch ohne Vorwissen verständlich. Zwischen den Absätzen sind Kästen, aus denen der Leser Lerntips und Hintergrundwissen („Für Ahnungslose“) erfährt. Hinweise wie z.B. „Solltet ihr vor eurer BC Klausur in Zeitnot geraten, könnt ihr dies Kapitel überspringen (…)“ helfen, den Fokus auf die wichtigsten Themen zu legen und sich gezielt auf die Klausur vorzubereiten, auch wenn die Zeit knapp wird. Am Ende jedes Kapitels finden sich Übungen um das Gelernte zu rekapitulieren. Die Lösungen hierzu stehen im letzten Kapitel. Außerdem bekommt man mit dem Buch einen kostenlosen 14-tägigen Zugang für die Amboss-Plattform.

 

Kontra:

Das Buch eignet sich nur bedingt für die Aneignung vertieften Wissens im Fach Biochemie, da es manche Themen nur oberflächlich behandelt. Die vorliegende erste Auflage ist 2017 erschienen. Man findet ein paar Rechtschreibfehler – bisher sind aber noch keine groben inhaltlichen Fehler aufgefallen.

 

Fazit:

Möchte man gut im Fach Biochemie bestehen, reicht dieses Buch vermutlich nicht aus. Allerdings schafft es eine solide Wissensgrundlage und ist – wie der Titel sagt – ein Survival-Kit für Studenten, die sich mit dem Stoff schwer tun oder für Last-Minute-Lerner. Es liest sich sehr angenehm und beschränkt sich dabei auf das Wesentliche.

Leben mit Gift - Wie Tiere und Pflanzen damit zurechtkommen und was wir daraus lernen können: 1.Auflage; D.Mebs (Hirzel)

512vzu1os7l-_sx331_bo1204203200_ISBN: 978-3-7776-2575-1
Preis: 24.90 €

Mit diesem Buch hat ist es dem Rechtsmediziner Dietrich Mebs, aus Frankfurt am Main, gelungen einen sehr unterhaltsamen und interessanten Einblick in die Welt der „Giftbiologie“ zu schaffen. Nach einer kleinen Präambel geht die Reise durch sämtliche Teile dieser Erde los. Auf ca. 135 Seiten erzählt der Autor in einer sehr angenehmen Schreibweise, von ganz kleinen und ganz großen Giftspezialisten.
Dieses Buch stellt keine einfache Auflistung sämtlicher giftiger Tiere und Pflanzen auf dieser Erde dar und hat wenig Gemeinsamkeiten mit den Toxikologiekapiteln klassischer Pharmakologielehrbücher. Vielmehr liest sich dieses Buch wie ein Ausflug durch die Evolution, in der es Pflanzen und Tiere geschafft haben Gifte zu produzieren und sich gleichsam vor diesen zu schützen. Oder wie es nicht giftige Tiere schaffen, sich vor giftigen Lebewesen zu schützen.
Mebs schafft es, die Sachverhalte nicht langweilig und gleichzeitig nicht zu oberflächlich, zu vermitteln. So finden sich hier und da auch ein paar Reaktionspfeile und Enzymnamen aber eben so, dass zu keinem Zeitpunkt der Eindruck entsteht, man blättere in einem Biochemielehrbuch. Es sind eher kleine Geschichten, in denen der Autor erzählt welche Abenteuer er unternommen hat, um exotische Tiere zu finden, um dann darzulegen, was an ihnen so besonders ist. Durch kleine Exkurse erfährt man ergänzend, was beispielsweise ein biologisches Mimikry ist oder welcher Naturforscher wie, wo und wann einen neue Art entdeckt hat. Man findet zu fast jedem beschriebenen Lebewesen schöne Bilder, sodass man mit der Phantasie nicht ganz allein gelassen wird. Dem wissenschaftlichen Schreibstil angelehnt, sind die Inhalte mit Indices versehen und ein ausführliches Quellenverzeichnis bietet noch mehr Literatur zur Interessensvertiefung.

Dieses Buch war für mein Empfinden wirklich sehr kurzweilig und interessant. Die Beschreibungen und Abbildungen der Tiere und Pflanzen wecken den „Hobbybiologen“, der sich gleich mit Taschenlampe und Kescher auf die Jagt macht. Für mich hätten es auch gerne ein paar Seiten mehr sein können. Wer also schon immer mal etwas über Myrmekophilie oder die Grashüpfermaus wissen wollte oder warum Hunde nicht an Igeln lecken sollten, der sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen.

Prüfungstraining Chemie für Mediziner: 3.Auflage; A.Zeeck (Elsevier)

„Übung macht den Meister“, der Slogan, oder besser gesagt das Dogma des Übungsheftes für die Chemieklausur zu Beginn des langen Medizinstudiums. Übung ist wichtig, aber wie erfolgreich es am Ende ist, ist vor allem von dem Weg abhängig. Diesen Weg kann man mit dem im folgenden rezensierten Buch von Axel Zeeck erfolgreich bestreiten.

Das „Prüfungstraining Chemie für Mediziner“ in der dritten Auflage, veröffentlicht 2018 im Elsevier Verlag, setzt die eigenständige Literatur des dazugehörigen Lehrbuches voraus und soll nur zur Ergänzung und zur Selbstkontrolle dienen. Das wird auch im Laufe des Erarbeitens sehr deutlich: an einigen Stellen fehlen hinreichende Erklärungen beziehungsweisen wären überhaupt erwünscht. Wie funktioniert der Rechenweg genau? Warum ist das Ergebnis bei der Multiple Choice Frage plausibel? Mit allen diesen Fragen bleibt der Student allein und muss einige Zeit dafür mit dem Lehrbuch investieren, damit er endlich zu einer zufriedenstellenden Antwort gelangt.

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt ankommen: Das Prüfungstraining ist tatsächlich nur für Studenten geeignet, die seit Jahren kein Chemieunterricht mehr genossen oder dort nicht viel lernten. Die Aufgaben fangen beim Aufbau des Periodensystems und dem allgemeinen Aufbau eines Atoms und der chemischen Verbindungen statt. Wer sich in seiner Freizeit oder in der Schule nur ein bisschen intensiver mit der Materie Chemie auseinandersetzte, fühlt sich schnell nach den ersten sechs Kapiteln gelangweilt. Aber dennoch sind die auch ersten Kapitel sehr wichtig und dienen Anfängern und Wiedereinsteiger als sinnvolle Heranführung an das spannende und lehrreiche Fach Chemie.

Diese Einstellung greift das Übungsheft ebenfalls auf und stellt schon im Vorwort dar, dass die Orientierung in der Chemie auch außerhalb des Lehrbuchs benötigt wird und sinnvoll ist. In dem Kontext ist auch erwähnenswert, dass es immer wieder gelungene Verweise auf andere Fächer, die noch im weiteren Studium der Medizin thematisiert werden, gibt (Biochemie, Physiologie, Histologie). Außerdem punktet das Buch an dieser Stelle auch mit den Aufgaben „Medizin und Alltag“ beziehungsweise „Medizin und Chemie“. Dazu werden in jedem Kapitel Aufgaben gestellt, sodass sich der Student immer vor Augen führen kann, warum die Auseinandersetzung mit der Chemie so entscheidend ist und man gleichzeitig beim Knobeln noch Spaß haben kann.

Zu Beginn werden zunächst alle Aufgabentypen, die in dem Übungsheft vertreten sind, vorgestellt, sodass das Buch sehr übersichtlich erscheint und man direkt weiß, was einen erwartet. Zudem sind die Aufgabentypen in jedem Unterkapitel in der gleichen Reihenfolge und häufig auch in der gleichen Anzahl vertreten. Insgesamt ist das Layout in dem Kapitel „Fragen“ sehr gelungen, auch allein schon durch die Farbauswahl, die großzügige Gestaltung der einzelnen Seiten und der Symbole am Seitenrand, die auf den jeweiligen Aufgabentyp verweisen. Ferner ist es inhaltlich sehr gut, da die Aufgaben meist sehr spielerisch sind, wie beispielsweise der Aufgabentyp „Netzdenken“, der an ein Kreuzworträtsel erinnert. Die dargestellten Strukturformeln helfen beim Lernen und Wiederholungen, das sehr gut durchdacht ist, weil diese häufig auch in den Klausuren, sowohl Chemie als auch Biochemie, gefragt werden. Dennoch muss man leider sagen, dass wichtige chemische Gleichungen nur sporadisch angesprochen werden. Im gesamten Kapitel „Fragen“ wird zum Beispiel nur einmal mit der Nernst Gleichung gerechnet, obwohl diese auch essentiell in anderen Fächern ist. Ebenfalls wäre es vielleicht eine Überlegung wert seitens des Verlages, die Anzahl der Multiple Choice Fragen zu erhöhen, da dies der Fragentyp in der bevorstehenden Klausur ist. Auch wenn die Autoren es aus didaktischen Gründen für nicht sinnvoll halten, würde es den Studenten wahrscheinlich ein besseres Gefühl vermitteln.

Nachdem am Anfang auch schon glücklicherweise beschrieben wird, wo die Lösungen zu finden sind, enttäuschte das Buch ein wenig in diesem Kapitel. Wie bereits erwähnt, fehlen die Erklärungen, sodass man seine Fehler nicht direkt verstehen kann und das Layout erscheint ebenfalls ein wenig unübersichtlich (viel Text auf wenig Raum). Allerdings ist die Anordnung, dass alle Lösungen gebündelt nach den Fragen auftauchen sehr gut, da das Buch so insgesamt übersichtlicher ist.

Und wenn man dann dachte, es käme das Ende, so durfte man sich noch über weitere Übungsaufgaben freuen. Der Anhang kann wieder auf ganzer Linie überzeugen: die vorangegangenen Lösungen mit den fehlenden Erklärungen sind schnell vergessen, da hier Beispielaufgaben gerechnet werden und darunter direkt der Lösungsweg samt Erklärung zu finden ist. Auch wenn hier leider das Layout dem Layout der Lösungen entspricht und die Aufgaben in einer anderen Reihenfolge als in den vorherigen Kapiteln vorliegen, so kann es doch überzeugen, indem beispielsweise wichtige Grundrechenregeln des Logarithmus ausführlich wiederholt werden.

Besonders erwähnenswert ist, dass im letzten Drittel des Buches nochmals Multiple Choice Fragen zum Kreuzen sind. Unglücklicherweise gehen sie ein wenig unter und man sollte sie besser markieren beziehungsweise hervorheben, da die Idee einer langen Liste solcher Fragen durchaus sinnvoll ist und seine Daseinsberechtigung hat.

 

„Bisher durchgehalten“, so endet dieses Buch und obwohl es negativ konnotiert ist, so entspricht es in keiner Weise dem „Prüfungstraining Chemie für Mediziner“. Die sehr amüsanten Lebensweisheiten des Nachwortes bringen einen nochmal zum Lachen und gleichzeitig zum Nachdenken bei einem wahrscheinlich rauchenden Kopf, falls man alle Aufgaben bearbeitet hat. Doch es lohnt sich – vor allem für Einsteiger, die all ihre Chemie Unterlagen der Schule in die letzte Ecke packten oder gar nicht mehr besitzen. Der Einstieg wird dem Studenten durch die spielerische Auswahl der Aufgaben erleichtert und man merkt, dass Chemie doch ein tolles Fach sein kann, was nicht nur aus irgendeiner komischen Tabellen besteht, die man in der sechsten oder siebten Klassen auswendig lernen sollte (diese Tabelle, das Periodensystem findet sich, genauso wie eine Tabelle mit den SI Einheiten, im Einband).

Survival-Kit Biologie: 1.Auflage; P.Windisch (Elsevier)

Vor kurzem habe ich die Möglichkeit bekommen, das Buch – Survival-Kit Biologie 1. Auflage von Paul Yannik Windisch zu rezensieren.

Erster Eindruck:
Ein bunt illustriertes, fließend zu lesendes Buch.

Inhalt und Aufbau:
Das Buch besteht aus 7 Kapiteln (114 Seiten) und umfasst alle großen Themen in der Biologie, die für das Physikum oder den Biologie-Kurs für Humanmediziner wichtig sind. Am Ende jedes Kapitels finden sich Übungen zum jeweiligen Thema, deren Lösungen im 7. Kapitel zusammen aufgelistet sind. Zahlreiche farbige Kästen, wie „Tipps und Tricks“, „für die Klausur“, oder ganz viele Kästen „für Ahnungslose“ machen das Buch noch interessanter und gut geeignet für die schnelle Vorbereitung sowohl auf die Klausur, als auch auf das Physikum. Viele farbige Bilder veranschaulichen das im Text besprochene Thema. Das Buch ist in einer einfachen und gut verständlichen Sprache geschrieben ist, was zum schnellen Lesen sowie Verstehen beiträgt. Am Ende des Buches gibt es ein Register, das hilfreich ist, um schnell einzelne Themen nachzuschlagen. Was ich persönlich noch besser fände wäre, wenn das Buch noch ein Lexikon bzw. Glossar hätte.

Fazit:
Das Buch ist aktuell erhältlich für EUR 19,99. Wie bei jedem Kurzlehrbuch gilt es auch hier zu berücksichtigen, dass das Format des Buches dem Autor wenig Möglichkeit gibt, manche Themen oder einige Aspekte detaillierter zu besprechen. Allerdings ist es für diejenigen mit Biologie-Vorkenntnissen in jedem Fall ausreichend zum Lernen.

Kurzlehrbuch Histologie: 4.Auflage; N.Ulfig (Thieme)

41DlKSnibWL._SX354_BO1,204,203,200_Allgemeines:
Das Kurzlehrbuch Histologie von Norbert Ulfig befasst sich mit der Zytologie und Histologie. Hier werden zuerst die Gewebetypen, später die organspezifischen Themen vorgestellt. Das Lehrbuch folgt somit ungewollt dem Aufbau des Histologiekurses. Es hat eine angenehme Handhabung und Größe, die es erlaubt das Buch jederzeit mitzunehmen. Beim Aufschlagen fallen die angenehme farbliche Gestaltung, die vielen Abbildungen sowie die vorhergehobenen Merkkästchen und Check-up- bzw. Lerncoach- und Lerntippspalten auf. Diese helfen nicht nur das gelernte Wissen zu rekapitulieren, sondern auch einen Schwerpunkt zu setzen und wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden. Das Kurzlehrbuch hat zudem ein Onlineangebot, mit dem Inhalte auf Smartphones und Computern genutzt werden können.

Aufbau und Inhalt:
Vom inhaltlichen Aufbau des Buches unterliegt es einer klaren Gliederung. Zu Anfang eines jeden Kapitels steht ein klinisches Fallbeispiel. Dieses wirkt nicht nur motivierend, sondern zeigt auch auf welche Funktion und Nutzen das erlernte Wissen im medizinischen Kontext hat. Darauf folgt ein kurzer allgemeiner Überblick mit einigen Grundlageninformationen zum Thema, welches anschließend klar gegliedert vertieft wird.
Die Texte haben eine sinnvolle Länge und setzen die klare Gliederung fort, indem immer wieder Begriffe hervorgehoben sind. Dies erleichtert nicht nur das Erarbeiten der Materie, sondern auch den Stoff zu wiederholen und sich zu orientieren. Die Abbildungen, die nebenan stehen, unterstützen auch das Erlernen. Da es oft Schemazeichnung sind, bekommt man zwar eine gute Vorstellung vom prinzipiellen Aufbau, aber lernt nicht die Struktur in Realität kennen. Hier könnte man zum Beispiel im Onlineangebot zusätzliche Präparate zeigen, damit die Studenten noch mehr reale Abbildungen sehen können.
Das Kurzlehrbuch beschränkt sich in der Zytologie und in der Histologie auf die wesentlichen Informationen. Diese sind manchmal etwas schwer verständlich, die man noch eimal nachlesen muss. Das ist jedoch die Ausnahme. Prinzipiell ist der Inhalt verständlich dargestellt und es lässt sich sagen, dass das Kurzlehrbuch alle wesentlichen Informationen enthält, um eine Prüfung gut zu bestehen und dabei einen vernünftigen Lernaufwand zu haben.

Schwachpunkte:
Störend sind zwei Punkte: Erstens werden bisweilen bereits vorgestellte Fachbegriffe in den folgenden Kapiteln nicht aufgriffen, sondern durch deutsche oder „umgangssprachliche“
Entsprechungen ersetzt (z.B. Mark statt Myelin). Natürlich ist der neue Text dadurch erst mal verständlicher und man übt Synonyme, beim genauen Arbeiten stößt man aber so auf scheinbare zunächst verwirrende Widersprüche. Zweitens wird von Dozenten häufig betont, das Kurzlehrbuch sei zu wenig ausführlich und enthalte nicht alle relevanten Informationen.

Fazit:
Als Student kann ich das Kurzlehrbuch nur empfehlen, da es eine effiziente und erfolgreiche Prüfungsvorbereitung ermöglicht – auch wenn es bei den Professoren eher verpönt ist.

Endspurt Skriptenreihe: 3.Auflage (Thieme)

buecher-medien-ednspurt-vorklinik-paket-D(1)In meiner Rezension werde ich zunächst die Endspurt Skripte allgemein evaluieren, um dann in Tabellenform nochmals auf einzelne verbesserungswürdige Abschnitte hinzuweisen.

Grundsätzlich sind die Endspurt–Hefte eine gute Hilfe, um einen Überblick über den doch sehr umfangreichen Stoff zu bekommen. Die meisten Lerntage waren gut zu schaffen und brachten Struktur in die Vorbereitungszeit. Ich denke, dass man sich hier durch den vorgefertigten Lernplan sehr viel Zeit und Stress erspart. Die Fazitkästen sind hier besonders herauszuheben. Leider ist es hier von Fach zu Fach unterschiedlich, wie gewissenhaft die Autoren auf IMPP Fragen eingehen. Teilweise werden exakte Formulierungen aus Fragestellungen als Fazit aufgenommen, was dem Studenten hilft auf bestimmte Wörter „geprimed“ zu sein. Andere Autoren nutzen die Fazitkästen mehr als inhaltliche Zusammenfassung, die einem auch beim Wiederholen hilft, aber von den Formulierungen wenig mit IMPP Fragestellungen zu tun hat. Hier präferiere ich klar, den erst beschriebenen Fall. Auch zu erwähnen sind die kleinen grünen „Lerntipp“ Kästen. Ich finde die Trennung zwischen „Lerntipp“ auf der einen und Fazit–Zusammenfassungen andererseits sehr sinnvoll. Die Fazitkästen sollten über die Formulierung immer direkten Bezug zu IMPP Fragen haben, wohingegen die Lerntipps allgemeiner Natur sind und zum Beispiel auf wichtige Inhalte hinweisen. Im Physikskript findet hier beispielsweise eine Durchmischung statt. Ein kleines aber schönes Detail sind die „Geschafft“-Kästen, die einem am Ende eines Lerntages nochmal ein kleines Feedback über den gelernten Stoff und einen Ausblick und Motivation für den nächsten Tag geben.

Das Layout ist grundsätzlich sehr gelungen. Die Skripte wirken einheitlich strukturiert. Bilder, Diagramme und Tabellen lockern das Textbild auf und sind einprägsamer als reiner Fließtext. Die meisten Autoren haben das Prinzip der Endspurtskripte als reines Repetitorium verstanden. Hier geht es nicht darum, komplizierte Themenkomplexe vollständig zu erklären, sondern eher um einen zusammenfassenden Überblick mit starkem Bezug auf die IMPP-Fragestellungen zu schaffen. Es gibt jedoch auch Autoren die mehr im Lehrbuchcharakter formulieren (siehe Tabelle).

Examen Online ist eine gute Ergänzung zu den Skripten und bietet mit den Lernpaket–Sitzungen einen perfekten Abschluss des Tages, mit dem das erlernte Wissen überprüft werden kann. Der Umfang (Fragen der letzten 9 Jahre) ist sinnvoll gesetzt und reicht meistens, um alle relevanten Prüfungsthemen zu erwähnen. Auch das neue übersichtliche Layout (Beta Version) gefällt mir sehr gut. Eine Anregung wäre hier das System der Firma „Phase 6“, die mit ihrem Programm einen „elektronischen Vokabelkasten“ entwickelt haben. Das Besondere an diesem System ist eine vorbereitete Sitzung aller Falschfragen des Vortages. Außerdem sollte die Statistik nur die Prozentsätze der ersten bearbeiteten Sitzung einbeziehen, da man ansonsten (bei Verrechnung mit Falschfragen–Sitzungen) immer auf nahezu 100% kommt. Dieser Wert ist deswegen leider nicht sehr aussagekräftig.

Eine Statistik über einzelne Themen in den verschiedenen Fächern würde eine intelligentere Form der Lernberatung darstellen. So könnte jederzeit eingesehen werden, in welchen Bereichen Nachholbedarf besteht. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Lernpakete und Endspurtsitzungen (Examen Online) sich sehr gut ergänzen und eine kostengünstige und professionelle Vorbereitung für das Physikum bieten.

Kurzlehrbuch Embryologie: 3.Auflage; N.Ulfig, B.Brand-Saberi (Thieme)

Allgemeines:

Auf knapp 170 Seiten wird in diesem Taschenbuch kompakt der gesamte Embryologie-Stoff dargestellt. Über einen Code im Buch hat man außerdem Zugang zu der Online-Version. Es kostet 24,99 €.

Aufbau und Inhalt:

Das Buch ist in 12 Kapitel aufgeteilt. Es beinhaltet die Themen Allgemeine Embryologie, Bewegungsapparat, Kopf und Hals, Herz-Kreislauf-System, Respirationstrakt, Verdauungsapparat, Urogenitalsystem, Nervensystem, Auge und Ohr und die Haut sowie einen Anhang zur Molekularbiologie und Entwicklung. Der Inhalt wird in Textform vermittelt und durch viele Bilder visualisiert. Zu Beginn jedes Kapitels wird auf einer Seite ein Überblick mit Bezug auf eine Krankengeschichte dargestellt.

Pro:

Die klinischen Bezüge am Anfang jedes Kapitels und die vielen Abbildungen machen die Themen sehr anschaulich und erhöhen den Lese-Spaß. Die Autoren schaffen es, die relevantesten Fakten einfach zu beschreiben. Merke-Kästen und hervorgehobene Begriffe richten den Fokus auf wichtige Begriffe. Die Lerntipps regen zum Wiederholen an.

Kontra:

Die Kapitel sind sehr knapp und vermitteln nur ein oberflächliches Wissen der Themen. Für ein tieferes Verständnis muss ein ausführlicheres Lehrbuch hinzugezogen werden. Die Abbildungen sind zum Teil schemenhaft und nicht ausreichend beschriftet.

Fazit:

Für einen guten Überblick über die relevanten Fakten bezüglich der Embryologie und zum Bestehen der Testate reicht dieses Kurzlehrbuch aus. Wer mehr Detailwissen möchte, sollte sich ein ausführlicheres Lehrbuch anschaffen.

Bücher für die Klinik

„Kurzlehrbuch Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie“, Wolfgang A. Wetsch, Jochen Hinkelbein, Fabian Spöhr, 2. Auflage

Allgemeines

Auf knapp 312 Seiten wird in diesem Taschenbuch kompakt der gesamte Stoff der Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie dargestellt. Über einen Code im Buch kann dieses auf der Online-Plattform kostenlos freigeschalten werden.

Mit einer Größe von 17 x 24 cm ist es sehr handlich und passt in jede Tasche.

 

Zielgruppe

Das Buch richtet sich bevorzugt an Studenten aus dem klinischen Abschnitt, die bereits medizinische Grundkenntnisse besitzen. Fachspezifisches klinisches Vorwissen wird hier allerdings nicht vorausgesetzt. Als Einstieg in die Thematik und auch zur Klausurvorbereitung ist das Buch hervorragend geeignet.

 

Aufbau und Inhalt

Das Buch ist in 14 Kapitel gegliedert. In diesen wird der Leser quer durch die verschiedenen Aspekte der Anästhesiologie geführt. Die vier Säulen Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie werden hierbei noch weiter untergliedert. Die Anästhesie wird zum Beispiel in die einzelnen perioperativen Schritte unterteilt, die Intensiv- und Notfallmedizin jeweils in einen allgemeinen und einen speziellen Abschnitt. Bei der Schmerzmedizin werden zuerst die Grundlagen, dann nochmals separat der akute und der chronische Schmerz besprochen.

Zu Beginn eines jeden Kapitels findet sich ein klinisch-praktischer Fall, der einen Einblick in die folgende Thematik geben soll. In den darauffolgenden Key Points werden dem Leser die wichtigsten Kernaussagen als Leitfaden für den folgenden Text mitgeben.

Die wesentlichen Schlüsselbegriffe werden im Text farbig hervorgehoben. Bei der Visualisierung helfen verschiedene Tabellen, Graphiken und Diagramme. Oftmals sind Merke-Kästchen und kurze Abschnitte mit Praxistipps eingeschoben.

Im Anhang werden nochmals die wichtigsten Notfallmedikamente der Anästhesie mit Indikationen, Kontraindikationen und Nebenwirkungen kurz zusammengefasst.

 

Plus:

Das Buch ist graphisch überaus ansprechend gestaltet und auch strukturell sehr gut gegliedert. Die vielen verschiedenen Abbildungen, unter anderem die Flussdiagramme und EKG-Rhythmen tragen wesentlich zum Lernerfolg bei.

 

Minus:

Manche der Fotos dürften ruhig etwas größer abgebildet werden. Oftmals wird auch nicht klar, was darauf zu sehen sein soll. Eine genauere Beschriftung und Erklärung wären hier sehr hilfreich.

 

Didaktik

Das Buch ist zwar knapp, aber dennoch ausreichend ausführlich und nachvollziehbar geschrieben. Der Text lässt sich flüssig lesen, wichtige Aspekte werden hierbei besonders herausgehoben. Die vielen Abbildungen und Merke-Kästchen helfen beim Verständnis sehr.

 

Preis

Der Preis von 29,99 € für dieses Buch ist zwar nicht gerade günstig, aber dennoch für Studenten angemessen.

 

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch auf jeden Fall weiterzuempfehlen ist, sei es als Einstieg in das Fach oder auch zur Klausurvorbereitung. Wer allerdings einen tieferen Einblick in das Fach Anästhesiologie bekommen möchte, greift besser zu einem anderen Buch. Ansonsten ist das Buch mit den vielen Abbildungen und auch den hervorgehobenen Texten sehr anschaulich und verständlich geschrieben.

Notfallvorsorge und Krisenmanagment in Theorie und Praxis, Harald Karutz et. Al. : 1.Auflage (Springer)

Ich hatte vor kurzem die Möglichkeit das Buch „Bevölkerungsschutz – Notfallvorsorge und Krisenmanagement in Theorie und Praxis“ erschienen in der 1. Auflage im Springer Verlag von Harald Karutz et Al. zu lesen.

Durch meine langjährige Erfahrung in der Einsatzplanung, -führung und –leitung habe ich ein besonderes Interesse an diesem Fach und kann außerdem mit fundiertem Vorwissen das Buch bewerten.

Das Buch erarbeitet in 7 Kapiteln auf 350 Seiten einen Überblick über den Bevölkerungsschutz in Deutschland. Dabei werden theoretische und wissenschaftliche Grundlagen ebenso erwähnt, wie Gefahrenabwehr, Krisenmanagement und Wiederaufbau. Vereinzelt werden die Texte von Tabellen und Graphen unterstützt. Schlüsselbegriffe werden immer wieder heraus genommen und separat definiert.

PLUS: Großartiger Überblick für alle, die in Sachen Bevölkerungsschutz ein kompaktes Lehrbuch suchen, das sich auch als Nachschlagewerk eignet. Die wichtigen Aspekte des Katastrophenschutzes werden aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet – medizinisch, organisatorisch, politisch, wissenschaftlich und technisch. So wird die Querschnittsaufgabe des Katastrophenschutzes gut aus der Realität abgebildet.

MINUS: Die Kapitel sind recht heterogen aufgebaut, was informationstiefe und Detailliertheit angeht, so dass ein Kapitel recht langweilig und oberflächlich erscheint, das nächste dann aber zweimaligen Lesens bedarf. Die weiterführenden Links und Internetseiten sind leider nur zum Abtippen bereitgestellt. Ein QR-Code hätte das Buch sicherlich noch etwas interaktiver gestaltet.

FAZIT: Das Buch „Bevölkerungsschutz – Notfallvorsorge und Krisenmanagement in Theorie und Praxis“ bietet einen guten Überblick über das komplexe Querschnittsthema. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir eine klarere Entscheidung zwischen Lehrbuch oder Nachschlagewerk gewünscht, um den Arbeitskomfort zu erhöhen. Allerdings legt dieses Buch einen Grundstein in Sachen wissenschaftlicher Betrachtung des Bevölkerungsschutzes und ist geeignet, sich neues Wissen anzueignen und selbst erfahrenen Einsatzleitern einen Anstoß zu geben, ihr Handeln zu reflektieren.

Schmerz - Innenansichten eines Patienten und was die Wissenschaft dazu sagt: 1.Auflage; Wittwer, Folkers (Hirzel)

Allgemein:

Das Buch umfasst 216 Seiten mit Softcover und hat ein typisches Taschenbuchformat.

Aufbau: Der Inhalt gliedert sich in 6 Kapitel:

1. Die Entstehung von Schmerz

2. Substanzen gegen den Schmerz

3. Schmerzbewältigung

4. Schmerzkommunikation

5. Schmerz bei Mann und Frau

6. Lust und Schmerz

Es erfolgt eine weitere Unterteilung, die dieses Buch sehr außergewöhnlich dastehen lässt und zwar wird jeder Abschnitt mit einer Geschichte über den Hauptakteur „D.“ eingeleitet. Anschließend wird auf die Schmerzen eingegangen. Dies geschieht in erster Linie aus wissenschaftlicher bzw. ärztlicher Sicht (Schulmedizin, Naturheilverfahren, Akupunktur u.ä….), allerdings werden auch philosophische und religiöse Sichtweisen, sowie Rituale und Brauchtümer beleuchtet.

Inhalt: Die Lektüre kommt ohne Bilder aus. Sie beginnt mit der Novelle und man lernt vorerst ein wenig das Umfeld des Hauptdarstellers kennen. Im Laufe der Erzählung durchlebt er viele verschiedene Arten psychischen und körperlichen Schmerzes, bleibt dabei jedoch authentisch und mir als Leser auf seine Art sympathisch. Die fachlichen Erklärungen sind sehr umfassend und lassen Blicke weit über den Tellerrand des physiologischen Schmerzgeschehens hinaus zu, dabei sind die Informationen, wie man es von medizinischen Autoren gewohnt ist, immer mit Querverweis versehen, der zu einem Literaturverzeichnis am Ende des Buches führt. Beleuchtet werden dabei neben physiologischem Geschehen pharmakologische, philosophische, psychologische, sexuelle und alternative Hintergründe, um den Schmerz und den Umgang der Patienten damit, sowie Forschung und auch die angrenzende Politisierung, insbesondere vor dem Hintergrund des BtmG.

Fazit: Das Buch ist hervorragend geeignet für Medizinstudierende und Ärzte, die oft mit verschiedensten Schmerzpatienten zu tun haben. Ob ein Laie mit der fachlichen Tiefe gut umgehen kann, kann ich nicht beurteilen, für medizinisches Fachpersonal ist definitiv viel geboten. Der Preis mit aktuell EUR 34,00 ist durchaus gerechtfertigt. Die Lektüre ist kurzweilig, fachlich umfassend und bereichernd, auch was die Allgemeinbildung betrifft.

Basiswissen Palliativmedizin: 2.Auflage; Schnell/Schulz,

Allgemeines: Sterben und Tod gehören unweigerlich zur Medizin wie die Geburt eines jeden Menschen. Die Palliativmedizin als Schnittstelle für diesen Randbereich der Medizin ist oft mit Gefühlen von Angst und Unsicherheit sowohl der Patientinnen und Angehörigen, als auch der Ärzte und Ärztinnen behaftet. Das Buch macht den Versuch die Komplexität des Sterbens auf verschiedenen Ebenen darzustellen.

Zielgruppe: Das Buch richtet sich an eine breite Masse von interessierten Medizinstudierenden, die sich mit dem Thema Sterben und Tod in der Medizin beschäftigenden möchten. Sowohl Interessierte aus Klinik, als auch Vorklinik findet in diesem Buch einen allgemeinen Einstieg in die Palliativmedizin. Das gelingt vor allem dadurch, dass viele Themen einen grundsätzlichen Einblick gewähren und Bereiche des Menschseins wie Kommunikation, Trauer und Ethik, mit denen jeder etwas anfangen kann, besprochen werden.

Aufbau und Inhalt/Didaktik: Das Buch schafft mit seinem Inhalt zunächst einen grundlegenden Rahmen um die Palliativmedizin. Einem kurzen Anriss der Geschichte, folgt die Zusammensetzung eines in der Palliativmedizin interprofessionellen Teams. Ein Drittel des Buches nehmen die Symptome und sich daraus ableitenden Therapien von Sterbenden Patienten ein. Ein weiteres großes Thema ist die Kommunikation. Hier geht es um die Fragestellung wie Ärztinnen mit schwierigen Situationen umgehen, wie schlechte Nachrichten überbracht und Gespräche über Entscheidungsfindung geführt werden können. Kurz angerissen werden Themen wie Trauer, Spiritualität oder Humor. Generelle Gedanken zum Thema menschliches Handeln und die rechtlichen Komponenten dabei werden am Ende des Buches im Kapitel Ethik und Recht thematisiert. Das Buch umfasst knapp 400 Seiten und entspricht einem A5 Format mit kompakter, handlicher Größe. Das Layout ist schlicht gehalten, und entspricht dem Klassischen Springer Lehrbuchstil, der teilweise gewöhungsbedürftig sein kann: wenig Farbe, Fließtext, klare Struktur durch viele Gliederungen und Überschriften. Diese Nüchternheit wird durch den wissenschaftlichen Schreibstil verstärkt. Der Versuch diesen Eindruck durch „Einblicke aus der Praxis“ stellenweise aufzulösen, gelingt nur bedingt. Die Geschichten aus der Praxis sind meistens sehr kurz gehalten. Noch mehr und ausführlichere solcher Einblicke hätten dem Buch gut getan, um das teilweise schwierig zu greifende Thema und den diversen Umgang mit dem Tod/Sterben greifbarer erscheinen zu lassen.

Preis: Der Preis von 25€ ist für ein medizinisches Lehrbuch in Ordnung, tendenziell eher zu teuer und führt daher vermutlich dazu, dass nur besonders Interessierte Studierende zu diesem Buch greifen.

Fazit: Das Buch wird seinem im Vorwort erwähnten Anspruch Studierende auf die Prüfungen im Querschnittsbereich der Palliativmedizin vorzubereiten gerecht. Es ermöglicht einen Einblick in die Interprofessionelle Arbeit in der Palliativmedizin und beleuchtet gesellschaftliche, rechtliche und ethische Aspekte. Gerade der Teil zur konkreten medizinischen Versorgung/ Symptomkontrolle von Palliativpatientinnen überzeugt durch seine Strukturiertheit und die Fülle an Detailwissen. Auch das detaillierte Kapitel zur Kommunikation gewährt anhand Gesprächsstrategien einen umfassenden und praktischen Einblick. Neu in der 2. Auflage behandelte Themen wie Trauer und Humor verleihen dem Buch eine erfrischende Note! Für die Zukunft ist eine Vertiefung und Ausführung dieser Themen sehr wünschenswert. Großartig ist die Tatsache, dass der Versuch gewagt wird das Thema Spiritualität in der Medizin anzuschneiden. Das Thema bleibt allerdings vage und blass und macht nicht den Versuch die Leserin gedanklich und intellektuell weiter an diese doch so elementaren und wichtigen Fragestellungen für angehende Ärztinnen heranzuführen. Wobei das die Anforderung an ein Buch, das Basiswissen vermitteln soll, vermutlich überschreitet.  Zusammenfassend kann man sagen, dass das Buch als solides Einstiegswerk in die Palliativmedizin allemal sein Geld wert ist.

BASICS: Lehrbuch Notfall- und Rettungsmedizin: 3.Auflage; Tobias Helfen, Urban & Fischer (Elsevier)

Das Lehrbuch „Notfall- und Rettungsmedizin – BASICS“ (3. Auflage, Tobias Helfen, Elsevier Urban; Fischer) bietet einen knappen und zusammengefassten Überblick über das breite Spektrum der Notfall- und Rettungsmedizin und eignet sich somit gut als Repetitorium oder um einen groben Überblick über das Thema zu erlangen. Das Buch punktet durch ein angenehmes und portables Format und durch seine Übersichtlichkeit. Farblich codierte Unterteilung der Kapitel sowie kurze Absätze erleichtern das Zurechtfinden. Von den Grundlagen wird der Leser über die allgemeine Notfallmedizin mit Diagnostik, Therapie und einer Medikamentenübersicht zu speziellen Notfällen der einzelnen Disziplinen hingeführt, welche man in einigen Fallbeispielen abschließend rekapitulieren kann. Die Visualisierung des Gelernten erfolgt durch außerordentlich viele Bilder, die detailgetreu die verschiedenen Materialien, Methoden und Arten von Verletzungen präsentieren. Nach den einzelnen Themenblöcken, welche nicht länger als vier DINA4-Seiten einnehmen, folgt immer ein farblich hervorgehobener Kasten mit einer knappen Zusammenfassung. Hier wäre es allerdings wünschenswert gewesen, die relevanten Punkte stichpunktförmig zu formulieren anstatt die Sätze aus dem Fließtext zu wiederholen.

Weitere Kritikpunkte sind neben einigen grammatikalischen und Rechtschreibfehler (vorallem wird oft CRP anstelle von CPR verwendet, was durch die Assoziation mit dem C-reaktiven Protein etwas zu Verwirrung führt) einige inhaltliche Unklarheiten, so zum Beispiel die fehlende Erklärung, dass der Rettungssanitäters, welcher auf Seite 10 erwähnt wird, heutzutage durch den Notfallsanitäter abgelöst wurde. Auch die 5er-Regel auf Seite 46 wird nicht weiter erläutert und wirft somit Fragen auf.

Abgesehen von diesen kleinen Mängeln liest sich das Buch aber sehr flüssig, ist klar formuliert und überfordert den Leser nicht durch seitenlangen, ununterbrochenen Fließtext. Man fühlt sich nach der Lektüre gut informiert, die relevantesten Punkte werden deutlich hervorgehoben und bekommt einen Einblick in dieses relevante Thema. Die Sprache ist vorallem für eine Zielgruppe von Menschen mit medizinischem Vorwissen konstruiert, eine Tabelle mit Erläuterungen der vielen Abkürzungen trägt allerdings auch zum allgemeinen Verständnis bei.

Ein sehr empfehlenswertes Buch zum Überblick gewinnen und Wiederholen!

Psst... AINS-Secrets - Wissenswertes zum Weiterflüstern: 1.Auflage; Zacharowski (Thieme)

Aufbau: Das Buch „Psst…AINS“ besteht aus einer Sammlung medizinischer Kurzgeschichten, frei aus dem alltäglichen Leben und reale Ereignisse abbildend. Jede Episode nimmt für die Erzählung ca. 15 min in Anspruch. Nach ein paar Absätzen wird die Geschichte durch eine Infobox ergänzt, in der die für den vorherigen Abschnitt relevanten, medizinischen Aspekte erläutert werden

So schildern diese Geschichten Situationen, in denen es zu ungünstigen Konstellationen kommen kann. Bei solchen Ereignissen begangene Fehler können schwerwiegende Folgen mit sich ziehen. Daher ist es gut solche Situationen zu kennen und typische Fehler zu vermeiden. Daher reicht das Spektrum der Kurzgeschichten von alltäglichen (Zahnschaden durch Intubation) bis hin zu speziellen (Intoxikation mit Lokalanästhetikum) Situationen.

Inhalt: Das Buch besteht aus insgesamt 14 Teilen zu verschiedenen Themengebieten welche zwei bis vier Kurzgeschichten beinhalten.

Teil I: Anästhetika

Teil II: Monitoring und Atemwegsmanagement

Teil III: Regionalanästhesie

Teil IV:Schmerztherapie

Teil V: Kinderanästhesie und schwieriger Atemweg

Teil VI:Besondere Patienten

Teil VII: Allgemein und Gefäßchirurgie

Teil VIII: Anästhesie im Kopfbereich

Teil IX: Thorax und Kardiochirurgie

Teil X: Gynäkologie und Geburtshilfe

Teil XI: Traumatologie und Orthopädie

Teil XII: Urologie

Teil XIII: Intensivmedizin

Teil XIV: Notfallmedizin

Also reines Lehrbuch oder Nachschlagewerk ist dieses Buch weniger geeignet. Dies lag sicher auch nicht im Sinne des Herausgebers. Das Buch kann jedoch sehr gut essentielle Basics vermitteln und diese im Kontext mit schwierigen medizinischen Situationen vermitteln. Die blauen Infokästen bieten dabei umfangreiche Information jedoch nicht zu detailliert. Es finden sich wichtige Referenzwerte, einige Definitionen und Formeln sowie ein paar Score`s oder Schemata. Durch das Einbringen der Infokästen in den Fließtext der jeweiligen Geschichte, besteht die Möglichkeit sich zuerst selbst Gedanken zum Problem zu machen und dann den Infokasten durchzulesen. Somit kann der Stoff interaktiv erlernt oder vertieft werden. Ein besonderes Schmankerl bietet das Buch mit seinen auflockernden, lustigen Comic-Zeichnungen zu einigen Kapiteln.

Sono Grundkurs - Ein Arbeitsbuch für den Einstieg: 8.Auflage; Hofer (Thieme)

Die Ultraschall-Diagnostik ist ein kostengünstiges und sehr sensitives Werkzeug zur Diagnose von Krankheiten. Umso wichtiger ist es, dass man eine strukturierte Herangehensweise bei der Untersuchung befolgt.

Das Buch „Sono Grundkurs“ von Matthias Hofer, erschienen im Georg Thieme Verlag, in der 8. überarbeiteten und erweiterten Fassung führt sehr gut in die Grundlagen der Ultraschalldiagnostik ein. Auf ca. 150 Seiten, unterteilt in neun Kurstage behandelt das Buch fast alle Organsysteme, außer das Herz und den Gewebeultraschall.

Positiv: Sehr übersichtlicher Aufbau und gute Struktur, jedes Kapitel startet mit Anatomie und sonographischen Normalbefunden, bevor dann, neben Tipps zur richtigen Darstellung, auch die wichtigsten pathologischen Befunde gezeigt werden. Besonders positiv empfand ich, dass auf jeder Abbildung dieselbe Legende verwendet wurde. Haut ist zum Beispiel immer Nr. 1, so dass man sich im Laufe der Bearbeitung schon selbst sehr gut orientieren kann. Außerdem kann die Legende ausgeklappt werden, damit man immer weiß, was was ist. Neben den Ultraschallbildern sind jeweils noch gezeichnete Skizzen, die die Orientierung noch mehr erleichtern. Am Ende jedes Kapitels gibt es ein Quiz mit einigen Fragen und einer praktischen Lösung.

Zusätzlich gibt es mehr als 40 Videos im Onlinebereich des Buches, die die Plastizität und Dynamik einer sonographischen Untersuchung sehr genau darstellen. Im Anhang gibt es noch ein sehr umfangreiches Stichwortverzeichnis, vor allem die Hinweise zur Erstellung eines korrekten Untersuchungsbefundes und ein ausformulierter Normalbefund helfen sehr gut weiter.

Negativ: Ist mir eigentlich nichts aufgefallen. Lediglich ein kurzer Überblick zum Herzen wäre schön gewesen. Allerdings ist die Echokardiographie ein sehr umfangreiches Gebiet und eine Wissenschaft für sich, so dass sie in kurzem Umfang wahrscheinlich schwer abzuarbeiten gewesen wäre.

Fazit: Ob als Vorbereitung fürs OSCE, zum Probieren in Famulatur oder PJ, als Vorbereitung auf einen Sonographiekurs, oder zum Auffrischen, dieses Buch ist wirklich für jeden Mediziner geeignet, der vorhat, klinisch medizinisch tätig zu sein.

Das Lesen und Bearbeiten dieses Buches hat wirklich Spaß gemacht!

Die 50 wichtigsten Fälle Allgemeinmedizin: 1.Ausgabe; R.Klein (Elsevier)

Wie kam ich zu dem Buch: Ich bin selbst Medizinstudent und gehe im Februar ins PJ. Angeschaut habe ich es mir, weil mir Allgemeinmedizin im Laufe des Studiums immer besser gefallen hat. Mir erschien es daher sinnvoll, mich im Hinblick auf das PJ und die Allgemeinmedizin mit diesem Buch näher zu beschäftigen. Das Konzept, Fallbücher zu erstellen gibt’s ja schon lang – jetzt hab ich mich dem auch zum ersten Mal genähert.

Kurzer Hintergrund, ich beziehe mich hier auf Amazon: Der Autor ist der Münchner Professor Reinhold Klein, der die Allgemeinmedizin an der TU leitet, herausgegeben wird es vom Elsevier-Verlag. Hier geht es um 50 wichtige Fälle aus der hausärztlichen Praxis. Soweit ich das einschätzen kann wird ein breites Spektrum von Problemen – angefangen vom Gesundheitscheck; Halsschmerzen bis hin zu Aortenaneurisma; Diskusprolaps – behandelt.Ich finde das Buch auf Anhieb übersichtlich und gut strukturiert. Vom Aufbau her schließen sich nach dem Inhaltsverzeichnis die mehrseitigen Fälle an. Meiner Meinung nach nicht schlecht: Das Inhaltsverzeichnis ist sowohl nach Fällen, als auch nach Diagnosen und Symptomgruppen geordnet, was mir manchmal das Nachschlagen erleichtert hat. Jeder Fall besteht aus einer Seite Kasuistik; Fragen und 3 (bis 5) Antwortseiten. Die erste Seite führt in den jeweiligen Fall mit einem Patientenzitat („Herr Doktor, ich kann nicht schlucken“) und einer knappen Vorgeschichte oder Anamnese ein. Passend zur Problemstellung werden pro Fall 6 Fragen gestellt, die zur Rekapitulation des Wissens und der Vertiefung des Stoffes dienen sollen. Diese werden anschließend im Stil eines Kurzlehrbuchs beantwortet. Frage und entsprechende Antwort sind einander farblich zugeordnet, so dass das Blättern zwischen Frage und Antwort einfacher wird und optisch sieht es auch gut aus. Mir gefällt das Buch sehr gut, weil ich das Prinzip „ich habe ein Symptom, welche Krankheit steckt dahinter“ besser finde, als das übliche „diese Krankheit hat die und die Symptome“. Zumindest in der Allgemeinmedizin wird es auch so laufen, dass Patienten mit Beschwerden kommen, anhand derer man die Krankheit diagnostizieren soll und nicht mit fertigen Diagnosen. In dem Fall kann etwas Übung für die Praxis nicht schaden. Auch das Konzept durch Fragen zum Nachdenken gebracht zu werden finde ich gut weil ich den Eindruck habe, dass bei mir so der Stoff besser hängen bleibt. Liegt vielleicht daran, dass der „AHA-Effekt“ größer ist, wenn ich mir über eine Frage vorher 5 Minuten den Kopf zerbrochen habe. Abgesehen davon ist es auch super motivierend, wenn man mal wieder ein paar Fragen richtig beantworten konnte. Lehrbuch ist es allerdings keines, eigentlich klar, das Buch deckt zwar ein wichtiges Spektrum der Allgemeinmedizin ab, aber längst nicht alles. Ich würde es jedem, der mit dem Gedanken spielt später mal in Richtung Allgemeinmedizin zu gehen, als Add-on empfehlen.Preis 19,99€

Die 50 wichtigsten Fälle Allgemeinmedizin: 2.Auflage; R.Klein (Elsevier)

Elsevier Urban;Fischer hat mit dem Buch „Die 50 wichtigsten Fälle Allgemeinmedizin“ (2.Auflage, Reinhold Klein) eine schöne Möglichkeit geschaffen, die gängigsten Patientengeschichten, die im alltäglichen Leben einer Hausarztpraxis vorkommen, strukturiert zu erarbeiten. Drei verschiedene Inhaltsverzeichnisse gewährleisten ein gutes Zurechtfinden, obwohl die Fälle nicht kasuistisch kategorisiert sind. Jeder Fall besteht aus einem Deckblatt, auf dem der Patient seine Situation beschreibt, die ärztlichen Beobachtungen aufgezeigt werden und Fragen z.B. Diagnose und Therapie gestellt werden. Die Antworten, Bildmaterialien und Erklärungen folgen auf den nächsten drei bis sechs Seiten und lassen sich durch farblich markierte Balken leicht der Fragestellung zuordnen. So kann man sich nacheinander Anamnese, Diagnostik und therapeutische Maßnahmen erarbeiten und seine Ergebnisse direkt kontrollieren. Das Buch eignet sich sowohl ausgezeichnet für das Selbststudium als auch für die gemeinsame Abfrage und Prüfungssimulation. Stichpunkte, Tabellen und vorallem hervorgehobene Merkkästen helfen dem Leser bei Verständnis und beim Einprägen des Gelernten.

Am Ende jedes Falles biete eine türkis unterlegte Zusammenfassung Möglichkeit zur Rekapitulation. Auch hat jeder Fall mindestens ein Bild des Patienten, so wie er auch vor einem als Arzt in der Praxis stehen würde, das Buch hangelt sich sehr lebensgetreu am Vorgehen eines Allgemeinmediziners entlang. An manchen Stellen würde man sich tiefgehendere Ausführungen wünschen, was allerdings im Rahmen des handlichen Formates schwer durchführbar ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich „Die 50 wichtigsten Fälle Allgemeinmedizin“ auf jeden Fall für die Studenten lohnen, die später einmal in der Praxis jeden Tag mit vergleichbaren Fällen zu tun haben und ein geschärftes Auge auf diese Krankheiten des täglichen Lebens erzielen möchten. Für Menschen außerhalb medizinischer Berufe oder ohne fachterminologische Vorkenntnisse hingegen gestaltet sich die Lektüre an einigen Stellen schwierig, da bestimmtes Basiswissen und Ausdrücke vorausgesetzt werden. Auch ist das Buch wegen seines didaktischen Aufbaus vielleicht nicht als einzige Prüfungslektüre empfehlenswert, lohnt sich aber auf jeden Fall zur Vertiefung und Wiederholung so wie zum praktischen Üben.

Neurochirurgie Live - Präoperative Diagnostik, Lagerungen, Zugangswege und Operationstechnicken: Nazir, Donauer (Schattauer)

Neurochirurgie Live präsentieren die beiden Autoren Suhail Nazir und Erich Donauer 45 Videos zu gängigen neurochirurgischen Operationen. Vom Aneurysma-Clipping über die Resektion eines Hypophysen-Tumors bis hin zur operativen Versorgung des Bandscheibenvorfalls werden diverse klassische Eingriffe des Fachs dargestellt.

Die Unterteilung in 19 Kapitel ist übersichtlich gestaltet und deckt ein breites Spektrum an Krankheitsbildern ab. Allein zu degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule finden sich zehn OP-Videos. Auch das Management von neurochirurgischen Komplikationen – beispielsweise die Versorgung eines Duralecks nach Entfernung eines Bandscheibenvorfalls – wird mit einem eigenen Kapitel bedacht. Allerdings beschränkt sich diese Vielfalt nur auf ausgewählte Teilgebiete (wie die Wirbelsäulenchirurgie). Die Herausgeber verfolgen keineswegs den Anspruch, das gesamte Spektrum ihres breit gefächerten Handwerks abzudecken. So wird der funktionellen Neurochirurgie, der Epilepsie-Chirurgie, der pädiatrischen Neurochirurgie oder anderen Teildisziplinen weniger bis gar keine Aufmerksamkeit geschenkt. Vielmehr handelt es sich um – wie im Inlay der USB-Box trefflich beschrieben – „45 Kasuistiken“.

Zu Beginn der Videos erscheint eine sehr kurze Fallpräsentation, in der Regel bestehend aus einer Textfolie und einer Übersicht zur präoperativen Bildgebung des jeweiligen Falls. Die anschließenden OP-Videos sind auf die entscheidenden Sequenzen gekürzt, was bei den teilweise langen operativen Eingriffen in diesem Fachgebiet sehr gut nachvollziehbar ist und der Verständlichkeit nicht schadet. An relevanten Stellen erscheinen kurz eingeblendete Hinweise, zum Beispiel zur Beschriftung wichtiger anatomischer Landmarken. Die Autoren weisen diesbezüglich darauf hin, dass die Operationsschritte mit „knappen Texten“ versehen sind und dämpfen so zu Recht die Erwartungen auf umfassendere Wissensvermittlung. Der Fokus liegt ganz klar auf der Veranschaulichung und der visuellen Konfrontation mit der OP-Situation, was überwiegend gut gelingt. Auf ein Lehrbuch oder weitere Quellen zur grundlegenden Wissensvermittlung sollte aufgrund der mageren didaktischen Aufbereitung also in keinem Fall verzichtet werden.

Gut geeignet scheint die Sammlung primär für interessierte Studierende oder junge Assistentinnen oder Assistenten zu sein, welche vor ihren ersten OPs einen visuellen Eindruck des theoretisch Gelernten erhalten wollen. In der permanenten Verfügbarkeit der überwiegend sehr guten Filmaufnahmen liegt der klare Vorteil dieser Video-Sammlung: Unerfahrene können die für sie teilweise sehr komplexen Lagerungsverfahren und Zugangswege der Neurochirurgie in aller Ruhe studieren und ihre – für die Neurochirurgie unabdingbare – anatomische Orientierung im OP-Situs schärfen. Der USB-Stick kann somit eine wichtige Vorbereitung für die Konfrontation mit der Realsituation im Arbeitsalltag sein. Es ist allerdings fraglich, in welchem Maße „auch erfahrene Ärzte davon noch profitieren“ – wie der selbstverfasste Anspruch im Vorwort lautet.

Ein dicker Minuspunkt ist die besonders nervige und den Videoinhalten nicht angemessene musikalische Begleitung der Video-Clips. Hier wurde die Chance vertan, wichtige Operationsetappen mit mündlichen Kommentaren – wie etwa Tipps zum handwerklichen Vorgehen – zu versehen.

Summa summarum ist Neurochirurgie Live eine abwechslungsreiche und gut anschauliche Zusammenstellung typischer neurochirurgischer Operationen. Insbesondere Unerfahrenen mit besonderem Interesse für das Fach gewährt die Video-Sammlung spannende Einblicke mit hochwertigen OP-Aufnahmen. Aufgrund des stattlichen Preises von knapp 100€ ist dieser USB-Stick unter den Studierenden nur den besonders Interessierten zu empfehlen.

BASICS Chirurgie: 2.Auflage; T.Schiergens (Elsevier)

Ein Buch, welches verspricht umfassend, auf das Wesentliche konzentriert, nicht zu sehr ins Detail und auf das Lernen abgestimmt über die allgemeine Chirurgie zu informieren. Ich bin gespannt und frage mich ob das alles so einfach geht – Aber: gut-besser-BASICS- let\’s see about that… neues Outfit der BASICS-Reihe – statt knallig bunt etwas gedecktere Farben und im angesagten retro-look (um weniger vom Inhalt abzulenken?…)

…und auch im Inneren eher gedeckte Farben, wenig herausstechendes und dadurch leider auch streckenweise etwas unübersichtlich. Ganz ohne Ordnung gehts dann aber doch nicht – etwas spärlich gesäte Merke-Boxen und die Zusammenfassungen am Ende der Doppelseiten bringen etwas Übersicht ins Buch (hier stehen auch die wirklich, wirklich wichtigen Infos, für all diejenigen, denen selbst das Basics noch zu lang ist, oder die wieder einmal zu spät angefangen haben zu lernen…). Da die Chirurgie doch aus eher handwerklichen Fertigkeiten besteht, werden die Texte oft durch Fotos, Schemazeichnungen und radiologisches Bildmaterial ergänzt, welche die trockene Theorie dann etwas auflockern und verdeutlichen.

Ausführliche Untersuchung: im Inhaltsverzeichnis zeigt sich: das Buch konzentriert sich neben den allgemeinen Grundlagen dann doch sehr auf die Abdominalchirurgie, dazu noch ein bisschen Herz, Endokrinologie, Plastische und Kinder… Einige Fächer fehlen in diesem elitären Zirkel aber völlig: Unfall-/Orthopädische Chirurgie / Gynäkologische Chirurgie / Urologie/…. Natürlich gibt es hierfür ein eigenes Basic, aber das gibt es auch für die Herzchirurgie… (Schade) und nun die inhaltliche Prüfung von Kopf bis Fuß, na gut vielleicht auch eher von A-Z

Allgemeiner Teil: Sehr ausführlich wird darin auf die Grundregeln im Op, die verschiedenen Knoten, Instrumente, etc. eingegangen. Um es dem Leser zu erleichtern wird alles noch einmal schön bebildert und man kann sich, zumindest theoretisch, sicher sein, dass man praktisch nichts mehr falsch machen kann…theoretisch. Allerdings ersetzt auch die schönste Fotostory keine praktischen Fertigkeiten, die man nur durch Üben üben üben erlernen kann. Dennoch ist es auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auf die erste OP-Famulatur, um dort nicht komplett unvorbereitet anzukommen. Zusätzlich werden hier noch diverse Krankheitsbilder erklärt und erläutert

Spezielle Chirurgie: Nach Krankheitsbildern gegliedert werden dann, anhand derselben, die chirurgischen Prozeduren erklärt….Mir persönlich wäre es lieber, wenn man ein Buch mal nach OP-Techniken gliedern würde, anstatt wieder den internistischen Weg zu gehen und nach Krankheitsbildern aufzubauen. Deswegen würde ich sagen, dass Buch enthält zu viel Information….aber das muss natürlich jeder selber für sich entscheiden. Abgesehen davon ist dieser Teil deutlich übersichtlicher gestaltet und durch die vielen Bilder auch um einiges bunter. (Für all die Visualisten unter uns) Die verschiedenen OP\’s werden so gut als möglich beschrieben und erklärt … aber auch hier ersetzt das keine selbst mitgemachte OP und das beständige Üben.

Fallbeispiele/Blickdiagnosen: Sehr gut zur Wiederholung des Ganzen sind die Fallbeispiele und Blickdiagnosen … auch zum Einstieg in die jeweilige Thematik sind sie durchaus geeignet und wecken Interesse am Thema. Ausführlich wird erklärt wo das Problem ist, was an Diagnostik gemacht wird und was dann als weiteres Prozedere folgt. Zum Schluss dann noch ein paar wichtige Tabellen über Normwerte, den CRP-Algorhythmus und die Anatomie des Abdomens (für all diejenigen, die in Anatomie damals nicht aufgepasst haben;))

Diagnose: Ein Buch welches einen guten Überblick über die Chirurgie gibt, gut auf die erste Famulatur vorbereitet aber dann doch etwas an der Übersichtlichkeit krankt. Außerdem sollte man von einem CHIRURGIE-BASICS erwarten, dass auch alle Teilaspekte der Chirurgie drankommen. Ich persönlich würde hier eher auf Famulaturen zum praktischen Üben für die allgemeinen Fertigkeiten und dann die verschiedenen Fächerspezifischen BASICS setzen.

Denn ein Preis von knapp 20€ ist dann doch etwas viel für dieses Buch.

Kurzlehrbuch, Dermatologie; Wolfram Sterry: Thieme, 2. Auflage

Allgemeines

Das Kurzlehrbuch Dermatologie wurde 2011 von Wolfram Sterry geschrieben und erschien nun 2018 in der zweiten Auflage. Dabei wurden besonders die Inhalte überarbeitet und aktualisiert. Zudem beinhaltet der Kauf des Buches nun einen Zugangscode zur Online Plattform eRef, auf welcher viele Bücher von Thieme zusätzlich online abgerufen werden können.

Zielgruppe

Geschrieben ist das Buch für Kliniker, die eine Übersicht über die dermatologischen Krankheitsbilder bekommen möchten. Dabei werden Krankheiten nicht in aller Ausführlichkeit, sondern ausreichend für ein generelles Verständnis behandelt. Dafür wird allerdings ein breites Spektrum an Erkrankungen abgedeckt. Insgesamt wird vom Leser kein besonderes Vorwissen im Fach Dermatologie vorausgesetzt.

Aufbau und Inhalt

Vielmehr holt das Kurzlehrbuch den Studierenden an seinem Wissensstand ab und führt zu Beginn nochmals gezielt in die Methodik der Dermatologie ein. Selbst anatomische Hintergründe aus der Vorklinik werden wiederholt, woran sich dann zwei Kapitel über die dermatologische Diagnostik und dermatologische Therapie anschließen.

Die insgesamt 23 Kapitel decken das gesamte prüfungsrelevante Wissen ab. Dabei fällt besonders die gute und klare Strukturierung auf, die Krankheiten gruppiert und dann im Einzelnen kurz vorstellt.

Unterstützt wird der Text durch zahlreiche Abbildungen. Hilfreich sind hier vor allem die Tabellen, die eine strukturierte Übersicht zum Text bieten.  Der klinische Bezug wird zudem noch durch den 23 Kapiteln vorangestellte Fallbeispiele ergänzt. Somit erhält der Studierende praxisorientierte Tipps zu Anwendung und Wichtigkeit der dargestellten Inhalte.

Didaktik

Zu Beginn jedes Abschnittes wird dem Leser bereits ein ‚Key Point‘ präsentiert, der das Lesen erleichtert. Er zeigt dem Studierenden direkt am Anfang des Abschnittes an, auf welchen Umstand besonders wert gelegt werden sollte. Zusätzlich wird das Verständnis und der Lernprozess durch hervorgehobene Worte, sowie Merkkästen mit Wiederholungen unterstützt. Schlussendlich kann man somit sagen, dass das Lehrbuch Studierenden ein Selbststudium sehr leicht ermöglicht.

 

Fazit

Das Kurzlehrbuch Dermatologie geschrieben von Wolfram Sterry ist für die Dermatologie sehr zu empfehlen. Wer sich überdies weiterhin mit einzelnen Krankheiten im Speziellen beschäftigen möchte, müsste sicherlich nach einer ausführlicheren Variante suchen. Für Studiumszwecke kann das Buch allerdings für schnelle und leichte Wissensaneignung sehr weiterempfohlen werden.

BASICS Dermatologie: 4.Auflage; Dorothea Terhorst (Elsevier)

Ich studiere im 9. Semester und habe im Modul4 das Dermatologie Basics für den Derma-Unterricht und als Vorbereitung auf die Prüfung verwendet.

Allgemein: Insgesamt ein sehr überschaubares Buch mit vielen Abbildungen, was in der Dermatologie sehr hilfreich war. Wie alle Basics-Bücher, ist das Basics Dermatologie in einen Allgemeinen Teil mit 8 Unterkapiteln und einen Speziellen Teil mit 38 Unterkapiteln aufgeteilt. Danach folgen noch 5 Fallbeispiele und der Anhang mit Abbildungen und Tabellen. Insgesamt umfasst dieses Basics 158 Seiten.

Aufbau: Die Kapitel sind meist auf eine oder zwei Doppelseiten ausgelegt, sodass es wirklich sehr übersichtlich ist und auch nur die wichtigsten Inhalte enthalten sind. Wichtige Inhalte werden in umrahmten Kästen hervorgehoben (hellrot im allgemeinen Teil, hellblau im speziellen Teil). Am Ende jedes Kapitels gibt es einen farblich hinterlegten Kasten mit einer Zusammenfassung und den wichtigsten Inhalten des Kapitels. Auf jeder Seite sind Abbildungen, sowie wenn hilfreich auch verständliche Tabellen zur besseren Darstellung der Inhalte.

Inhalt: Das Basics Dermatologie vermittelt die Grundlagen der Dermatologie sehr gut und enthält das gesamte Spektrum an dermatologischen Krankheiten. Die Abbildungen waren extrem hilfreich, da es vor allem in einem Fach wie Dermatologie wichtig ist, sich unter den Krankheiten mit ihren Hauterscheinungen auch ein Bild vorstellen zu können. Vor allem zur Vorbereitung der Seminare und Bedside-Teachings ist dieses Basics sehr gut geeignet. Für die schriftliche Prüfung fand ich das Basics auch gut, allerdings musste ich manche Sachen dann auch im Internet recherchieren, da nicht genug Details in dem Buch vorhanden waren.

Fazit: Ich kann das Basics Dermatologie absolut weiterempfehlen und war damit in meinem Modul4 extrem zufrieden. Ich hätte gar nicht die Zeit dazu gehabt, ein ausführlicheres Buch durchzulesen und hatte immer das Gefühl durch das Basics einen guten Überblick über die Themen zu haben. Zusammen mit den Seminar- und Vorlesungsfolien und ein gelegentliches nachlesen im Internet, war das Basics auch eine gute Vorbereitung für die schriftliche Prüfung am Ende des Semesters.

mediscript "StaR" (Elsevier)

Der Ersteindruck: Imposant. Zwei Lehrbuchbände in einer Box mit 1000 bzw. 1300 Seiten zzgl. Anhang – macht im Bücherregal durchaus was her. Vor dem inhaltlichen Aspekt, kurz etwas zur Entstehungsgeschichte. Thomas Kia, der Herausgeber, hat bereits den EXAPLAN geschrieben. Nachdem die EXAPLAN-Reihe etwas in die Jahre gekommen ist, gibt es jetzt die überarbeitete Version unter dem Titel „mediscript StaR“ (Erstausgabe 2012). Coautor ist unser PD Dr. M. Angstwurm aus der Med. Klinik Ziemssenstraße. Großer Kritikpunkt am EXAPLAN waren die nicht mehr zeitgemäßen Inhalte (vor allem Innere) die laut Verfassern aus aktuellen Lehrbüchen (Erstauflagen von 2008, 2011) entnommen und damit erneuert wurden. Auch die Ausrichtung auf das HEX wurde überarbeitet und die Inhalte der letzten Examina integriert.

Alle Examensinhalte sind in insgesamt 32 Kapitel unterteilt. Die Kapitelgröße schwankt je nach Gebiet zwischen 50 und 120 Seiten. Ganz zu Anfang jedes Kapitels findet sich ein Kästchen, in dem in Stichpunkten die Prüfungsschwerpunkte im Examen aufgelistet sind. Das soll dabei helfen, ein Gefühl für die Relevanz des Themas zu bekommen und hilft beim Setzen entsprechender Lernschwerpunkte. Anschließend wird noch einmal kurz die Vorklinik (Anatomie und Physiologie) rekapituliert und auf Anamnese, körperliche Untersuchung und Diagnostik eingegangen. Der Großteil der Kapitel behandelt die HEX-relevanten Themen. Prüfungsrelevante Themen werden mit einem blauen Rand markiert, zusätzlich finden sich regelmäßig Tabellen, Info-Boxen (Pharma- und Chirurgie-Info) mit passenden Exkursen und kurzen Merksätzen. Im Vergleich zum EXAPLAN wirken die Inhalte leicht gekürzt und besser strukturiert. Wer allerdings eher mit Stichpunktlisten (im Sinne der „last minute“-Reihe) arbeitet, der sollte sich nach einer Alternative umschauen. Der Stoff ist inhaltlich klar strukturiert und ist mit gängigen Lehrbüchern vergleichbar. Heißt ausführlicher als ein Kurzlehrbuch und knapper als ein Fachwälzer. Wer alles aktuelle Prüfungswissen in moderatem Umfang in einem Werk haben möchte, ist hier genau richtig. Bleibt nur noch offen, ob man ein solches Werk überhaupt braucht. Die Frage sollte sich jeder stellen. Fakt ist, dass sich das HEX auch problemlos mit herkömmlichen Fachbüchern bestehen lässt und der Preis lässt einen doch zweimal über einen Kauf nachdenken.

Alles in allem ein solides Repetitorium, das durchaus überzeugt. Gut um einen soliden Überblick über den Stoff zu erhalten, nichts für Leute, die gerne in die Tiefe gehen. Wer das Geld hat und die Möglichkeit, alles in einem Band zu lernen, schätzt, kann gerne zugreifen, alle anderen sollten ihr Geld lieber in den Urlaub investieren 🙂

Preis: 149,99€

Die beiden Werke „Exaplan“ und „Hammerexamen“ waren bis jetzt die Standardwerke für die Examensvorbereitung. Neu hinzugekommen ist nun das Mediscript StaR. Da ich selbst bald ins PJ komme und das Hammerexamen somit näher rückt, habe ich mich entschlossen, dieses neue Werk zu erwerben:

Umfang: Der erste Eindruck der 2 Hardcoverbände mit jeweils gut 1000 Seiten + inkludiertem Zugang zur Mediscript-Lernwelt wirkt gut verarbeitet und solide. Band 1 beschäftigt sich vor allem mit internistischen Themen, die letzten 100 Seiten teilen sich Allg. Pharmakologie/Pathologie, Hygiene und bildgebende Verfahren. Alle anderen Fächer finden sich in Band 2.

Design + Organisation: Beim ersten Durchblättern fiel mir auf, dass StaR recht übersichtlich erscheint: Der Text ist zweispaltig, Überschriften sind klar zu erkennen, der weitere Text ist sehr oft in kurzem, stichwortartigen Stil gehalten. Am Anfang eines neuen Kapitels werden prüfungsrelevante Themen mit +++,++,+ aufgelistet. Besonders wichtige Abschnitte sind mit einem blauen Balken am Rand markiert. Zusätzlich gibt es „Merke-Kästen“ und „Info-Kästen“ (Pharma, Patho, Radio, Chirurgie). Tabellen und Abbildungen sind auf den ersten Blick ausreichend vorhanden.\r\n\r\nDie folgende Beschreibung bezieht sich auf Band 1, Kapitel 1.6, Akutes Koronarsyndrom, das ich bis jetzt Probe gelesen habe: Der Aufbau in Symptome, Ätiologie/Pathophysiologie, Diagnostik, Therapie und Komplikationen überrascht wenig und macht Sinn. Mit meinem Vorwissen war das Kapitel (angemessen) komplett (soweit ich das beurteilen kann) und ohne Probleme verständlich, wenn auch die Informationsdichte natürlich sehr hoch ist. Abbildungen zu den unterscheidbaren Stadien im EKG, den Serumenzymen sowie Tabellen zur Infarktlokalisation, Fibrinolyse und ein Pharma-Info Kasten vervollständigen das Kapitel. Rechtschreibfehler oder falsche Abbildungsverweise fielen mir keine auf (positiv bei einer Erstausgabe).

Fazit: Auf den ersten Blick wirkt das neue StaR übersichtlich, frisch und gut organisiert mit einer angemessenen Anzahl an Abbildungen. Das Probekapitel war für mich gut verständlich und inhaltlich absolut ausreichend. Ich bin froh, dieses Buch zu besitzen und damit arbeiten zu können. Einen Vergleich zu Alternativen wie Exaplan und Hammerexamen konnte ich zwar noch nicht durchführen, allerdings muss wohl auch jeder selbst entscheiden, welcher Stil ihm besser liegt.

Vepackt in 2 dicken Bänden mit einem symbolisch wertvollen Cover – der gesamte Stoff des Medizinstudiums – beziehungsweise das, was wir am Ende desselben fürs HEX können müssen… also was is dran und drin und was kann das Ganze:

Erster Eindruck:das Ganze kann ziemlich viel…Handliches Format, welches in jede Tasche passt, nicht zu schwer und auch noch in einem praktischen Pappschieber…:) Durchdacht strukturierte 2 Bände – einmal Innere, Pharma, Hygiene – im anderen Chirurgie, Ortho und die sog. „kleinen“ Fächer. Alle Kapitel sind detailiert gegliedert, so dass man auch gezielt die einzelnen Krankheitsbilder/Techniken/etc. nachschlagen und lernen kann. Für Abwechslung im Text sorgen die farblich abgesetzten Merke-Boxen (sinnvoll als solche deklariert!!), Tabellen und so viele Bilder wie möglich, welche die Inhalte sinnvoll ergänzen. Denn schließlich soll es ja auch kein Atlas/Bilderbuch sein sondern ein Repetitorium.

Kapitel: Vor jedem Kapitel: Prüfungsschwerpunkte mit +++/++/+ Bewertung, um besonders wichtige Prüfungsthemen fürs Examen hervorzuheben. Wirklich wichtige Inhalte der jeweiligen Fächer werden mit einem blauen Balken am Rand markiert, so dass man auch mit weniger Zeit noch die wichtigsten Themen erkennen und durcharbeiten kann.Über die blauen Infoboxen werden die Inhalte dann auch untereinander vernetzt, so dass man am Ende ein gesamtheitliches medizinisches Konzept fürs HEX erarbeitet hat. Der Text ist kurz und streckenweise auch in Stichpunktform gefasst, was aber nicht nachteilig ist und die relevanten Inhalte dadurch nur deutlicher macht. Wehmutstropfen: Manche Texte sind gefühlsmäßig etwas zuu knapp gehalten. Die „fehlenden“ Inhalte finden sich dann aber in einer Info-Box wieder. So z.B. bei einigen Pharma-Kapiteln.Streckenweise finden sich Abbildungen/Texte aus der ähnlich knapp gehaltenen BASIC-Reihe (liegt wohl daran, dass diese z.T. die gleichen Autoren haben)

Fazit: Das mediscript StaR bietet eine fachlich überzeugende, übersichtliche und so detailiert wie nötige Examensvorbereitung. Vor allem für die visuellen Lerner unter uns wird dieses Werk sicher einen festen Platz im Regal bekommen. Für alle LMU-Medizinstudenten ist das Werk sowieso zu empfehlen, da es sich ja auch an der „hauseigenen“ LMU StaR – Repetitorien-Vorlesungsreihe orientiert. Kostenpunkt 149,99€ – aus meiner Sicht ein fairer Preis für das gesammelte und komprimierte Wissen aus 10 Semestern Studium.

HNO: 14.Auflage; Lenarz, Boenninghaus (Springer)

Für die Vorbereitung auf die Prüfung in Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde habe ich mir das gleichnamige Buch vom Springer Verlag, die 14. überarbeitete Auflage, ausgesucht. Das Buch ist 445 Seiten lang und ist in 10 Hauptkapitel gegliedert: Ohr (mit 134 Seiten das längste Kapitel); Nase, Nebenhöhlen und Gesicht; Mundhöhle und Pharynx; Larynx und Trachea; Ösophagus und Bronchien; Hals; Kopfspeicheldrüsen; Stimm-, Sprech- und Sprachstörung; Begutachtung; Leitsymptome und Differenzialdiagnosen.

Jedes Kapitel (bis auf die letzten drei genannten) hat folgende Unterkapitel: Anatomie und Physiologie; Untersuchungsmethoden und Klinik.

Diese Gliederung halte ich persönlich für äußerst sinnvoll, denn Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde befindet sich in den meisten medizinischen Curricula eher in höheren Semestern, deswegen sind die anatomischen Kenntnisse oft nicht mehr so parat. In diesen Abschnitten gibt es auch einige Bilder, meiner Meinung nach könnte es da allerdings noch mehr geben, denn in diesem Fach ist vor allem die räumliche Orientierung wichtig, denn an die meisten Begriffe kann man sich schon erinnern, aber die Zuordnung zu den zusammenhängenden Krankheitsbildern könnte man anhand mehrerer Bilder vielleicht klarer darstellen. Ebenfalls würde ich eventuell die Texte in Physiologie kürzen, weil man doch genügend Informationen zur Pathophysiologie in dem Klinik-Teil erhält. Das ist aber nur mein persönliches Gefühl, das bei den Studierenden in Modulstudiengängen anders sein könnte und ich kann mir auch vorstellen, dass es da durchaus mehr Sinn macht.

Ähnliche Anmerkungen hätte ich auch zu dem Untersuchungsmethoden-Kapitel. Ich hätte mir eventuell eine detailliertere Ausarbeitung von den Untersuchungsmethoden des Klinikalltags gewünscht und andersrum. Diese Kapitel sind sehr gut, kein Zweifel, aber beim Nachschlagen der Untersuchungsbefunde bei der z.B. Rhinoskopie habe ich außer einer Beschreibung des physiologischen Befundes nichts gefunden und selbst die fand ich mangelhaft, bzw. meine Fragen (was ist was, ist es normal, was sehe ich eigentlich) konnte es nicht wirklich beantworten.

Dafür muss ich die Klinik-Kapitel nur loben. Total übersichtliche Aufteilung von sehr vielen Krankheitsbildern wie man sich es nur wünschen kann: Definition, Ursachen, Einteilung, Symptome, Befunde, Therapie, Folgen. Wenn man alles ausreichend lernt, muss man eigentlich die meisten HNO-Prüfungen auch bestehen.

Fazit: Ein sehr gutes Lehrbuch für alle, die mehr als nur Basics wissen wollen/müssen. Für das 2. STEX mehr als genug, für das 3. bzw. als Vorbereitung für Bed Side Teaching wegen mangelnden Beschreibungen der praktischen Tätigkeiten eher nicht ausreichend.

Lunge und Atemwege: 1.Auflage; Lüscher, Steffel (Springer)

In dem Buch werden Grundlagen, diagnostische Techniken und die meisten Erkrankungen im Bereich der Lunge und der Atemwege behandelt und das kurz und knapp zusammengefasst auf 160 Seiten. Erschienen ist es 2014 als Teil der Reihe „Module Innere Medizin“, die besonders für Medizinstudenten und junge Assistenzärzte geschrieben sind um einen groben Überblick zu geben oder die wichtigsten Dinge noch einmal zu wiederholen ohne zu sehr in die Details zu gehen. Der Schwerpunkt liegt auf der Inneren Medizin während chirurgische Methoden eher vernachlässigt werden oder in einem Nebensatz auftauchen. Neben dem Text werden viele Abbildungen verwendet wie CT- und MRT-Bilder, Tabellen, histologische Schnitte und noch vieles mehr.

Das erste Kapitel befasst sich mit der Anatomie und der Physiologie der Lunge, um einen guten Einstieg in das Thema Lunge und Atemwege zu gewährleisten. Es ist kein ausführliches Kapitel, sondern dient mehr der allgemeinen Wiederholung. In den nächsten zwei Kapiteln wird die Diagnostik und die Epidemiologie pneumologischer Krankheiten besprochen. Darauf folgen Kapitel die in Übergruppen von verschiedenen Krankheiten eingeteilt sind: Obstruktive-, infektiöse Atemwegs- und Lungenerkrankungen, diffuse Lungenparenchym-, Lungengefäßerkrankungen, Lungen- und Bronchialtumore, Pleuraerkrankungen und zum Schluss wird noch auf Atemstörungen und Atemregulationsstörungen eingegangen und ein kleines Kapitel zur Tabakentwöhnung bildet den Abschluss.

Mir persönlich hat das Kurzlehrbuch „Lunge und Atemwege“ sehr gut gefallen. Es ist kurz und praktisch zusammengefasst und man kann sich in kurzer Zeit einen guten Überblick verschaffen. Außerdem finde ich auch das Anfangskapitel mit Anatomie und Physiologie gut, um nochmal die wichtigsten Grundlagen zu wiederholen und sich in das Thema einzulesen. Diagnostische Methoden werden sehr gut beschrieben und auch mit vielen Bildern verständlich gemacht. Die in Farbe hervorgehobenen Kästchen mit wichtigen Informationen sind sehr hilfreich und nicht zu häufig. Alles in allem wird man mit diesem Kurzlehrbuch gut für den Klinikalltag vorbereitet und kann damit auch die dazugehörigen Prüfungen bewältigen. Wer sich besonders für die Chirurgie interessiert, sollte sich überlegen ein anderes Buch zu kaufen, da dieses sich besonders mit der Inneren Medizin befasst.

Basiswissen Innere Medizin: 1.Auflage; C.Prinz (Springer)

„Viel Stoff und wenig Zeit?“, damit wirbt der Klappentext dieses Kurzlehrbuches von C. Prinz, Facharzt für Innere Medizin.

Für Medizinstudenten ist dieser Slogan sehr ansprechend, da die Fülle an Informationen die Zeit, die zur Verfügung steht, oftmals übersteigt. Für Neueinsteiger ist dieses Problem in diesem Fall gut gelöst, da das Buch einen unkomplizierten Einblick in die einzelnen Fächer bietet. Das Buch ist knapp 400 Seiten lang, zum Teil in Stichpunkte geschrieben, doch sind überwiegend ganze Sätze ausformuliert.

Die einzelnen Kapitel beinhalten:

Herzkreislauf (Kardiologie)

Atmungsorgane (Pneumologie)

Niere und ableitende Harnwege (Nephrologie)

Verdauungsorgane (Gastroenterologie)

Stoffwechselerkrankung (Endokrinologie)

Blutbildende Organe (Hämatologie)

Bewegungsapparat

Infektionskrankheiten (Infektiologie)

Zusätzlich gibt es noch Fallbeispiele, die den einzelnen Kapiteln zugeordnet sind. Die einzelnen Kapitel folgen einer mehr oder weniger einheitlichen Struktur:

Anatomie/Physiologie: Hier werden grundlegende Informationen zum betreffenden Thema aufgefrischt. Dieser Abschnitt ist nur rudimentär und ersetzt nicht das Wissen, dass man sich im vorklinischen Teil des Medizinstudiums angeeignet hat. Dennoch ist es ganz hilfreich, da sich mit der Zeit die ein, oder andere Wissenslücke aufgetan hat.

Diagnostische Methoden: Zu dem jeweiligen Fach (z.B. Kardiologie )werden kurz Maßnahmen, wie klinische Untersuchungen, Labordiagnostik, Röntgenthorax, Echokardiographie (Stress-Echo), Kardio-MRT, EKG, Herzkatheter erläutert und vorgestellt.

Erkrankung: Die häufigsten und wichtigsten Erkrankungen werden hier genannt. Dabei wird auch einem Schema gefolgt (Definition, Epidemiologie, Pathogenese, Symptome, Diagnostik, Therapie, Komplikationen). Die einzelnen Punkte werden jeweils nur kurz abgehandelt.

Leitsymptome: Jeweils ein kurzer zusammenfassender Abschnitt am Ende, der die wichtigsten Symptome auflistet und nochmal kurz wiederholt, was zu den einzelnen Erkrankungen geschrieben wurde.

Algorithmen: Hier wird kurz geschildert wie man bei bestimmten Leitsymptomen weiter vorgeht. Ziel ist es eine Diagnose zu stellen oder auszuschließen, mittels verschiedener diagnostischer Maßnahmen. Erklärungen im Text erläutern übersichtliche Graphiken zu den Herangehensweisen.Tabellen und farbige Abbildungen ergänzen zudem den Text. Im Text selbst gibt es Querverweise auf diese. Wichtige Sachverhalte sind hervorgehoben und sind stichpunktartig in „Übersichten“ festgehalten. Zusätzlich wird man darauf aufmerksam gemacht, welches Thema schon einmal im Stex (mit Jahr) vorkam. Dieses Buch verschafft einen guten Überblick über die Inneren Medizin. Es lohnt sich am Anfang ohne Vorerfahrung dieses Buch zur Hand zu nehmen. Es ist nicht alles darin enthalten, spezielle Sachverhalte sollten aus Vorlesungen, etc. ergänzt werden. Hierbei handelt es sich auch nicht um ein Nachschlagewerk. Nur dieses Buch alleine für Prüfungen zu verwenden würde ich nicht empfehlen – 90% als Ergebnis halte ich nicht für realistisch, dass man damit eine Prüfung bestehen kann schon. Dennoch sollte man noch andere Lernquellen haben und sich nicht nur hierauf verlassen.

Von G.Hupel

Checkliste Echokardiographie: 5.Auflage; Böhmeke, Schmidt (Thieme)

Allgemein: Das Buch umfasst 204 Seiten und kommt in einem handlichem 18,5 x 11,5cm Format daher. Es enthält einen eRef-Onlinecode, mit dem man auf eine digitale Version des Buches für Smartphone, Tablet oder Computer zugreifen kann.

Layout: Ein fester Plastikeinband schützt das Buch im klassischen Klinikalltag vor Verschleiß und passt sich flexibel der Kitteltasche an. Dazu soll ein rotes Einmerk-Band das Nachschlagen erleichtern.

Der Aufbau ist etwas anders als in den Vorauflagen. Gleich zu Beginn, beim Anheben des Deckels, findet sich (noch vor den Seiten bibliografischer Angaben) das Inhaltsverzeichnis aufgeteilt in die zwei wesentlichen Überkapitel „Grundlagen der Echokardiographie“ und „Organveränderungen im TTE und TEE“. Letzteres enthält am Ende noch einige Seiten über physikalische Grundlagen der Sonographie, die in den Altauflagen zu Beginn des Buches standen. Die letzten beiden Seiten des Buches zeigen Tabellen mit möglichen Befunden, Normwerten und Differenzialdiagnosen.

Die Überkapitel sind farblich voneinander abgegrenzt, Alles in Allem sieht man, dass der Verlag sich viel Mühe gegeben hat, ein handliches Werk mit schneller Infosuche herauszugeben.

Inhalt: Das Buch wartet mit sehr vielen Bildern auf, dabei wird man nie mit einem Echo-Foto alleine gelassen, sondern findet stets daneben eine farbige Zeichnung, die topographisch den Herzausschnitt zeigt, den man im Echo sieht mit entsprechenden Hervorhebungen.

Die Beschreibungen sind knapp formuliert und für die klinische Untersuchung aufs Wesentliche beschränkt. Trotzdem enthalten die Grundlagenkapitel ‚Echokardiographie’ zu Beginn des Buches und ‚Physikalische Grundlagen’ am Ende überraschend viel Lehrbuchwissen.

Fazit: Das Buch eignet sich hervorragend als kardiologisches Nachschlagewerk für die Kitteltasche und auch lernen lassen sich daraus alle Essentials der Echokardiographie.\r\nFür Studierende geht es über das prüfungsrelevante Wissen weit hinaus, da lohnt es sich mehr, es auszuleihen, um die Diagnostik, Pathologien, Bildschnitte und Techniken aus den Praktika nachvollziehen zu können. Bei weitergehendem Interesse an der Kardiologie ist es dagegen eine sehr sinnvolle Anschaffung.

Der Preis mit aktuell EUR 49,99 scheint für ein kleinformatiges 204 Seiten-Buch recht hoch, allerdings ist das Werk für einen Kardiologen – ob angehend oder nicht – fast obligatorisch. Für Studierende, wie bereits erwähnt, lohnt es sich bei Interesse auszuleihen und ist neben „EKG-Kurs für Isabel“ während einer Famulatur beim Kardiologen die Bestausstattung.

Kurzlehrbuch Neurologie: 2.Auflage; Rémi, Fesi (Elsevier)

Es ist ein etwas umfassenderes Kurzlehrbuch für Neurologie in der 2. Auflage von Elsevier, in 19 Kapitel gegliedert und hat 420 Seiten. Jedes Kapitel ist für sich kurz und prägnant, enthält aber genau die Informationen und ausführliche Erklärungen, die für die komplexen Themen der Neurologie notwendig sind, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Didaktisch ist das Lehrbuch sehr gut aufgebaut. Jedes Kapitel ist schön übersichtlich gegliedert. Trotz Fachsprache sind die Sachverhalte sehr verständlich und absolut ausreichend erklärt. Am Anfang jedes Kapitels gibt es ein Top-Ranking der wichtigsten IMPP-Themen, die am häufigsten gefragt werden. So ist es möglich individuell zu gewichten, je nachdem, ob man aus Zeitnot nur kurz einen groben Übelblick haben möchte oder sich vertieft in die Thematik einarbeiten will.

Pro Thema gibt es ein „Merke“-Kästchen, in dem das Wesentliche kurz zusammengefasst ist. Prüfungsrelevante und besonders wichtige Abschnitte (v.a. für das IMPP) sind deutlich gekennzeichnet. Zusätzlich gibt es nützliche Lern- und Praxistipps und am IMPP-orientierte klinische Fälle.

Das Kurzlehrbuch wird seinem Namen gerecht, da es viele nützliche Tabellen gibt, die einen schnellen Überblick und eine gute Zusammenfassung bieten.

Es hat didaktisch gut durchdachte Abbildungen (CTs, MRTs und viele andere für die jeweilige Erkrankung typischen Befundungsergebnisse z.B. EEGs) mit kurzen Beschreibungen, die das Wesentliche gut herausarbeiten.

Sehr nützlich sind auch die empfohlenen Youtube-Links. Die Youtube-Videos zeigen typische Untersuchungstechniken und Symptome verschiedenster Krankheitsbilder der Neurologie, die durch alleinige schriftliche Beschreibungen nicht so geeignet sind.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch! Geeignet als Kurzlehrbuch, wenn man grob einen Überblick haben möchte und keine Zeit mehr hat. Aber genauso auch für diejenigen, der sich tiefer einlesen und ein breites Wissensspektrum mit fundiertem Hintergrundwissen erwerben möchten.

Buchrezension "Neurologie hoch2", 1. Auflage, Prof. Dr. Matthias Sitzer, Prof. Steinmetz

Allgemeines

Das Buch “Neurologie hoch2” von Prof. Dr. Matthias Sitzer und Prof. Steinmetz erschien 2018 in erster Auflage vom Verlag Elsevier und umfasst 544 Seiten. Der Verkaufspreis beträgt 55,00 €.

 

Zielgruppe

Das Buch richtet sich an Medizinstudierende des klinischen Studienabschnitts, die sich im Neurologie-Block befinden und sich auf die zugehörige Prüfung oder auf das zweite Staatsexamen vorbereiten möchten.

Vorwissen sollte vorhanden sein, das Buch knüpft eindeutig an vorklinische und klinische Inhalte an. Trotz guter Einleitungen einzelner Kapitel muss man sich mit der Materie auskennen, um die daran anknüpfenden Inhalte verstehen zu können.

Durch die sehr detaillierte Darstellung klinisch neurologischer Inhalte ist dieses Buch nicht für Vorkliniker geeignet.

Auch Laien würde ich dieses Buch nicht empfehlen, da das vermittelte Wissen zwar auch gut Grundlagen wiederholt, hauptsächlich jedoch am im Medizinstudium vermitteltem Wissen anknüpft.

 

Aufbau und Inhalt

Auf 544 Seiten handelt dieses Buch 22 Bereiche der Neurologie, von Demenz über Schwindel und Bewegungsstörungen bis hin zu Erkrankungen des Liquorkreislaufs ab.

Das Konzept des Buches erinnert sofort an die “Duale Reihe”, da alle Seiten in Haupt- und Seitenspalten unterteilt sind. Anders als bei der “Dualen Reihe” ist das Buch laut Beschreibung nicht direkt Lehrbuch und Kurzlehrbuch gleichzeitig, sondern soll Wissen von Dozenten in Hauptspalten mit übersichtlichen, von Studenten geschriebenen Exzerpten in den “Studentenspalten” (=Seitenspalten) vereinen. Daher auch der Name “Wissen hoch2 – Dozent x Student”. Beim Lesen fällt jedoch auf, dass die “Studentenspalten” den Seitenspalten der “Dualen Reihe” und somit einem Kurzlehrbuch sehr ähneln.

Zu Beginn jedes der 22 Kapitel findet sich zusätzlich zum Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches ein Inhaltsverzeichnis für die Übersicht über das jeweilige Kapitel. Die Kapitel werden sehr schön eingeleitet, die Inhalte vieler Einleitungen wie z.B. Erkrankungen der Muskulatur erinnern in Gutem an die Zeiten der ersten Semester zurück. Die Aufarbeitung einzelner Themen ähnelt in kompakter Form dem Konzept von “Amboss” (Definition, Epidemiologie, Einteilung, Pathogenese, Klinik, Diagnostik, Therapie, Prognose usw.).

Die einzelnen Kapitel beginnen stets mit einer guten Wiederholung der dazugehörigen Anatomie und Physiologie, danach folgen bei Kapiteln wo dies sinnvoll ist übergreifende Unterthemen wie das klinische Management, Leitsymptome, Zusatzdiagnostik  etc. für das Kapitel.

Am Ende jedes Kapitels befinden sich Übungsfragen fürs Mündliche Examen mit Lösungshilfen und NKLM-Lernziele, allerdings umfassen diese nie mehr als eine knappe Seite. Auch wenn hierbei wichtige Themen wiederholt werden, finde ich dies zu wenig und würde persönlich in Vorbereitung auf das Mündliche Examen sicherlich eher zu einem anderen Buch (wie z.B. den MEX Büchern von Elsevier) greifen.

Besonders gut gefallen hat mir neben dem sehr guten Aufbau auch das Design des Buches

– das Buch wirkt modern und irgendwie anders als die sonstigen Lehrbücher, die man kennt. Die Inhalte sind übersichtlich angeordnet, farbliche Unterstreichung ist sehr gelungen und es gibt viele praktische “Cave”, “Lerntipp”, “Praxistipp”, “Merke” und andere Kästchen. Es besitzt ein weiches Cover, wodurch auch das Format eher etwas ungewöhnlich wirkt (DINA4, aber für die Größe selbst mit 544 Seiten recht dünn), allerdings muss ich sagen, dass hierdurch das Buch eher etwas unhandlich ist (ist ziemlich groß und verbiegt sich sehr leicht, zudem kriegen die Seiten beim unbedachtem Blättern schnell Falten oder Risse).

Zusätzlich beinhaltet das Buch einen Code, mit dem man online auf alle Inhalte des Buches (keine zusätzlichen) zugreifen kann. Zunächst gestaltete sich die Anmeldung seitens der Website schwierig, weil selbst nach mehreren Anläufen und Anmeldung mit zwei verschiedenen Email-Adressen “beim Verarbeiten meiner Anmeldung ein Fehler unterlaufen” ist, sodass ich erst einige Tage später, als die Anmeldung plötzlich funktioniert hat, auf die Inhalte zugreifen konnte.

Online fand ich die Inhalte des Buches 1:1 nach Kapiteln sortiert wieder, es gibt allerdings keine Suchfunktion, mit der man das ganze Buch nach Stichworten durchsuchen könnte. Zudem kann auf die Inhalte nur online zugegriffen werden, ich habe keine Möglichkeit eines Downloads oder eine “offline”-Funktion gefunden.

 

Didaktik

Da das Buch kein Kurzlehrbuch ist, beinhaltet es sehr viel Wissen in recht kleiner Schrift. Die Texte sind sehr verständlich geschrieben und lassen sich angenehm lesen. Auch durch das Design des Buches (angenehme Farben und schöne Gestaltung) fällt das Lesen der Texte nicht allzu schwer. Die “Merke” und andere Kästchen sind sinnvoll gesetzt und die Inhalte sehr gut formuliert. Auch die gewählten Bilder findet man an passender Stelle und veranschaulichen die Inhalte der Texte ausgezeichnet.

 

Preis

Durch die neue Auflage und über 544 Seiten finde ich den Preis von 55€ absolut gerechtfertigt. Zudem wird man ein ebenso gutes Nachschlagwerk für das Fach Neurologie neu kaum für einen geringeren Preis bekommen.

Das Buch ist über die Universitätsbibliothek München nicht als E-Book verfügbar, es gibt aber ein vor Ort benutzbares Exemplar in der Medizinischen Lesehalle (nicht ausleihbar).

 

Fazit

Insgesamt kann ich dieses Buch absolut weiterempfehlen – es ist vom Aussehen her mal etwas “Neues” und bringt im Modul 4 mal etwas Abwechslung ins Lernen hinein. Zudem ist  es ein sehr schön gestaltetes Nachschlagwerk, mit dem ich mich im Fach Neurologie gut aufgehoben fühlen würde.

Ganz ausgezeichnet!

Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie: 3.Auflage; Wülker (Thieme)

Aufbau: Das Lehrbuch für Orthopädie und Unfallchirurgie besitzt das handliche Taschenformat mit ca 12 x 19 cm. Die einzelnen Kapitel sind am Seitenrand farblich markiert um ein schnelles Nachschlagen und eine gute Übersicht zu gewährleisten.

Es ist inhaltlich nach den jeweiligen Abschnitten des Bewegungsapparates und nach System/Tumorerkrankungen gegliedert. Somit werden je Abschnitt, verschiedene Erkrankungen der Orthopädie, sowie Traumatas und Verletzungsmuster der Unfallchirurgie in einem Kapitel abgehandelt. Abgegrenzt durch eine Einleitende Überschrift.

Die spezifischen Erkrankungen werden unter den Punkten Ätiopathogenese, Diagnostik (Klinik, Bildgebung etc.) und Therapie abgehandelt. Ergänzt werden diese Unterpunkte ggf. durch blaue „ Gut zu Wissen“ Kästen in denen wichtige Sachverhalte hervorgehoben werden. Weiterhin dienen braune „Zusatzinfo“ Kästen der weiteren Vertiefung des Lernstoffes.

Inhalt: Folgende Kapitel beinhaltet das Taschenlehrbuch:

Hüfte, Becken, Oberschenkel

Fuß und Sprunggelenk

Wirbelsäule und Brustkorb

Schulter und Oberarm

Ellenbogen und Unterarm

Hand und Handgelenk

Tumorerkrankungen des Bewegungssystems

Systemerkrankungen, Syndrome

Fazit: Das Buch ist sehr handlich und bietet ein ausreichendes Maß an Informationen zum schnellen Nachschlagen und zum Bestehen von Prüfungen. So ist es im Vergleich zu anderen Kurzlehrbüchern auf keinen Fall im Nachteil, was die bloße Information in Schriftform angeht. Es sind viele Bilder der Radiologischen Diagnostik und Schemazeichnungen vorhanden. Etwas weniger Bilder gibt es für den intraoperative Situs oder von Verletzungen. Dafür jedoch von orthopädischen Deformitäten.

Aufgrund des Formates sind die Bilder klein gehalten, jedoch in ausreichender Qualität. Sehr nützlich und sehr angenehm zu lernen sind die Tabellen zu jeweiligen Untersuchungstechniken mit Bezeichnung der Technik, Bildern zum Ablauf und Deutung der Befunde.

Neugeborenennotfälle - Erstversorgung und Intensivmedizin: 2.Auflage; Hansmann (Schattauer)

Das Buch ist ein sehr umfangreiches Werk, das die komplette Palette der Versorgung von Neugeborenen-Notfällen sowie auch das gesamte Spektrum der relevanten intensivmedizinischen Versorgung umfasst.

Es ist eingeteilt in Teil I (Epidemiologie, Richtlinien und Organisation von Neugeborenen-Notarztdienst, Neonatologie und Geburtshilfe), Teil II (Basics für die Erstversorgung und Reanimation Neugeborener), Teil III (typische Szenarien im Neugeborenenalter), Teil IV (spezielle Notfälle und Probleme im Neugeborenenalter und jungen Säuglingsalter), Teil V (Notfallmedikamente zur Versorgung Neugeborener), Teil VI (Transport von Früh- und Reifgeborenen), Teil VII (Entscheidungsfindung in ethischen Grenzsituationen) und Teil VIII (Anhang mit Perzentilenkurven, Bilirubinkurven, Labor-Normwerte etc). Das Buch ist auf dem neusten evidenzbasierten Standard und auf Basis der aktuellsten internationalen Richtlinien. Didaktisch ist das Buch hervorragend konzipiert.

Sehr hilfreich sind das Abkürzungsverzeichnis und die Definitionen am Anfang sowie die Perzentilenkurven, Bilirubinkurven, Blutaustauschgrenzen, Normogramme der arteriellen Blutdrücke und Labor-Normalwerte am Schluss des Buches. Diese garantieren einen schönen schnellen Einstieg in das Thema und sind für eine Famulatur auf der Neointensiv ohne Vorwissen sehr gut.

Die Kapitel sind alle strukturell gleich aufgebaut, was ein schnelles Einlesen ermöglicht. Es gibt im Fließtext fett gedruckte wie auch kursive Satzteile und Aufzählungen, die bereits beim Überfliegen des Textes das Wesentliche gut gegliedert erfassen lassen und jeweils sinnvolle Merkkästchen mit prägnanten Merksätzen. Der Fließtext ist angenehm geschrieben und enthält das Wichtigste ohne zu weit auszuholen. Anschauliche Bilder mit sinnvollen Erklärungen daneben wie auch übersichtliche Tabellen und Algorithmen komplettieren das Ganze. Online-Refresher Fragen sorgen zusätzlich für den Wissenserhalt.

Eine weitere Stärke dieses Werkes ist die klare Praxisnähe. Es ist ein Handbuch mit konkreten Angaben (z.B. übersichtliche Dosierungstabellen sämtlicher Medikamente) und praktischen Anleitungen (z.B. Herzdruckmassage, Legen von Zugängen etc…).

Zusammenfassend ist zu sagen, dass dieses Buch seinen Preis absolut wert ist. Es ist so umfassend, dass man kein anderes Buch zusätzlich benötigt. Wer nach dem Studium in der Neonatologie und Pädiatrie (aber auch Geburtshilfe oder Anästhesie) arbeiten will, ist sehr gut beraten mit diesem Werk. In der Famulatur auf der Neointensiv war es mir auch persönlich eine große Hilfe. Als reines Lehrbuch oder als Einstig in das Thema ist es aber sicher zu fundiert.

Kinder- und Jugendmedizin: 14.Auflage; Koletzko (Springer)

Die 14. Auflage dieses Buches ist mit ca 650 Seiten recht umfangreich. Allerdings bekommt man durch die insgesamt ziemlich ausführlichen 23 Kapitel einen guten Überblick über alles was die Kinder- und Jugendmedizin zu bieten hat.

Aufbau: Zu Beginn jeden Kapitels werden Leitsymptome und allgemeine Grundlagen eines Krankheitsbildes dargestellt. In diesem Lehrbuch werden aber nicht nur die Pathologien thematisiert, sondern auch die einzelnen Entwicklungsstufen des Kindes und kindgerechte Untersuchungsmethoden. Auch Besonderheiten in der kindlichen Anatomie oder Physiologie werden besonders vorgestellt, was es vor allem für „Anfänger“ erleichtert, die Zusammenhänge in der Pädiatrie zu verstehen. Des Weiteren gibt die kurze Einführung vor jedem Kapitel einen Überblick was einen auf den kommenden Seiten erwartet. Zusätzlich findet man in jedem Kapitel zahlreiche anschauliche Bilder. In farbig abgehobenen Kästen werden die Kernaussagen noch einmal wiederholt und verschiedene Definitionen und Normwerte (z.B. APGAR-Schema, U-Untersuchungen) in Tabellen dargestellt. Diese liefern eine kurze Übersicht über die wichtigsten Fakten. Um die verschiedenen Krankheitsbilder zusätzlich besser verstehen zu können, wurden viele Schaubilder erstellt, die die Sachverhalte zusätzlich erklären (z.B. bei den Herzvitien). Durch die Graphiken, Bilder und Tabellen, auf die der Text auch immer wieder verweist, wirkt das Buch gut strukturiert. Zusätzlich erleichtert es jedem das Lernen, der nicht gerne aus Fließtext lernt. Mit einem roten „Cave!“ wird auf Gefahren und Besonderheiten hingewiesen, die in der Praxis potentiell für den Patienten gefährlich werden können. Des Weiteren finden sich immer wieder Fallbeispiele eingestreut, in denen klinische Befunde noch einmal wiederholt und in einen praktischen Zusammenhang dargestellt werden.

Inhalt: Das Buch beinhaltet die folgenden Kapitel:

Wachstum, Entwicklung und Reife

Anamnese und Untersuchung

Medizinische Genetik in der Pädiatrie

Neonatologie; Ernährung und Ernährungsstörungen

Stoffwechselstörungen

Endokrinologie

Infektionskrankheiten

Erkrankungen des Immunsystems

Hämatologische Erkrankungen

Krebserkrankungen

Erkrankungen des Nervensystems

Sozialpädiatrie

wichtige psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Notfälle und erste Hilfe

Tropenmedizin und Pädiatrie in Entwicklungsländern

Arzneimitteltherapie im Kinder- und Jugendalter.

Jedes Kapitel ist eingeteilt in Definition, Ätiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie. Dies vermittelt einen guten Überblick und eine Struktur. Die Pathologien werden in jedem Kapitel sehr detailliert aber leicht verständlich dargestellt. Es gibt jedoch einige Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler, was das sonst sehr angenehme Lesen des Buches etwas stört. Außerdem werden gewisse Inhalte, wie die Purpura Schoenlein-Henoch, mehrfach wiederholt, sodass es etwas redundant wirkt. Alles in allem lässt es sich durch den angenehmen Schreibstil und die zahlreichen Bilder jedoch gut lesen und man nimmt aus dem Gelesenen auch etwas mit. Auch zu erwähnen ist, dass gerade die Tabellen oft die Schwerpunkte des IMPP abdecken.

In der Mitte des Buches findet man noch ein Fallquiz, das in 14 Fällen mit je 4 Schritten das Gelernte überprüft und die wichtigen Fakten noch einmal auffrischt. Hier kann man z.B. die Beurteilung von Rötgenbildern oder die Verwendung von Wachstumskurven üben.

Fazit: Trotz einiger Redundanzen ist es ein gelungenes Lehrbuch zur ausreichenden Vorbereitung auf ein Staatsexamen oder auch zum Nachschlagen im späteren Klinikalltag. Für die, die es kurz und prägnant wollen ist es nicht zu empfehlen. Für den, der sich für die Pädiatrie interessiert, ist es eine gute Investition.

Preis:49,95€ (Hardcover-Buch)

Intensivkurs Pädiatrie: 1.Auflage; Dr. A. Muntau (Elsevier)

Der Intensivkurs Pädiatrie von Muntau ist die “Pflichtlektüre”, wenn man Modul 5 an der LMU absolviert. Zunächst einmal allein wegen der Tatsache, dass die besagte Autorin des Buches maßgeblich an der Gestaltung der Pädiatrie-Zwischenprüfung und Endklausur beteiligt ist und man dies sowohl an den verwendeten Bildern, als auch an der Art der Fragen erkennt. Schwerpunkte im „Muntau-Buch“ finden sich auch in Seminaren und Vorlesungen wieder, was die Mitarbeit erheblich erleichtert.

Allerdings hat der Intensivkurs auch ohne seinen LMU internen Bezug einiges zu bieten: Die Gliederung ist klar und übersichtlich. Der Text überaus verständlich und mit passenden Bildern und Tabellen veranschaulicht.

Das Wichtigste wird immer entsprechend durch einrahmende Kästchen hervorgehoben. Anders als bei vielen anderen Lehrbüchern ist man nicht von der schieren Masse der Inhalte und der Komplexität der Themen abgeschreckt, sondern es macht fast „Spaß“ hierin zu lesen.

Es werden im Wesentlichen alle Themen zur Genüge abgedeckt ohne sich dabei in Details zu verlieren.

Das Buch ist ein gelungener Mittelweg zwischen „dickem Wälzer“ und Kurzlehrbuch. Allerdings ist es für ein Taschenbuch, dass man beim Blockpraktikum in die Kitteltasche stecken kann zu groß und als ultimatives Nachschlagewerk nicht umfangreich genug und zu oberflächlich.

Für die Vorbereitung zum Staatsexamen reicht es im Großen und Ganzen ebenfalls aus, aber man merkt doch, dass anders als in den LMU-Klausuren, die Themenschwerpunkte von Buch und Examen manchmal etwas voneinander abweichen.

Als Bonus bietet der Elsevier Verlag den Zugangs-Pin für die Student Consult Funktion, wo man sich Bilder, Text und Videos im Internet ansehen kann, was ich persönlich allerdings nicht genutzt habe.

Mein Fazit: Der Intensivkurs von Frau Muntau bereitet optimal auf die von ihr gestellten Prüfungen vor und bietet mit seinen leicht verständlichen Texten einen guten Einblick in die Pädiatrie.

Endspurt Klinik: Pädiatrie; 1.Auflage (Thieme)

Allgemeines: Ich habe mich mit dem Endspurt Pädiatrie auf die MC-Prüfung am Ende von Modul 5 an der LMU vorbereitet und war sehr zufrieden damit.

Die Endspurthefte sind vor allem an Studenten gerichtet, die sich aufs 2. Staatsexamen vorbereiten wollen. Daher werden die vom IMPP häufig geprüften Fakten markiert und in den „Prüfungshighlights“ wiederholt. Das Skript umfasst 171 Seiten, die in 7 Lernpakete gegliedert sind. Auf Examen online kann man die zu den Lernpaketen passenden Fragen kreuzen.

Da es sich um ein Skript handelt werden einige Themen deutlich weniger ausführlich behandelt als in den entsprechenden Lehrbüchern. Trotzdem werden die wichtigsten Fakten verständlich und anschaulich vermittelt.

Aufbau: Das Skript beginnt mit den Grundlagen Pädiatrie bei Neugeborenen und behandelt dann über die Neonatologie die Entwicklung vom Säugling bis zum Kind. Danach werden nach Organsystemen sortiert die einzelnen Krankheitsbilder vorgestellt.

Infektionserkrankungen, Tumorerkrankungen Notfälle im und Kinder- und Jugendpsychiatrie sind einzelne Themenblöcke. Das Skript ist generell sehr übersichtlich, da sie Krankheitsbilder immer anhand desselben Schemas dargestellt werden (durch die Unterpunkte Definition, Epidemiologie, Ätiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie). Am Ende eines Themenblocks werden immer die fürs IMPP wichtigsten Fakten wiederholt.

Positives: Sehr am Pädiatrieskript gefallen mir die vielen Tabellen, gerade im Teil der sich mit Neugeborenen und Entwicklung beschäftigt. Dadurch werden ausführliche Themen wie Meilensteine der Entwicklung oder Vorsorgeuntersuchungen übersichtlich und kompakt dargestellt.

Auch bei Krankheitsbildern die diagnostisch schwierig voneinander zu unterscheiden sind wird auf Tabellen zurückgegriffen um sie einander gegenüber zu stellen.

Sehr praktisch zum Lernen ist auch, dass weniger prüfungsrelevante Themen verkürzt dargestellt werden, zum Beispiel bei den Stoffwechselkrankheiten.

Wenn die Diagnose über ein Bildgebendes Verfahren gestellt wird ist häufig auch das passende Sono/Röntgenbild gezeigt. Das letzte Lernpaket im Skript ist eher eine Wiederholung der allgemeinen Genetik, allerdings sehr praktisch um die Grundlagen nachzulesen wenn man etwas im Kapitel „genetisch bedingte Fehlbildungen und Syndrome“ nicht versteht.

Negatives: Vor allem bei Infektionskrankheiten und genetischen Syndromen könnten mehr Bilder gezeigt werden.

An der LMU wird bei der Pädiatrie Zwischenprüfung viel Wert auf das Erkennen von Krankheitsbildern anhand von Fotos gelegt, daher sollte man sich dafür beispielsweise die Bilder aus der Vorlesung oder aus anderen Lehrbüchern ansehen. Die Dysmorphien die bei genetischen Fehlbildungen und Syndromen beschrieben werden könnte man sich leichter mit dem passenden Bild dazu einprägen.

Fazit: Ich würde das Skript zur Vorbereitung für die Pädiatrie MC-Klausur weiterempfehlen, für die Zwischenprüfung sollte man sich zusätzliche Bilder anschauen.

Mit dem Endspurt Pädiatrie kann man sich zweifellos gut auf den schriftlichen Teil des zweiten Staatsexamens vorbereiten. Mich überzeugen der Aufbau des Skripts und sein Umfang, alle wichtigen Themen sind verständlich und anschaulich erklärt und übersichtlich mit Tabellen dargestellt.

Checkliste Neonatologie: 5.Auflage; Genzel-Boroviczény (Thieme)

„Checkliste Neonatologie” von Thieme in der 5. Auflage (2015) ist ein kompaktes Buch, das gut in die Kitteltasche passt und ziemlich alles, was man zur Neonatologie wissen möchte, in einer übersichtlichen Art und Weise zusammenbringt.

Es ist sehr übersichtlich gegliedert, mit vier Hauptteilen: der graue Teil für die Grundlagen, der grüne Teil für Leitsymptome und Notfälle, der blaue Teil für die Versorgung gesunder und kranker Neu- und Frühgeborener und der rote Teil für Reanimation und Pharmakologie. Diese sind jeweils wieder in eigene Kapitel eingeteilt, die klar strukturiert sind und das kurze Nachschlagen gut ermöglichen.

Daran schließt sich noch ein Anhang mit praktischen Formblättern und Perzentilen, sowie Tabellen mit Labornormwerten zur Orientierung an.

Das Buch ist als sehr praktisches Lehrbuch aufgebaut, und beschreibt auch das genaue Vorgehen bei praktischen Tätigkeiten, z.B. Zugänge legen oder Intubieren. Dazu gibt es auch viele sehr hilfreiche Abbildungen und Zeichnungen. Dadurch ist es etwas weniger als Werk für reines Prüfungslernen im Pädiatrieblock oder für das Examen geeignet und vermutlich auch zu detailliert dafür. Es eignet sich aber umso mehr für jemanden mit einem tieferen Interesse, der gerne mehr über das Fachgebiet und wie es in der Praxis aussieht, lesen möchte. Es ist ideal für eine Famulatur oder das PJ, sowie den Einstieg als beginnender Arzt in dem Bereich. Das Buch enthält die Beschreibung von allen relevanten Krankheitsbildern und die Vorgehensweisen in den jeweiligen Situationen. Auch zu Umgangsweisen mit Eltern in schwierigen Situationen und Gesprächs

Außerdem bietet es eine gute Übersicht und Auffrischung der Geburtshilfe, die für jeden, der irgendwie im neonatologischen Bereich tätig ist, wichtig ist.

Da es sich hier schon um die 5. Auflage handelt, ist dieses Werk auch vom Inhalt her gut überarbeitet und auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Als kleines Bonus gibt es für Apple-User mit dem Buch einen Code für die zugehörige iOS- App, um auch vom Handy aus nachschlagen zu können.

Zusammenfassend bietet die „Checkliste Neonatologie“ viele praktische Hinweise und ausführliche Erklärungen zu allem rund um die Neonatologie an. Es ist für eine praktische Tätigkeit in der Neonatologie hoch empfehlenswert. Allerdings würde ich bei dem Preis von ca. 40€ empfehlen, das Buch zunächst aus einer Bibliothek auszuleihen.

BASICS Pädiatrie: 3.Auflage; Hasselblatt, Förg, Gruber (Elsevier)

Das Buch ist aufgeteilt in einen allgemeinen Teil (Untersuchung, Neugeborenes und Frühchen, Wachstum und Entwicklung, Vorsorgeuntersuchung), einen speziellen Teil (spezielle Krankheitsbilder gegliedert nach Organsystemen) und in Fallbeispiele und Anhang (Normwerten, Perzentilen und differentialdiagnostische Übersichten).

Typisch für die Basics-Reihe ist dieses Buch prägnant und einfach geschrieben. Im Vergleich zu den vorherigen Auflagen ist der spezielle Teil nun nach Organsystemen gegliedert, was es übersichtlicher macht. Als erster grober Einstieg in das Thema Pädiatrie ist es geeignet. Als nützlicher Helfer in der Famulatur oder als komprimierte Prüfungsvorbereitung leider nicht.

Der allgemeine Teil ist viel zu knapp gehalten und trifft manchmal auch nicht ganz das Wesentliche (z.B. Wachstum und Entwicklung). Zum Teil wirft der Text mehr Fragen als Erklärungen auf. Hier würde es Sinn machen das Doppelseitenprinzip zu verlassen und den Inhalt aufzustocken, gerade beim Thema Frühgeborene. Die Tabellen sind zum Teil sehr klein, was es schwierig macht in einem kurzen Blick das Wesentliche schnell zu überfliegen (z.B. Entwicklung des Kindes). Da kann man dann auch gleich ein ausführliches Buch nehmen mit dem gleichen Zeitaufwand.

Der spezielle Teil wurde im Vergleich zur vorherigen Auflage inhaltlich aufgestockt und neu gegliedert. Als Übersicht ist dieser Teil geeignet. Dennoch kommt man auch hier nicht umhin genauer in einem ausführlicheren Lehrbuch nachzuschlagen, da öfter nicht alle wesentlichen Aspekte des jeweiligen Krankheitsbildes im Basics behandelt werden.

Sehr nützlich sind die Fallbeispiele und der Anhang. Die differentialdiagnostischen Übersichten finde ich allerdings zu den Fallbeispielen etwas redundant, da sie sich um die gleichen Themen drehen. Hier könnte man das Repertoire sinnvoller gestalten.

Zusammenfassend empfehle ich dieses Buch nur in Kombination mit einem ausführlicheren Lehrbuch und für Studenten, die die Pädiatrieprüfung lediglich bestehen wollen. Für Pädiatrieinteressierte und Famulanten/PJ-ler ist es zu ungenau und knapp.

"Pädiatrie hoch2": 1.Auflage; Prof. Dr. med. Ania Carolina Muntau, Dr. med. Joenna Driemeyer (Elsevier)

Allgemeines

Das Buch “Pädiatrie hoch2” von Prof. Dr. med. Ania Carolina Muntau und Dr. med. Joenna Driemeyer erschien 2018 in erster Auflage vom Verlag Elsevier und umfasst 662 Seiten. Der Verkaufspreis beträgt 60,00 €.

 

Zielgruppe

Das Buch richtet sich an Medizinstudierende des klinischen Studienabschnitts, die sich im Pädiatrie-Block befinden und sich auf die zugehörige Prüfung oder auf das zweite Staatsexamen vorbereiten möchten.

Vorwissen sollte man auf jeden Fall mitbringen: Trotz guter Einleitungen einzelner Kapitel und Themen werden viele Inhalte wie z.B. die Grundlagen und Pathophysiologien endokriner Erkrankungen als bekannt vorausgesetzt und nicht weiter ausführlich erläutert.

Sehr interessierte Vorkliniker können dieses Buch dennoch in manchen Fällen als einen Einblick in die Klinik sicherlich nutzen, beispielsweise für die Auswirkungen von Störungen im Stoffwechsel, allerdings bereitet dieses Buch spezifisch auf die Prüfungen der Pädiatrie während des klinischen Abschnittes des Studiums vor, sodass dieses Buch sicherlich erst nach dem Physikum einen großen Nutzen bringt.

Für Laien würde ich dieses Buch nicht empfehlen, da das vermittelte Wissen zwar auch manche Grundlagen beinhaltet und wiederholt, hauptsächlich jedoch am vorklinischen und klinischen Wissen anknüpft.

 

Aufbau und Inhalt

Angefangen bei Neonatologie, behandelt dieses Buch weitere 21 Kapitel mit pädiatrisch ausgerichteten Inhalten der Endokrinologie, Hämatologie, Kardiologie und vielem mehr. Auch pädiatrische Notfälle, Vorsorgeuntersuchungen und Kinderpsychologie werden behandelt.

Das Konzept des Buches erinnert sofort an die “Duale Reihe”, da alle Seiten in Haupt- und Seitenspalten unterteilt sind. Anders als bei der “Dualen Reihe” ist das Buch laut Beschreibung nicht direkt Lehrbuch und Kurzlehrbuch gleichzeitig, sondern soll Wissen von Dozenten in Hauptspalten mit übersichtlichen, von Studenten geschriebenen Exzerpten in den “Studentenspalten” (=Seitenspalten) vereinen. Daher auch der Name “Wissen hoch2 – Dozent x Student”. Beim Lesen fällt jedoch auf, dass die “Studentenspalten” den Seitenspalten der “Dualen Reihe” sehr ähneln.

Zu Beginn jedes der 22 Kapitel findet sich zusätzlich zum Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches ein Inhaltsverzeichnis für die Übersicht über das jeweilige Kapitel. Die Kapitel werden knapp aber gut eingeleitet, die Aufarbeitung einzelner Themen ähnelt in kompakter Form dem Konzept von “Amboss” (Definition, Epidemiologie, Einteilung, Pathogenese, Klinik, Diagnostik, Therapie, Prognose usw.).  Am Ende jedes Kapitels befinden sich Übungsfragen fürs Mündliche Examen mit Lösungshilfen und NKLM-Lernziele, allerdings umfassen diese nie mehr als eine knappe Seite. Auch wenn hierbei wichtige Themen wiederholt werden, finde ich dies zu wenig und würde persönlich in Vorbereitung auf das Mündliche Examen sicherlich eher zu einem anderen Buch (wie z.B. den MEX Büchern von Elsevier) greifen.

Besonders gut gefallen hat mir neben dem sehr guten Aufbau auch das Design des Buches

– das Buch wirkt modern und irgendwie anders als die sonstigen Lehrbücher, die man kennt. Die Inhalte sind übersichtlich angeordnet, farbliche Unterstreichung ist sehr gelungen und es gibt viele praktische “Cave”, “Lerntipp”, “Praxistipp”, “Merke” und andere Kästchen. Es besitzt ein weiches Cover, wodurch auch das Format eher etwas ungewöhnlich wirkt (DINA4, aber für die Größe selbst mit 662 Seiten recht dünn), allerdings muss ich sagen, dass hierdurch das Buch eher etwas unhandlich ist (ist ziemlich groß und verbiegt sich sehr leicht, zudem kriegen die Seiten beim unbedachtem Blättern schnell Falten oder Risse).

Zusätzlich beinhaltet das Buch einen Code, mit dem man online auf alle Inhalte des Buches (keine zusätzlichen) zugreifen kann. Zunächst gestaltete sich die Anmeldung seitens der Website schwierig, weil selbst nach mehreren Anläufen und Anmeldung mit zwei verschiedenen Email-Adressen “beim Verarbeiten meiner Anmeldung ein Fehler unterlaufen” ist, sodass ich erst einige Tage später, als die Anmeldung plötzlich funktioniert hat, auf die Inhalte zugreifen konnte.

Online fand ich die Inhalte des Buches 1:1 nach Kapiteln sortiert wieder, es gibt allerdings keine Suchfunktion, mit der man das ganze Buch nach Stichworten durchsuchen könnte. Zudem kann auf die Inhalte nur online zugegriffen werden, ich habe keine Möglichkeit eines Downloads oder eine “offline”-Funktion gefunden.

 

Didaktik

 

Das Buch lässt sich nicht direkt als leichte Kost bezeichnen. Beim Lesen musste ich sehr an Zeiten mit der “Dualen Reihe Biochemie” zurückdenken, denn auch dieses Buch erfordert einige Konzentration zum Lesen. Auch wenn die Inhalte den meisten Studierenden vermutlich spannender erscheinen als die Biochemie damals, umfasst dieses Buch (und die Pädiatrie an sich) dennoch viele Pathophysiologien, die verstanden werden müssen. Dafür hätte ich mir eher leichter zu lesende Erklärungen gewünscht.

Sehr viele Enzyme oder Hormone werden in ihrer physiologischen Funktion/Wirkung nur kurz erläutert, sodass man beim Lesen einen Computer zur Hand haben sollte um bei “Amboss” oder “DockCheck” das ein oder andere genauer nachzuschlagen.

Mit etwas Konzentration und kleinen Pausen kommt man jedoch gut durch das Buch hindurch, zum Nachschlagen eignet es sich optimal.

 

Preis

Durch die neue Auflage und über 650 Seiten finde ich den Preis von 60€ absolut gerechtfertigt. Zudem wird man ein ebenso gutes Nachschlagwerk für das Fach Pädiatrie neu kaum für einen geringeren Preis bekommen.

Das Buch ist über die Universitätsbibliothek München nicht als E-Book verfügbar, es gibt aber ein vor Ort benutzbares Exemplar in der Medizinischen Lesehalle (nicht ausleihbar).

Endspurt Klinik: Pharmakologie: 1.Auflage (Thieme)

Gestaltung: Das Format des Heftes bzw. der gesamten Heftreihe erwies sich als sehr handlich und praktisch zum Mitnehmen in die Universität. So konnte es bei diversen Unterrichtsveranstaltungen ohne viel Transportgewicht genutzt werden. Die Klebebindung ist leider etwas schwach ausgelegt, sodass der Buchrücken schon nach einiger Zeit seine Festigkeit verliert. Das Heft ist ansprechend gestaltet, vor allem das Inhaltsverzeichnis ist sehr gut und übersichtlich gegliedert, sodass man sehr schnell einen Überblick über die Inhalte erhält. Die Farbgebung ist ansprechend gestaltet und einheitlich verwendet. Insbesondere die Fazit-Kästen und Infoboxen sorgen für kleine grafische und inhaltliche Auflockerungen. Dadurch wird der Lernprozess erleichtert. Eine Legende zu den entsprechenden Farbcodierungen ist mit inkludiert. Allerdings stören die teilweise sehr groß geratenen Tabellen, die mit vielen Details große Hindernisse darstellen. Dieser Lernumfang ist jedoch wohl dem Fach der Pharmakologie zuzuschreiben, das sich insgesamt als sehr lernintensiv erweist. Eventuell wäre die Aufteilung in kleinere Tabellenblöcke sinnvoll.

Inhalt: Inhaltlich gesehen fasst das Heft die essentiellen und notwendigen Inhalte strukturiert zusammen. Dabei verzichtet der Autor auf nachrangige Details, die den Rahmen des Heftes sprengen würden. Verständlicherweise werden so einige Aspekte der Pharmakologie, insbesondere tiefergehende Medikamentendetails sowie Wirkprinzipien nicht berücksichtigt. Dazu muss ein umfangreicheres Werk herangezogen werden. Dagegen werden die relevanten Inhalte einprägsam formuliert und hervorgehoben. Die Gliederung der einzelnen Themengebiete in die Kapitel ist sehr gut gelungen. Für mich ist es in einem Fach wie Pharmakologie essentiell, den Überblick über die Medikamentengruppen zu behalten. Oftmals sind entsprechende Medikamente ähnlich zueinander. Wenn diese zusammen gelernt werden können, dann spart das viel Zeit. Entsprechend erhält der Leser die Möglichkeit, abschnittsweise in kleinen zusammenhängenden Blöcken (Lernpakete) zu lernen. Diese Lernpakete entsprechen dem Thieme SteX- Vorbereitungsplan. Für eine Einteilung mit einem Lernpaket pro Tag ist zwar viel zu tun, dennoch ist dies meiner Ansicht nach bei der Fülle des Inhaltes gerechtfertigt.

Fazit: Das Heft Endspurt Klinik: Pharmakologie ist inhaltlich und optisch sehr ansprechend gestaltet. Vor allem die Aufteilung in Lernpakete hilft sehr stark beim strukturieren Lernen. Teilweise sind die Tabellen etwas groß geraten und können beim Lernprozess stören. Inhaltlich gesehen wird viel Wert auf den thematischen Überblick gelegt. Für mich eignet sich das Heft als Übersichtswerk, das ich im laufenden Semester mit in die Lehrveranstaltungen nehmen kann, um dort die relevantesten Informationen kurz und bündig einzusehen. Für SteX-Studierende eignet sich das Heft bzw. die Heftreihe als Repetitorium, um die\r\nwichtigen Inhalte der anstehenden Prüfungen zu wiederholen. Insgesamt ergibt sich neben etwas Verbesserungspotenzial ein sehr gutes Begleitwerk für das Studium oder als Prüfungsvorbereitung. Preislich gesehen erhält der Studierende mit 12,99€ ein mit viel Mühe gestaltetes Werk, das es wert ist und nicht den Geldbeutel sprengt.

„Klinische Pathophysiologie“ : Hubert E.Blum,Dirk Müller-Wieland (Begründet Walter Siegenthaler); 10., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage

Allgemeines

Das Lehrbuch „Klinische Pathophysiologie“ ist ein relativ ausführliches Buch, welches sowohl Studierenden, als auch ÄrztInnen bei der Verständnisvermittlung und als praxisorientiertes Nachschlagwerk dient.

Zielgruppe

Das Buch richtet sich sowohl an Studenten des klinischen Studienabschnitts, als auch an wie Ärztinnen und Ärzte die das Buch als Nachschlagwerk benutzen können. Da das Buch primär als Lehrbuch gedacht ist, welches zu Beginn erst einmal die physiologischen Grundlagen behandelt, wird kein großartiges Grundwissen voraus gesetzt. Gegen Ende des Buches wird das Wissen vertieft und eignet sich somit auch als praxisorientiertes Nachschlagwerk, wie z.B. mit individualisierter Medizin und personalisierten Medikamenten im Kapitel 36.

Aufbau und Inhalt

Das Lehrbuch umfasst in etwa 1230 Seiten und ist in 36 Kapitel gegliedert. Diese reichen von den Grundlagen der allgemeinen und spezifischen Pathophysiologie aller Organsysteme, bis hin zur individualisierten Medizin. Die einzelnen Kapitel wiederum gliedern sich in Lektionen, in denen Themenschwerpunkte Schritt für Schritt erarbeitet werden. Die einzelnen Lektionen bestehen aus dem verständlich formuliertem Text, meistens circa ein bis zwei Abbildungen pro Seite und mehreren „Merke“-Kästchen. Diese erlauben einem das soeben erarbeitete Thema schnell und präzise zu wiederholen, oder auch nur das Wichtigste nachzuschauen. Was mir besonders gut gefällt ist, dass es zu jedem neu erklärtem Thema eine Abbildung, Schemata oder Tabellen gibt, um sich die Inhalte besser vorstellen zu können. Wie zum Beispiel auf Seite 150, wo es um die „Biosynthese und Sekretion des Insulins“ geht. Ich fände es sehr schwierig mir dieses Thema allein an einem Text zu erarbeiten, aber durch die Abbildung wird man schneller zum Lernerfolg geführt. Ein Nachteil des Buches ist sicherlich, dass es so ausführlich ist und es unrealistisch wäre das ganze Lehrbuch nur für eine Prüfung durch zu arbeiten. Allerdings kann das Lehrbuch als ständiger Begleiter dienen, mit dem man sich gemeinsam die klinische Pathophysiologie sowohl im klinischen Studienabschnitt, als auch danach erarbeitet. Ebenso bietet der Einband einen Zugangscode für ein Online Lernprogramm zum frei rubbeln.

Didaktik

Die Sprache ist leicht verständlich und durch die Lektionen werden die einzelnen Kapitel noch mal sinnvoll unterteilt, wodurch der strukturierte Lernerfolg unterstützt wird. Das Inhaltsverzeichnis ist gut gegliedert und bietet einen raschen Überblick über die Inhalte der einzelnen Lektionen. Mit Hilfe des Sachverzeichnisses findet man zielsicher zur erklärenden Seite des gesuchten Stichworts.

Preis

Das Buch kostet im Handel 189,99 Euro. Dadurch dass das Buch Lehrbuch (mit Online Zugang) und auch langfristiges Nachschlagewerk zugleich ist, ist dieser Preis durchaus gerechtfertigt. Allerdings sollte man sich auch gut überlegen, ob man sich ein so umfangreiches Buch zulegen möchte, wenn man so viel Geld darin investieren muss.

Fazit

Das Buch „Klinische Pathophysiologie“ ist einfach und verständlich geschrieben, gut Strukturiert und insgesamt sehr umfassend. Die vielen Lektionen und Abbildungen erleichtern dem Leser das Thema schnell zu begreifen. Die Themen sind fächerübergreifend organisiert, sodass man dieses Lehrbuch für viele klinische Fächer benutzen kann. Somit stellt das Buch ein sehr gutes Lehrbuch für die klinische Pathophysiologie dar, sowohl zum Nachschlagen, als auch zum Vertiefen.

Kurzlehrbuch Pathologie: 2.Auflage; Krams, Frahm, Kellner, Mawrin (Thieme)

Allgemein: Trotz des Titels „Kurzlehrbuch“ umfasst das Werk 561 Seiten, was daran liegt, dass es sämtliche wichtigen Themen sowohl der allgemeinen, als auch speziellen Pathologie beinhaltet. Die Abbildungen sind in Farbe und das Buch enthält einen Freischaltcode für die Thieme Campus-App.

Layout: Das Softcover-Lehrbuch ist mit 24 x 17cm etwas größer als DinA5 und passt so in die meisten Taschen. Die Einteilung erfolgt neben Inhaltsverzeichnis in 29 Kapitel zuzüglich Glossar und Sachverzeichnis, die sich in 13 Überkapitel von „Allgemeine Pathologie“ bis über die einzelnen Organsysteme gliedern.

Der Lehrbuchaufbau ist recht übersichtlich gelungen und jedes der 29 Kapitel ist in Unterpunkte gegliedert, die jeweils mit einem ‚Key Point’, also einer Kurzinhaltsangabe des nachfolgenden Textes, beginnen. Zusätzlich finden sich zahlreiche farbig hervorgehobenen „Merke“-Kästen im Text, damit man wichtige Details nicht einfach überliest.

Nutzt man es als Nachschlagewerk, findet man mithilfe der Inhaltsangabe und farbigen Randmarkierungen sehr schnell, was man sucht. Die eben beschriebene didaktische Themenaufteilung ist dabei recht hilfreich.

Inhalt: Das Buch liest sich flüssig und fasst die Pathologie sinnvoll zusammen. Enthalten sind sämtliche wichtige Themen, so kann man das Lehrbuch aus Studierendensicht durchaus als „vollständig“ bezeichnen. Ein Schwachpunkt sind einige der 127 Tabellen, die teilweise extrem überladen oder überflüssig und deshalb nicht immer hilfreich beim Lernen sind.

Die sehr zahlreichen Bilder andererseits wurden gut gewählt – es handelt sich zum Teil um histologische Ausschnitte, Fotografien, sowie Grafiken und sie zeigen anschaulich die Beschreibungen im zugehörigen Text.

Das Glossar dient dazu, schnell einzelne Begriffe nachzuschlagen. Das soll insbesondere dann helfen, wenn man nicht von vorne anfängt zu lernen und deshalb einige Begriffserklärungen „verpasst“ hat.

Fazit: Zum Lernen der Grundthematiken und Nachschlagen im späteren Studienverlauf eignet sich das Buch gut. Wer allerdings wenige Tage vor der Klausur steht, sollte sich besser etwas Kürzeres holen, da es für ein Kurzlehrbuch doch sehr umfassend ist.

Der Preis ist mit derzeit EUR 34,99 gerechtfertigt, da man es als Begleiter des gesamten klinischen Studienabschnittes nutzen kann und es vermutlich nicht nach der allgemeinen Pathologieprüfung zum verstauben ins Eck stellen wird.

Psychatrie: 16.Auflage; Tölle, Windgassen (Springer)

Aufbau: Das Buch Psychiatrie (einschließlich Psychotherapie) ist ein kompaktes, 403 Seiten langes Lehrbuch. Im Vergleich zum gewohnten Aufbau anderer Klinikbücher (nach Organen bzw. Organsystemen) ist dieses Werk in 3 große Abschnitte aufgeteilt: Einführung, Krankheiten und Behandlung. Das hat mich beim Öffnen des Buches leicht irritiert, weil ich mir anfangs nichts drunter vorstellen konnte. Allerdings ist dieses Konzept super, weil es in dem Teil „Krankheiten“ natürlich Informationen über Behandlung bei jedem Krankheitsbild gibt, dafür geht es in dem Teil „Behandlung“ viel mehr um die einzelnen Therapiekonzepte.

Inhalt: Im ersten Kapitel (Einführung) geht es vor allem darum, das Fach an und für sich vorzustellen und zu versuchen, den Studierenden den Unterschied zwischen Psychotherapie und Psychosomatik darzustellen, was manchmal schwer fällt. Die Erklärung samt vielen klinischen Beispielen ist sehr gut und nicht übermäßig kompliziert geschrieben. Weiterhin geht es darum, die Methoden in der Psychiatrie vorzustellen. Alles ist folgendermaßen gegliedert: Bei jedem Unterkapitel gibt es einen blauen Kasten, der eine Art „wichtigste Info“ bzw. ausgearbeitete Definition darstellen sollte. Normaler Text beschreibt dann ausführlich die jeweilige Methode (Einteilung, detailliertere Informationen) und in kleiner Schrift gibt es Aufsätze, die über nicht-Uni-relevante bzw. sehr spezielles Wissen informieren.

Das umfangreichste Kapitel, „Krankheiten“ ist wiederum in 19 Unterkapitel gegliedert, die eigentlich das gesamte Spektrum aller möglichen psychischen Erkrankungen (die man so für IMPP und Uni) wissen muss. Jedes Krankheitsbild wird mit seiner Ätiologie, Symptomatik, Syndromen/Subtypen, Verlauf und Prognose, Diagnose und Abgrenzung und Therapie vorgestellt. Was ich sehr hilfreich fand, waren Ausschnitte „mit den Worten des Patienten“, wo man sich die typischen Äußerungen des Patienten durchlesen konnte. Danach konnte ich mir meistens tatsächlich ein klares Bild von dem Patienten und der Erkrankung verschaffen.

Das letzte Kapitel „Behandlung“ beschreibt die verschiedenen Therapiekonzepte des Psychiatrie: Psychotherapie, Somatotherapie, Notfalltherapie und Krisenintervention. Somatotherapie glänzt mit einer hervorragenden Zusammenfassung der Psychopharmaka. Ein besonderer Wert wird in beiden letzten Kapiteln auf die Kinder- und Jugendpsychiatrie gelegt, die hier tatsächlich sehr gut ausgearbeitet ist. Es ist ebenfalls das Aushängeschild dieser bearbeiteten Auflage, wozu ich sagen kann: zu Recht!

Fazit: Ein tolles Buch für alle, die sich mit der Psychiatrie mehr beschäftigen wollen als die Uni-Skripte oder Amboss anbieten. Es ist auch eine sehr geeignete Grundlage für Praktika (Bedside-Teaching, Famulatur, PJ), denn die Krankheitsbilder werden sehr gut und nachvollziehbar dargestellt. Für die Examensvorbereitung (M2 bzw. M3 Psychiatrie als Losfach) würde ich persönlich dieses Werk wegen seiner Ausführlichkeit nicht empfehlen. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass es eben deswegen ein guter Begleiter für die Assistenzarztzeit sein kann!

Lehrbuch Psychatrie: 1.Auflage; Fleischhacker, Hinterhuber (Springer)

Dieses Lehrbuch präsentiert sich als Taschenbuch mit knapp 600 Seiten. Es umfasst psychische Störungen nach aktueller ICD-10-Klassifikation mit entsprechenden Erklärungen. Die Kapitel sind in Oberthemen gegliedert. Jedes Krankheitsbild beinhaltet die Psychopathologie, Ätiologie, Klassifikation und Therapien. Untermauert werden die jeweiligen Themen mit Diagrammen, Tabellen und etwaigen Fallbeispielen. Am Ende jedes Kapitels sind Vorschläge für weiterführende Literatur zu den jeweiligen Störungen aufgelistet. Ergänzend zu den Standardthemen umfasst das Buch wichtige aktuelle Themen wie Kinder und Jugendpsychiatrie, Gerontopsychiatrie, Suizid und Suizidalität, Psychiatrischer Notfall, Psychotherapeutischer Verfahren, Sozialpsychiatrie, Psychiatrische Rehabilitation, Konsiliar-/Liaisonpsychiatrie und Forensische Psychiatrie. Neueste Forschungsergebnisse aus Pharmakologie, Psychotherapie sowie aus der Sozialpsychiatrie wurden eingearbeitet.

Der psychopathologische Befund ist leider sehr knapp geraten. Die jeweiligen Themen sind sehr umfangreich und detailliert, bis hin zu Hintergrundinformationen zur Geschichte der Psychiatrie.

Sehr hilfreich ist das Glossar am Ende des Buches mit Erklärungen vieler psychiatrischer und psychopathologischer Fachausdrücke.

Fazit: Dieses Buch ist geeignet für Medizinstudenten, die sich tief in die Thematik einarbeiten wollen. Als Kurzlehrbuch, das einen schnellen prägnanten Überblick bietet und als Prüfungsvorbereitung unter Zeitdruck ist es nicht geeignet. Es geht sehr ins Detail und ist so umfassend, dass es für Assistenten in der Weiterbildung, Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten empfehlenswert ist.

Kurzlehrbuch Psychatrie: 1.Auflage; B.Bandelow, O.Gruber, P.Falkai (Steinkopff)

Das Kurzlehrbuch Psychiatrie wird mit 315 Seiten seinem Namen durchaus gerecht. Sein Aufbau orientiert sich an der Nummerierung der ICD-10-Klassifizierung und deckt so das gesamte Gebiet der Psychiatrie ab. Das Buch ist in die großen Kapitel „Psychiatrische Syndrome und Krankheiten“, „Psychiatrische Notfälle“, „Behandlung psychischer Störungen“ und „Rechtliche Fragen und Forensik“ eingeteilt, was einem beim ersten Lesen einen guten Überblick verschafft. Das Layout ist schlicht gehalten in schwarz-weiß und blau und auch Abbildungen sind kaum zu finden, wobei der Stil des Buches an die „Basiswissen“-Reihe aus dem Springer-Verlag erinnert, doch es ist mit Hardcover sehr gut ausgestattet für ein Kurzlehrbuch. Die Unterkapitel sind einheitlich aufgebaut und handeln nacheinander Definition, Symptomatik, Diagnostik und Therapie ab, wobei die Kapitel mit zahlreichen grau hinterlegten Merkkästen ausgestattet sind. Blaue Kästen bieten interessante Zusatzinformationen, die zwar nicht unbedingt prüfungsrelevant sind, das Lesen aber ein bisschen abwechslungsreicher gestalten.

Positiv: Das Kurzlehrbuch vermittelt in möglichst knapper, aber vollständiger Form das gesamte prüfungsrelevante Spektrum der Psychiatrie. Durch die übersichtliche Gestaltung lassen sich Themen und Informationen schnell finden und auch eine kurzfristige Prüfungsvorbereitung ist mit diesem Buch kein Problem. Besonders wichtige Fachbegriffe sind farblich hervorgehoben, was das prüfungsorientierte Lernen etwas erleichtert. Die Vermittlung des Stoffes wird durch zahlreiche Fallbeispiele unterstützt, an denen man das Gelesene noch einmal anwenden und vertiefen kann. Trotz seiner kurzen und knappen Formulierungen gestaltet sich das Lesen dieses Buches flüssig und angenehm.

Negativ: Die Kürze, die manchen als vorteilhaft erscheinen mag, lässt keinen Platz für die Erläuterung komplexer Zusammenhänge dieses Faches. Außerdem fehlen Abbildungen und Tabellen, die manche Informationen anschaulicher gestalten würden. Für Studenten, die sich über das Hammerexamen hinaus für Psychiatrie interessieren, ist sicher ein ausführlicheres Buch zu empfehlen.

Fazit: Ein sehr gutes Buch für alle diejenigen, die sich in kurzer Zeit auf das große Fach Psychiatrie vorbereiten müssen und sich dabei auf die wesentlichen Fakten konzentrieren möchten. In Kombination mit Seminaren und Vorlesungen, die einem ein Verständnis für die Psychiatrie vermitteln, ist das Kurzlehrbuch zum Lernen ideal. Wer jedoch tiefer in die Psychiatrie einsteigen möchte oder sich an dem schlichten Layout ohne Abbildungen stört, sollte lieber ein größeres Lehrbuch wählen.

Duale Reihe: Psychatrie, Psychosomatik und Psychotherapie: 6.Auflage; Möller, Laux, Deister; (Thieme)

Ich bin Medizinstudentin im neunten Semester an der LMU München und verwende sehr gerne die „Dualen Reihen“, um mich auf Prüfungen und Co vorzubereiten.

Aufbau: Das Fachwissen der Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie wird auf 670 Seiten vermittelt und ist in vier übergeordnete Abschnitte aufgeteilt. Teil A widmet sich den allgemeinen Grundlagen, Teil B erläutert einzelne Erkrankungen näher, Teil C vermittelt Therapievorschläge und Teil D geht auf die juristischen Aspekte dieser Fachgebiete ein.

Ein Kapitel ist in mehrere Unterkapitel und Unterpunkte aufgeteilt, was strukturiertes Lernen ermöglicht. Insgesamt finde ich den Aufbau, die Gliederung und die graphische Gestaltung dieser Dualen Reihe sehr ansprechend.

Inhalt: Wie jede „Duale Reihe“ ist auch diese dual aufgebaut: Die Seiten liefern ein ausführliches Lehrbuch mit zusammenhängenden Texten, Diagrammen und Bildern. Die Randspalte dagegen fasst die wichtigsten Fakten stichpunktartig zusammen und erlaubt es Sachverhalte schnell zu verinnerlichen oder zu wiederholen. Somit erhält man zeitgleich Lehrbuch und Kurzlehrbuch in einem.

Besonders gut haben mir die „Klinischen Fälle“ und „Patientensichtweisen“ gefallen, die es mir erlaubten, ein tieferes Verständnis für die komplexen Sachinhalte zu erlangen. Als neu in dieser Auflage deklariert sind die Hinweise auf das US-amerikanische Diagnosesystem DSM5 zusätzlich zu dem bis jetzt verwendeten ICD-10 Klassifikationssystem, so dass die Auflage auf den neuesten Stand gebracht wurde und den aktuellen Anforderungen entspricht.

Extras: Der Zugang zum „Thieme-Campus“ (= Online Zugang zum Buch) ist ein großer Vorteil. Ich persönlich bevorzuge es, in Büchern zu blättern und zu lesen, aber die Such-Funktion einer Online-Version ist doch in vielen Situationen sehr nützlich. Die dem Buch beiliegende Video-CD-ROM soll Patientengespräche zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen beinhalten, da ich allerdings keine Möglichkeit habe diese CD abzuspielen, ist es mir leider nicht möglich den Inhalt bzw. die Qualität besagter Patientengespräche zu beurteilen. An dieser Stelle möchte ich Thieme dazu anregen, in Zukunft auf DVD/CDs zu verzichten und die Daten über den Online-Zugang zum Buch zum Download zur Verfügung zu stellen.

Fazit: Abschließend kann ich allen Studenten/innen, die sich näher für die Psychiatrie interessieren, dieses Buch empfehlen, da es auf dem aktuellsten Stand ist und sowohl Basics als auch profundes Fachwissen vermittelt und so sowohl zur Prüfungsvorbereitung also auch zur individuellen Interessensvertiefung genutzt werden kann.

Französisch für Mediziner: 2.Auflage; F.Balzer, A.Bredel, L.Haisch

Bei diesem Buch handelt es sich um ein recht kompaktes Werk, welches sich aus zwei Teilen zusammensetzt. Wie der Titel „Französisch für Mediziner“ bereits vorgibt beschäftigt sich das Buch im ersten Teil mit Vokabeln und Redewendungen, welche nach Themen geordnet vorgestellt werden. Den zweiten Teil bildet dann ein Wörterbuch speziell zu allen wichtigen medizinischen Begriffen. Die Abmessungen sind so gewählt, dass es in die Kitteltasche passt, auch wenn dieser gemeinsam mit anderen Büchern deutlich an Gewicht zunimmt. Allgemein setzt das Buch voraus, dass der Leser sich bereits ausführlich mit der französischen Sprache auseinandergesetzt hat, da im kompletten Verlauf nicht auf grammatikalische Themen eingegangen wird. Weiterhin wird nur das Spezialvokabular näher erklärt. Das Buch beginnt mit einem allgemeinen Teil der hilfreich ist für die Planung eines Auslands-aufenthalts. Das Buch erklärt allgemein das französische Gesundheitssystem, sowie die Ausbildung der Mediziner, welche sich wie bei uns in ein Studium und eine ärztliche Weiterbildung zum Facharzt aufteilt. Speziell hervorzuheben ist diesem Teil ein Kapitel zur Bewerbung, welches meines Erachtens sehr praktisch ist und hilft die Bewerbung sprachlich in die richte Form zu bringen. Danach beschäftigen sich die Kapitel mit dem Vokabular sowie Redewendungen für den medizinischen Alltag. Begonnen bei den allgemeinen Wörtern, welche man als Mitarbeiter in einer Klinik braucht, beschäftigt sich das Buch strukturiert von der Anamnese bis zu allen wichtigen klinischen Fächern und schließt mit einem Kapitel zur Labordiagnostik. Die Inhalte zu den einzelnen Themenbereichen der Medizin sind hierbei gut gegliedert und strukturiert. Die Kapitel sind ähnlich aufgebaut und nach Unterthemen gegliedert. So beginnt jedes Kapitel mit einem Abschnitt zur Anatomie und auch teilweise Physiologie und beschäftigt sich danach mit der Anamnese und Untersuchung sowie deren physiologischer und pathophysiologische Befunde. Das jeweilige Vokabular wird in Tabellenform präsentiert. Bei den Abschnitten zur Anamnese hilft einem das Buch indem es bereits fertigformulierte Sätze präsentiert, welche direkt verwendet werden können, wobei man aus Erfahrungen sagen kann, dass das eigene Formulieren meist das geringe Problem nebst dem genauen Verstehen der Antwort. Erwähnenswert erscheint mir hierbei auch, dass in einem kurzen Abschnitt auf die im jeweiligen Bereich verwendeten Abkürzungen eingegangen wird, welche sich im klinischen Alltag als sehr nützlich erweisen, da man sich nicht alle sogleich erschließen kann. Der zweite Teil des Buches beinhaltet ein Wörterbuch, welches sich sehr nützlich erweist als Nachschlagewerk, da gerade am Anfang das Vokabular der begrenzende Faktor ist, um erfolgreich auf einer Station mit zu arbeiten. Jedoch erschließen sich auch viele Wörter nach einiger Zeit, da diese den gleichen lateinischen oder griechischen Ursprung haben.Fazit: Somit handelt es sich um ein kompaktes Taschenbuch, dass ich sicherlich allen Medizinstudenten empfehlen kann, die vorhaben in Frankreich ein Praktikum, Auslandssemester oder PJ Tertial absolvieren wollen. Dieses Buch dient einerseits zur gezielten Vorbereitung auf den Arbeitsalltag als auch als Nachschlagewerk vor. Allerdings hat dieses Buch zur Voraussetzung, dass ihr bereits Französisch in Schrift und Sprache beherrscht.

Web-Seite „www.meditricks.de“

Allgemeines

Meditricks ist eine Web-Seite für Medizinstudenten.  Auf der Meditricks Web-Seite findet man zu den Fächern der Vorklinik und Klinik Meditricks. Ein Meditrick ist dabei ein Merkbild oder ein Video. In jedem Meditrick wird eine Krankheit bzw. ein Thema behandelt.

Die Idee hinter Meditricks ist, dass man sich Wissen durch Geschichten und Eselbrücken besser merken kann (sog. Mnemotechnik). Um die Thematik einprägsamer zu gestalten bedient sich Meditricks an einzigartigen Geschichten. Hinzu kommt, dass die Geschichten von emotional ansprechenden und unterhaltenden Figuren begleitet werden. Zu guter Letzt hat jeder Meditrick inzwischen sein eigenes Soundintro. Außerdem werden viele Fakten durch ihre eigenen Soundeffekte untermalt. Durch die Aktivierung des Hörgedächtnis werden zusätzliche Merk-Anker geschaffen.

Ziel der Web-Seite ist es dem Medizinstudenten das Lernen komplexer Inhalte zu erleichtern.

Zielgruppe

Die Web-Seite richtet sich sowohl an Vorkliniker und als auch an Kliniker. Allerdings gibt es mehr Meditricks für Kliniker.

Aufbau und Inhalt

Die Meditricks Web-Seite bietet Meditricks für die Klinik zu den Fächern Infektiologie, Pharmakologe, Innere Medizin, Pädiatrie und Neurologie. Die sog. Kleinen Meditricks beinhalten die Fächer Orthopädie, Urologie, Dermatologie, Auge und HNO. Die Vorklinik Meditricks sind gerade noch in der Entwicklung. Bis jetzt gibt es Meditricks zu den Fächer Neuroanatomie und Biochemie.

Generell werden nicht alle Krankheitsbilder bzw. der gesamte Stoff eines Fachs abgehandelt. Daher dienen die Meditricks eher als Ergänzung und zur Wiederholung.

Die neueren Meditricks untergliedern sich in Basiswissen, Expertenwissen, Quintessenz und einem Quiz.

In dem Basiswissensvideo erfährt man die Grundlagen, die man m Expertenwissen Video vertiefen kannst. Das Quintessenz-Video stellt nochmal die wichtigsten Fakten anschaulich dar. Anschließend kannst man sein erlerntes Wissen gleich bei einem Quiz testen.  Das Quiz ist selbst wieder in Videoform gestaltet und bedient sich bei der Erklärung der Antworten den eingeführten Figuren.

Am Ende findet man nochmal das Merkbild zum Wiederholen der wichtigsten Fakten.

Die älteren Meditricks bestehen in der Regel aus einem Video, einem allgemeinen Überblick über das Krankheitsbild und einer kurzen Zusammenfassung über Ursachen, Klinik, Diagnostik und Therapie des Krankheitsbildes. Auch hier findet man meist ein Merkbild.

Die Geschichten sind anschaulich gestaltet und erleichtern einem das Lernen. Jeder Meditrick ist einzigartig. Dadurch wird einem ermöglicht das erlernte Wissen auch langfristig zu speichern. Viele Studenten stopfen Wissen kurzfristig in sich rein, spucken es in der Prüfung aus und vergessen es anschließend wieder. Durch die Mnemotechnik kann dies verhindert werden.

Gerade die überaus ansprechenden Meditricks in der Vorklinik erleichtern einem das Lernen der sonst eher trockenen Anatomie und Biochemiethemen. Denn wer kann sich die den N.Trigeminus und seinen Verlauf nicht besser merken, wenn es die Geschichte um die Drillinge Crazy Eye Ophelius, Mad-Max und Mandel Mandy ist, die eine top-secret Mission „Operation fünf“ von der Regierung erhalten haben, erzählt.

Leider sind die älteren nicht so ausführlich wie die neueren Meditricks. Es gibt ältere Meditricks, die nur aus einem Merkbild bestehen. Andere ältere Meditrick-Videos gleichen eher einem Podcast, da sich über mehrere Minuten das Bild nicht ändert. Vorteil der älteren Medtricks ist, dass man unter dem Video meist noch die oben beschriebene Zusammenfassung findet.

Darüber hinaus arbeitet Meditricks mit der Web-Seite Amboss zusammen. Amboss ist eine Lernplattform für Medizinstudenten, die der Vorbereitung auf das Staatsexamen dient. Falls ein Meditrick zu dem jeweiligen Thema existiert, ist es am Ende des Kapitels auf Amboss verlinkt.

Didaktik

Die Erklärungen in den einzelnen Videos sind zwar eher knapp aber dennoch ausreichend ausführlich und nachvollziehbar. Die Meditricks sind auch ohne Hintergrundwissen verständlich.

Preis

Die Meditricks Web-Seite bietet unterschiedliche Klinik Pakete an. Darin sind 330 Meditricks enthalten.

Das 180 Tage Paket kostet 6,50 € /Monat (insgesamt 39 €), das 365 Tage Paket 5,50 € / Monat (insgesamt 66€). Das Monatspaket liegt bei 15€ falls man die Web-Seite erstmal 30 Tage testen möchte.

Die Grundlagen Pakete für die Vorklinik sind im Moment noch kostenlos. Die Vorklinik befindet sich auf der Meditricks Web-Seite noch im Aufbau.

Im Januar 2019 wird es aber noch ein Neuroanatomie Paket geben.

Generell stellt das Medtricks Team auf ihrer Web-Seite ein paar Meditricks kostenlos zur Verfügung.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die einzelnen Meditricks sehr gut als Ergänzung und zur Wiederholung in der Klausurvorbereitung dienen. Meiner Meinung nach sind die Medtricks alleine nicht ausreichend aber perfekt geeignet, um das erlernte Wissen vor allem auch langfristig zu festigen. Durch die anschaulichen Geschichten und Eselsbrücken, die sog. Mnemotechnik, gelingt dies sehr gut. Gerade Studenten mit visuellem Gedächtnis können von den Meditricks profitieren.

„Checkliste Anamnese und klinische Untersuchung“: 5. Auflage; Markus F. Neurath, Ansgar W. Lohse

Allgemeines

Das Buch „Checkliste Anamnese und klinische Untersuchung“ ist ein relativ kompaktes Buch, dass vor allem an Studierende im klinische Abschnitt und im praktische Jahr gerichtet ist. Es leitet einen dabei durch die Anamnese und klinische Untersuchung hindurch bis zum Aufstellen mehrerer Differentialdiagnosen.

 

Zielgruppe

Das Buch richtet sich sowohl an Studenten des klinischen Studienabschnitts, als auch an Studenten die bereits im praktischen Jahr sind. Da das Buch zu erst einmal die Grundlagen einer Anamnese und körperlichen Untersuchung erläutert, wird kein großartiges Vorwissen voraus gesetzt. Gegen Ende des Buches werden die Leitsymptome nochmals alle behandelt wobei ein großer Wert auf die Differentialdiagnostik gelegt wird, was im klinischen Alltag sehr hilfreich sein kann.

 

Aufbau und Inhalt

Die Checkliste umfasst in etwa 500 Seiten und ist in 30 Kapitel gegliedert. Diese reichen von den Grundlagen der Anamnese und der allgemeinen körperlichen Untersuchung, bis hin zu den speziellen Aufnahmeuntersuchungen in den verschiedenen Fachgebieten. Die einzelnen Kapitel wiederum gliedern sich in Unterkapitel, in denen Themenschwerpunkte Schritt für Schritt erarbeitet werden. Die einzelnen Unterkapitel bestehen aus dem verständlich formuliertem Text, circa ein bis drei Abbildungen pro Seite und oftmals einer Tabelle zur Zusammenfassung der besprochenen Thematik. Diese erlaubt einem den soeben erarbeitete Inhalt schnell und präzise auf einen Blick wieder zu sehen und die bestimmten Krankheitsbilder zu vergleichen.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass es zu den komplizierten Symptome oft auch eine Abbildung gibt, um sich die Symptomatik visuell besser vorstellen zu können. Wie zum Beispiel auf Seite 230, wo es um die „Untersuchung des gesamten Abdomens“ geht. Hier werden zum Beispiel in Abb. 12.6 abdominale Striae dargestellt. Ich glaube es wäre sehr schwierig sich ein solches Krankheitsbild vorzustellen wenn man es noch nie gesehen hat, aber durch die Abbildung kann man sich die Symptomatik leichter einprägen. Ein Nachteil des Buches ist eventuell, dass sehr viele Untersuchungen und Differentialdiagnosen zusammen aufgelistet sind und, dass man theoretisch auch durcheinander kommen könnte mit den, zum Teil, sehr spezifischen Untersuchungen. Allerdings kann man die Checkliste auch in der Kitteltasche als Nachschlagwerk benutzen, und zum Beispiel während einer Famulatur fach-spezifische Untersuchungen wiederholen.

Ebenso bietet das Buch einen Zugangscode für ein Online Lernprogramm zum frei rubbeln so dass man auch mit dem Handy auf den Inhalt zugreifen kann.

 

Didaktik

Die Sprache ist leicht verständlich und durch die Unterkapitel werden die einzelnen Kapitel noch mal sinnvoll eingeteilt, was das Nachschlagen von spezifischen Untersuchungen deutlich erleichtert.

Das Inhaltsverzeichnis ist gut gegliedert und bietet einen raschen Überblick über die Inhalte der einzelnen Unterkapitel. Mit Hilfe des Sachverzeichnisses findet man zielsicher zur erklärenden Seite des gesuchten Stichworts.

 

Preis

Das Buch kostet im Handel 39,99 Euro. Dadurch dass das Buch als Checkliste (mit Online Zugang) dient, mit dem man Zielgenaue Symptome nachschlagen kann, ist dieser Preis durchaus gerechtfertigt.

 

Fazit

Das Buch „Checkliste Anamnese und klinische Untersuchung“ ist einfach und verständlich geschrieben, gut strukturiert und umfasst insgesamt sehr viele Krankheitsbilder verschiedener Fachbereiche. Die Unterteilung der Kapitel in Unterkapitel mit Abbildungen und Tabellen erleichtert dem Leser das Nachschlagen von Informationen. Die Themen sind fächerübergreifend organisiert, sodass man diese Checkliste für viele klinische Fächer während der Famulatur oder dem praktischen Jahr benutzen kann. Somit stellt das Werk ein sehr gutes Nachschlagwerk für die Klinik dar.

Meditricks: Infektiobuch (Klinische Infektiologie und Mikrobiologie) Band 1

Allgemeines

In dem Buch werden die Themen Pädiatrie, STDs, Neurologie und Auge behandelt. Ziel ist es, die Symptome, Infektionswege, Diagnose und Therapie der Krankheiten mithilfe bunter Abbildungen und weiteren Mnemotechniken zu vermitteln.

Zielgruppe Kliniker

(mit Vorwissen zu den behandelten Themen)

Aufbau und Inhalt

Wie ist das Buch aufgebaut und welche Themen werden behandelt?

Das Buch gliedert sich in die Themen Pädiatrie, STDs, Neurologie und Auge, wobei die ersten beiden Kapitel deutlich umfangreicher sind. Auf den ersten Seiten jedes Kapitels werden in einer Übersicht alle Cartoons zu den Krankheiten mit Kurzerklärung dargestellt. Auf den folgenden Seiten werden die 47 Merkbilder genauer erklärt, die Symptome sowie Infektionswege, Diagnose und Therapie der Krankheiten beleuchtet und die Cartoons durch Befundbilder ergänzt. Zwischen den Seiten zu den Erkrankungen wird der Wissensstand mit Hilfe von Quizfragen überprüft, die zusammen mit dem zugehörigen Cartoon abgedruckt sind. Außerdem finden sich in dem Buch teilweise Tabellen, die z.B. die wichtigsten Kinderexanthemerkrankungen zusammenfassen.

Was hat einem besonders gut gefallen?

Meditricks bedient mit dieser Art von Lehrbuch eine neue Nische. Vor allem für den visuellen Lerntyp eignet sich das Buch sehr, aber auch alle anderen Studenten können von den Mnemotechniken profitieren. Der gesamte Cartoon ist auf einer halben Seite abgebildet und schafft somit einen geschlossenen Raum und im Kopf für die einzelnen Krankheiten eine Art Gedächtnispalast. Lustig sind auf einzelnen Seiten Infos zum Hintergrund von Meditricks (Entstehung der Cartoons, Büro, …).

Was kann man verbessern?

Verbesserungswürdig ist die Übersicht auf den einzelnen Seiten. In welchen Punkten kann das Buch weniger überzeugen, als andere? Das Buch wirkt sehr unübersichtlich und schreckt dadurch auf den ersten Blick ab. Es werden auf Grund der aufwendigen Darstellungen nur ausgewählte Krankheitsbilder knapp behandelt. Daher ist es lediglich eine Ergänzung zu den Standardwerken.

Didaktik In ihrem Buch setzt das Meditricks-Team auf bunte Mnemotechniken, die nicht nur das visuelle System sondern auch die Emotionen ansprechen. Dabei werden z.B. basierend auf Phonetik Fakten vermittelt. Die Cartoons sind durch einheitliche Assoziationen für bestimmte Symptome vernetzt und werden dadurch einheitlicher. Die Doppelseiten sind in klinisches Fach und Mikrobiologie unterteilt und schlagen dadurch die Brücke zwischen den beiden Fächern. Außerdem findet sich in gelben Kästen jeweils die Quintessence. Wie verständlich sind Erklärungen? Der Text zu den einzelnen Krankheiten ist sehr knapp zusammengefasst und erklärt jeweils die einzelnen Assoziationen zu Symptomen, Diagnostik und Therapie. Mit Hintergrundwissen sind die Erklärungen verständlich.

Preis

Der Preis von 39,00 € ist aufgrund der vielen farbigen Bilder und aufwendig gezeichneten Cartoons angemessen. Fazit Das Buch behandelt ausgewählte Erkrankungen und eignet sich daher nur als Ergänzung zu den Standardwerken. Vor allem für Personen mit visuellem Gedächtnis kann es das Lernen auf die Prüfungen erleichtern.

„Basiswissen POCUS – Point of Care Ultraschall lernen und sinnvoll einsetzen“: Bernhard Bailer, Florain Recker, Eva Matuschek; (Thieme)

Allgemeines:
Das Buch „Basiswissen POCUS – Point of Care Ultraschall lernen und sinnvoll einsetzen“ von Bernhard Bailer, Florian Recker und Eva Matuschek, erstmalig im Thieme-Verlag erschienen, ist ein sehr handliches Taschenbuch. Auf 184 Seiten wird die zielgerichtete Sonographie von typischen klinischen Notfallsituationen behandelt.

Zielgruppe:
Das Buch richtet sich bevorzugt an Medizinstudenten aus dem klinischen Abschnitt, die bereits medizinische Grundkenntnisse besitzen und sich für Famulaturen oder andere Praktika fundierteres praktisches Wissen aneignen möchten. Auch für Assistenzärzte ist das Buch gewiss eine gute Basis, um den Umgang mit dem Ultraschall zu vertiefen.

 

Aufbau und Inhalt:
Das Buch ist in 16 Kapiteln gegliedert, die sich auch über eine Online-Plattform kostenlos freischalten lassen. In den ersten Kapiteln werden die Grundlagen und Rahmenbedingungen der Sonographie und insbesondere die FAST-Sonographie besprochen. Anschließend werden die einzelnen Organsysteme systematisch abgearbeitet. Die Kapitel sind in etwa gleich aufgebaut, zu Beginn die Indikation, das physiologische Ultraschallbild des jeweiligen Organs und danach die wichtigsten Pathologien, die sonographisch diagnostiziert werden können. Für die Echokardiographie gibt es sogar einige Videos, die mittels QR-Code im Buch aufgerufen werden können. Am Ende des jeweiligen Kapitels findet sich ein Kästchen mit einem beispielhaftem Befundtext und einigen Übungsaufgaben, um die Inhalte des Kapitels zu wiederholen.
Positiv an diesem Buch ist auf jeden Fall die graphische Gestaltung und auch die strukturelle Gliederung. Die zweifache Darstellung der Sonographiebilder, einmal mit und einmal ohne Markierungen bzw. Erklärungen, trägt wesentlich zum Lernerfolg bei.
Schade ist es jedoch, dass z.B. die sonographische Überprüfung des Pankreas im Buch nicht aufgeführt wird.

 

 

Allgemeines:
Das Buch „Basiswissen POCUS – Point of Care Ultraschall lernen und sinnvoll einsetzen“ von Bernhard Bailer, Florian Recker und Eva Matuschek, erstmalig im Thieme-Verlag erschienen, ist ein sehr handliches Taschenbuch. Auf 184 Seiten wird die zielgerichtete Sonographie von typischen klinischen Notfallsituationen behandelt.

Zielgruppe:
Das Buch richtet sich bevorzugt an Medizinstudenten aus dem klinischen Abschnitt, die bereits medizinische Grundkenntnisse besitzen und sich für Famulaturen oder andere Praktika fundierteres praktisches Wissen aneignen möchten. Auch für Assistenzärzte ist das Buch gewiss eine gute Basis, um den Umgang mit dem Ultraschall zu vertiefen.

 

Aufbau und Inhalt:
Das Buch ist in 16 Kapiteln gegliedert, die sich auch über eine Online-Plattform kostenlos freischalten lassen. In den ersten Kapiteln werden die Grundlagen und Rahmenbedingungen der Sonographie und insbesondere die FAST-Sonographie besprochen. Anschließend werden die einzelnen Organsysteme systematisch abgearbeitet. Die Kapitel sind in etwa gleich aufgebaut, zu Beginn die Indikation, das physiologische Ultraschallbild des jeweiligen Organs und danach die wichtigsten Pathologien, die sonographisch diagnostiziert werden können. Für die Echokardiographie gibt es sogar einige Videos, die mittels QR-Code im Buch aufgerufen werden können. Am Ende des jeweiligen Kapitels findet sich ein Kästchen mit einem beispielhaftem Befundtext und einigen Übungsaufgaben, um die Inhalte des Kapitels zu wiederholen.
Positiv an diesem Buch ist auf jeden Fall die graphische Gestaltung und auch die strukturelle Gliederung. Die zweifache Darstellung der Sonographiebilder, einmal mit und einmal ohne Markierungen bzw. Erklärungen, trägt wesentlich zum Lernerfolg bei.
Schade ist es jedoch, dass z.B. die sonographische Überprüfung des Pankreas im Buch nicht aufgeführt wird.

 

Didaktik:
Das Buch ist zwar kurzgehalten, aber dennoch für das Verständnis ausreichend genug. Der Text ist sehr flüssig und verständlich geschrieben, wichtige Aspekte werden hierbei besonders hervorgehoben.

 

Preis:
Der Preis von 49,99 € ist für dieses Buch, auch wenn es sehr gut ist, definitiv für studentische Verhältnisse zu hoch angesetzt.

 

Fazit:
Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch auf jeden Fall weiterzuempfehlen ist. Die Sonographie spielt im klinischen Alltag eine wichtige Rolle, umso wichtiger ist es, sich damit ausreichend auseinanderzusetzen. Dieses Buch ist für den Einstieg ins routinierte Sonographieren sehr zu empfehlen.

Duale Reihe: Medizinische Mikrobiologie:Herbert Hof, Dirk Schlüter; (Thieme)

Rezensionen Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie

 

In meiner Rezension möchte ich Euch gerne die „Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie“ vorstellen, welches sich vor allem an die Studenten des Modul 1 richtet.

Gerade noch das Physikum vor einem Monat und jetzt schon in der Klink – so geht es den meisten Studierenden von euch im fünften Semester. Einiges, vor allem sehr detailliertes Wissen hat man noch aus der Vorklinik. Doch was fängt man damit in der Klinik an?

Die Bücher der Dualen Reihe sind vielen schon aus der Vorklinik bekannt und somit auch dessen Aufbau.

Insgesamt besteht das Buch aus 10 Teilen (Teil A bis J), welche sie je noch in Kapitel untergliedern. Zunächst wird das Kapitel immer vorgestellt, Funktion, Struktur sowie eine Einteilung unternommen. Anhand dieser Einteilung baut sich das Kapitel auf und man gelangt vom Groben zum Feinen.

Die Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie weist viel Text auf, was zunächst sehr abschreckend wirkt, allerdings kann die Duale Reihe wieder mit dem Zusammenfassungen am blauen Rand überzeugen, die einem helfen die passenden Textstellen zu finden. Auch die schematischen Abbildungen, aber auch Fotos der Bakterienkolonien und der klinischen Fälle sind sehr hilfreich, um den doch komplexen Stoff zu verstehen und zu veranschaulichen.

Nicht nur innerhalb der Kapitel ist eine Steigerung des Schwierigkeitsgrades zu erkennen, sondern auch hinsichtlich der einzelnen Teile. So werden zunächst im Teil A die Grundlagen besprochen (Entwicklung, Diagnostik, Chemotherapie, Infektionslehre), bevor es mit der Immunologie, Virologie und Bakteriologie, sowie der Mykologie, Protozoen, Helminthen, Arthropoden, der klinischen Infektiologie und der Hygiene und Impfungen weitergeht.

Bestimmt sind einige Teile nicht wichtig für die Klausur beziehungsweise sehr selten in der Klinik. Aber gerade durch die Unterteilung kann man die für sich interessanten und wichtigen Kapitel schnell heraussuchen und erarbeiten.

 

Knapp 60€ kostet die Duale Reihe, was sich definitiv lohnt, wenn man das Fach mag und sich in die Thematik vertiefen möchte. Wer allerdings die Mikrobiologie als Pflicht ansieht, für den reichen sicherlich auch die Vorlesungsfolien, um einen groben Überblick zu erhalten.

 

Die Duale Reihe Medizinische Mikrobiologie hilft optimal den Einstieg in die Klinik und den Umschwung von der Vorklinik zu bewältigen, da man einige Sachen noch aus dem Biologie und Biochemie Praktikum kennt. In dem hier vorgestellten Buch werden diese Themen nochmals vertieft und, besonders spannend, mit klinischen Fällen verknüpft und die Relevanz des Faches veranschaulicht.