Rezensionsübersicht

Hier findet ihr eine Liste von Rezensionen, die von Mitgliedern der Fachschaft verfasst wurden.

Bücher für die Vorklinik

    Anatomie: Der fotografische Atlas: 8. Auflage, Rohen, Yokochi, Lütjen-Drecoll (Schattauer Verlag)

    Allgemeines:51BhlHpz3CL._SX342_BO1,204,203,200_
    Der Schattauer Anatomieatlas ist ein fotografischer Atlas. Als solcher enthält er nicht nur Fotografien von Präparaten sondern auch Schemazeichnungen, Schnittbilder und Bilder von Lebenden (zur Oberflächenanatomie). Neben den Beschriftungen enthält er vereinzelt auch sehr knapp gehaltene Zusatzinformationen zu Funktion und Aufbau einer Struktur. Enthalten sind Abbildungen zur allgemeinen Anatomie, dem Bewegungsapparat, Rumpf, Kopf und Hals.

    Das Buch hat ein angenehme Handhabung und Größe. Das Layout wirkt etwas inkonsistent (viele unterschiedliche Schriftgrößen), beziehungsweise altmodisch. Dabei sind die Beschriftungen bisweilen etwas schwer zuzuordnen und unübersichtlich. An und für sich glänzt das Buch mit hervorragenden, sehr interessanten Präparaten, deren Qualität und Detailreichtum weit über dem „normalen“ Präparat aus dem Präpkurs liegt.  Die MRT-Schnittbilder sind bisweilen in geringer Qualität abgedruckt, sodass sie verschwommen sind. Die Schemazeichnungen sind meist in Ordnung, können aber nicht mit anderen gezeichneten Atlanten mithalten.

    Aufbau: 
    Vom Aufbau her ist der Atlas so gegliedert, dass einem Kapitel meistens zunächst Knochenlehre und Oberflächenanatomie vorangestellt ist. Danach werden Schicht für Schicht die tieferen Strukturen des Präparats dargestellt. Besonders bemerkenswert sind hier die Schnittbilder, denen die  gleichen Schnitte durch reale Präparate gegenübergestellt sind. Dies ermöglicht ein gutes Verständnis der Schnittbilder und ein besseres Erkennen und Lernen der gezeigten Strukturen. Bemerkenswert sind auch die teilweise angefärbten Präparate (z.B. Venen und Arterien).

    Obwohl die Qualität der Präparate herausragend ist, fällt es dem Ungeübten trotzdem schwer, Strukturen zu erkennen und zu erlernen. Dies liegt vor allem daran, dass Präparate von Natur aus unübersichtlich und nicht so strukturiert wie Atlaszeichnungen sind. Zusätzlich fehlen bei Muskeln und Nerven zusätzliche Informationen wie Verlauf, Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion.

    Zudem muss festgehalten werden, dass die Orientierung am Originalpräparat einfacher fällt, da man hier besser die Tiefe und die Strukturen (aufgrund der Dreidimensionalität) erkennen kann.

    Fazit:
    Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Fotoatlas aufgrund seiner herausragenden Präparate das Gefühl vermittelt, im Präpsaal zu stehen – lediglich der Formalingeruch fehlt. Er ist außerdem hervorragend zum Einüben der Strukturen; zum Erlernen empfiehlt sich allerdings der klassische, gezeichnete Atlas, da dieser Zusatzinformationen enthält und einfacher gegliederte Abbildungen. Für Anatomieinteressierte ist er ein Muss, für effizienzorientierte Studenten eher überflüssig.

    GRAY’s Atlas der Anatomie: 2. Auflage (Elsevier)

    Erster Eindruck:

    Bei Gray’s Atlas der Anatomie handelt es sich um ein einziges Buch mit 558 Seiten im Taschenbuchformat. Damit ist es leichter, als die meisten Konkurrenzprodukte. Das Design des Frontcovers wurde im Vergleich zur ersten Auflage verändert und sieht nun sehr ansprechend aus. Das Buch ist für knapp 25 Euro im Vergleich zu anderen Atlanten sehr erschwinglich

    Inhalt & Aufbau:

    Der Inhalt gliedert sich in folgende Kapitel:

    1. Der Körper (Allgemeine Anatomie)
    2. Rücken
    3. Thorax
    4. Abdomen
    5. Becken und Perineum
    6. Untere Extremität
    7. Obere Extremität
    8. Kopf-Hals

    Leider enthält der Atlas keine Abbildungen oder Erklärungen zur Entwicklung der einzelnen Organe. Zudem genügt der Atlas durch viel zu wenig Abbildungen zum Gehirn auf keinen Fall für Neuroanatomie.

    Das Besondere am Gray’s Anatomie Atlas sind folgende Eigenschaften:

    • Für die Klinik: Ungefähr 270 CT-, MRT- und Röntgenbilder und „Anatomie am Lebenden“ mit Abbildungen zur Oberflächenanatomie
    • lateinische Nomenklatur mit zusätzlichen Erklärungen zu jeder Abbildung in deutscher und englischer Sprache
    • zwei Register: Deutsch-Latein sowie Englisch
    • neu in der 2. Auflage: Übersichtstabellen und schematische Zeichnungen am Ende eines jeden Kapitels
    1. Didaktik

    Didaktisch ist der Atlas ähnlich wie seine “Konkurrenten” aufgebaut. Jedes Kapitel beginnt zunächst mit allgemeiner Oberflächenanatomie und widmet sich dann den knöchernen Strukturen mit Bändern und Knorpeln, der Muskulatur und den Organen samt Innervation und Gefäßversorgung,

    Die Abbildungen sind alle mit dem Computer generiert und erinnern damit an einen bekannten Atlas aus dem Thieme-Verlag. Darüber wurden viele andere bildgebende Verfahren verwendet. So stehen anatomischen Abbildungen oftmals Röntgenbilder, CTs, MRTs, oder Sonografien gegenüber. Weiter bedient man sich der “Anatomie am Lebenden”, in dem Fotos von lebenden Menschen abgedruckt wurden und mit Beschriftungen ergänzt wurden.

    Die Beschriftungen sind sehr kurz. Erklärungen gibt es nicht.

    Der Atlas ist also weniger “anatomisch-theoretisch” aufgebaut. Vielmehr finden sich viele Bezüge zur Klinik, die den Atlas sehr modern und zeitnah wirken lassen. Darunter leidet jedoch manchmal etwas die Detailgenauigkeit wie man sie aus den großen bekannten Werken kennt.

    Jedes der 8 Kapitel ist mit einer anderen Farbe unterlegt, was ein Suchen nach Inhalten deutlich leichter macht. Innerhalb der Kapitel wird es mit der Orientierung jedoch schwieriger. Manchmal wirken die Abbildungen einfach nur aneinandergereiht. Da hilft dann aber meistens ein Blick in das Register weiter.

    1. Kommentar/Empfehlung:

    Auch der Gray’s Anatomie Atlas hat neben seinen großen Rivalen seine Daseinsberechtigung. Alleine ist er aufgrund nicht vorhandener Erklärungen nicht zu gebrauchen, wohl aber in Kombination mit einem Lehrbuch oder einer entsprechenden Lernsoftware. Das muss aber kein negativer Punkt sein, denn es handelt sich bei diesem Werk eben um einen reinen Nachschlage-Atlas.
    Nichtsdestotrotz mangelt es jedoch auch an Inhalten, wie z.B. der Embryologie.
    Erfreulicherweise besteht der Atlas aus einem einzigen Taschenbuch und ist daher zum Mitnehmen super geeignet.
    Durch die bilinguale Gestaltung mit klarem Fokus auf die deutsche Sprache ist der Atlas eventuell für Studierende mit weniger Deutschkenntnissen sehr interessant.

    Der Atlas ist vorwiegend im englischsprachigen Raum auch unter Medizinstudenten sehr populär und weit verbreitet.

    Eine abschließende Empfehlung kann ich nicht geben, denn ob einem die computergenerierten Abbildungen besser als Gezeichnete gefallen oder man lieber mehr Erklärungen hat, hängt stark vom Geschmack des Einzelnen ab. Ein Blick in diesen Atlas zu werfen lohnt sich aber alle Mal!

    LernKarten der Anatomie: 6. Auflage (Thieme)

     

    Allgemeines

    Die 6.Auflage der PROMETHEUS LernKarten der Anatomie umfasst 483 beidseitig bedruckte Karten. Die Karten sind in einer Box zu erhalten und können individuell entnommen werden. Ein beiliegender Ring ermöglicht das Zusammenheften der entnommenen Karten.

    Zielgruppe

    Die LernKarten richten sich an Studierende der Vorklinik, die die makroskopische Anatomie erlernen oder wiederholen wollen.

    Aufbau und Inhalt

    Die LernKarten sind in 6 größere Themengebiete (Rücken, Abdomen und Becken, Obere Extremitäten, Untere Extremitäten, Kopf und Hals, Neuroanatomie) untergliedert. Innerhalb der Themengebiete wird der Stoff noch einmal unterteilt. So werden bei den Oberen Extremitäten z.B. zunächst die Knochen und Gelenke, dann die Muskeln, die Gefäßversorgung/Nerven und zu guter Letzt die Querschnitte und die Oberflächenanatomie abgehandelt. Jede Karte besitzt eine Vorder- und Rückseite. Auf der Vorderseite ist immer eine bezifferte Abbildung und manchmal auch eine Frage zum Überprüfen des eigenen Wissens abgedruckt. Die Lösung findet man dementsprechend auf der Rückseite. Zusätzlich dazu befinden sich mitunter auch „Kommentare“ und Muskeltabellen, welche eine Überschicht über Ursprung, Ansatz, Funktion und Innervation ermöglichen.

    Didaktik

    Die Reihenfolge der Karten ist so aufgebaut, dass man von groß zu klein und von oberflächlich zu tief lernt. Dabei werden häufig dieselben Abbildungen verwendet und nur der Fokus, mittels Bezifferung und nebenstehender Grafik auf der Vorderseite bzw. fettgedruckten Bezeichnungen und z.T. Erläuterung anderer Muskeln auf der Rückseite, verändert, diese Wiederholungen dienen dem positiven Lerneffekt. Auch werden z.B. Muskeln auf den Karten der Gefäßversorgung noch einmal beziffert, um sie einerseits zu wiederholen und andererseits, um einen Zusammenhang/Lagebeziehungen aufzuzeigen. Andersherum werden z.B. bei Muskelkarten die Gefäße und Nerven nicht mit dargestellt.

    Preis

    Die Karten kosten 39,99EUR. Der Preis ist sowohl für den Inhalt, als auch die robuste Qualität der Karten, angemessen.  Die gute Qualität führt dazu, dass die Karten auch gerne gebraucht verwendet werden können😉 Allerdings ist zu beachten, dass es bei früheren Auflagen noch keine Muskeltabellen gab und der Umfang geringer war.

    Fazit

    Wer das Stoffgebiet sich schon einmal grob in Vorlesung, Übung oder Lehrbuch erarbeitet hat, wird mit den Lernkarten spielend leicht lernen können. Insbesondere vor den Testaten sind die Karten, auch durch die praktische Handhabung mit dem Ring, ein treuer Begleiteter.

    Für persönliche Ergänzungen, insbesondere Zusammenhänge, die in diesem Format selten benannt werden, ist ausreichend Platz auf den Karten.

     

    Mündliche Prüfung Anatomie: 1. Auflage; Siemens Mense (Thieme)

     

    Allgemeines

    Das Buch „Mündliche Prüfung Anatomie“ von Siegfried Mense, umfasst ca. 230 Seiten mit 500 Fragen aus allen Themengebieten der makroskopischen Anatomie. Das Buch ist kein  Lehrbuch sondern soll der Wiederholung vor Prüfungen dienen. Aus diesem Grund werden nicht alle Themengebiete der makroskopischen Anatomie in seiner Vollständigkeit abgedeckt. Im Vornhinein sollte man sich mit den Themengebieten in einem Lehrbuch einem Anatomieatlas vertraut gemacht haben.

     

    Zielgruppe

     

    Das Buch richtet sich im Wesentlichen an Medizin- und Zahnmedizinstudenten der Vorklinik, die sich auf das mündliche Physikum vorbereiten oder im Rahmen des Anatomiekurses eine mündliche Prüfung ablegen müssen.

     

    Aufbau und Inhalt

     

    Es werden folgende Themen abgehandelt: Obere und unter Extremität, Kopf und Hals, Leibeswand, die Brust, Bauch und Beckenorgane und zu guter Letzt das ZNS und die Sinnesorgane. In jedem Kapitel findet man passend zu den prüfungsrelevanten Themen originelle Fragen, die einem auch in der mündlichen Prüfung begegnen können.

    Darüber hinaus wird regelmäßig ein Bezug zur Klinik geschaffen. Dadurch bekommt der Student ein Gefühl dafür, wie sehr ihn das auch in seinem späteren Beruf begleiten wird.

    Wie es für Thieme gewöhnlich ist, stellt der Verlag eine Onlineversion des Buches zur Verfügung, die man ganz einfach herunterladen kann.

    Viele hervorragende Bilder aus dem Prometheus helfen einem die Antworten auf gestellte Fragen noch besser zu verstehen und das Wissen zu strukturieren. Wichtige Informationen sind in Form der Tabellen übersichtlich dargestellt.

     

    Im mündlichen Physikum wird sowohl die Makroskopsiche als auch die Mikroskopische Anatomie geprüft. Leider wird diese hier nicht behandelt. Eine Erweiterung um die mikroskopische Anatomie wäre eine Bereicherung für das Buch und könnte den Studenten noch besser auf die mündliche Prüfung vorbereiten.

    Des Weiteren wäre es hilfeich, wenn häufig gestellte Fragen und Themen markiert wären, wie das auch bei “via-medici” oder den Endspurt-Skripten der Fall ist. Dem Studenten wird ermöglicht, diese Themen besonders intensiv zu wiederholen.

     

    Didaktik

    Das Buch ist ausreichend ausführlich und zusammenfasend geschrieben. Die Antworten sind für den Studenten leicht zu verstehen, und präzise und sachlich geschrieben. Dies wird sogar verstärkt durch zahlreiche Tabellen, Schemata und Abbildungen, die perfekt zu den gestellten Fragen passen und einem ein gezieltes Wiederholen ermöglichen.

     

    Preis

    Zu einem angemessenen Preis von 29,99€ kann man das Buch erwerben. Dieser Preis ist durchaus gerechtfertigt, da man sich hiermit optimal auf eine mündliche Prüfung im Fach Antaomie vorbereiten kann.

     

    Fazit

    Abschließend lässt sich festhalten, dass das Buch Mündliche Prüfung Antaomie, erschienen im Thieme Verlag, eine sehr gute Vorbereitung auf eine mündliche Prüfung darstellt, egal ob es sich dabei um ein Anatomie Testat oder das mündliche Physikum handelt. Durch dieses Buch lässt sich eine realistische Prüfungssituation simulieren.

    PROMETHEUS: LernAtlas der Anatomie – Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem: 4. Auflage; Schünke, Schulte, Schumacher, Voll, Wesker (Thieme)

    Allgemeines:

    In der 4. Auflage des LernAtals für „Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem“ sind auf 630 Seiten 2257 anschaulichen Illustrationen und 183 Tabellen abgebildet. Er ist gebunden oder in der eBook-Version erhältlich.

    Aufbau und Inhalt:

    Der Atlas ist in die Überkapitel „Allgemeine Anatomie“, „Rumpfwand“, „Obere Extremitäten“ und „Untere Extremitäten“ gegliedert. Im ersten Teil des Atals wird fächerübergreifend Wissen vermittelt. Neben Embryologie beinhalten die Kapitel auch Physiologie, Histologie und klinische Bezüge. Dabei wird auf Orientierungshilfen am menschlichen Körper, die Knochen, Muskeln und Gefäße, das lymphatische System und Drüsen sowie allgemeine Neuroanatomie eingegangen. In den Kapiteln über die Rumpfwand, Obere und Untere Extremitäten werden die Muskeln in ihren Übergruppen je auf Doppelseiten zusammengefasst in Tabellen dargestellt. Dabei sind sie auf der einen Seite sowohl anatomisch als auch ihr Ursprung und Ansatz am Knochen abgebildet, auf der anderen Seite in einer Tabelle mit Ursprung, Ansatz, Funktion und Innervation beschrieben. Das hilft, sowohl den Verlauf als auch das makroskopische Aussehen schnell zu erfassen und macht das Lernen von U, A, F, I deutlich anschaulicher. Das macht deutlich mehr Spaß als das trockene Auswendiglernen mit der Muskeltabelle.

    Pro:

    Die detaillierten Bilder veranschaulichen sehr gut anatomische Strukturen und sind übersichtlich. Die Beschriftungen beschränken sich meist auf das Wesentliche. Prüfungsrelevante Fakten sind kompakt in Tabellen dargestellt. Super sind auch die Lerneinheiten, in denen die Funktionen der Muskeln an den einzelnen Gelenken kompakt auf ein bis zwei Seiten zu jeder Region zusammengefasst sind.

    Kontra:

    Der Atlas wiegt knapp 3 kg und ist daher nicht unbedingt zum täglichen Mitnehmen in die Uni geeignet. Durch das Gewicht ist der Buchrücken sehr strapaziert und gefährdet, einzureißen. Die ausführlichen Fließtexte eignen sich nicht gut zum Lernen der vielen Fakten. Wer einen schnellen Überblick möchte, schaut besser in ein Kurzlehrbuch.

    Fazit:

    Wie die anderen beiden PROMETHEUS LernAtlanten sich auch der Atlas zur Allgemeinen Anatomie und zum Bewegungssystem ein sehr gutes Lehrwerk für die Vorklinik und eignet sich gut zur Vorbereitung auf das Physikum. Auch für interessierte Kliniker*innen ist das Buch zum Nachschlagen zu empfehlen. Der stattliche Preis von 79,99 € ist für diese Lehrwerk angemessen.

    PROMETHEUS: LernAtlas der Anatomie – Kopf, Hals und Neuroanatomie: 4. Auflage; Schünke, Schulte, Schumacher, Voll, Wesker (Thieme)

    511hDnrVnxL._SX371_BO1,204,203,200_In seiner neuen 4. Auflage glänzt der Prometheus-Band für die Themenbereiche Kopf, Hals und Neuroanatomie wie gewohnt als äußerst ansprechender und insgesamt durchweg überzeugender Lernatlas!
    Das in mehr als 10 Sprachen übersetzte Werk ist mittlerweile ein absoluter Klassiker unter den Anatomie-Atlanten, obwohl er einige Jahre jünger als die anderen Standardwerke der Anatomie ist.
    Das Buch ist in drei übergeordnete Abschnitte gegliedert: „Kopf und Hals“, „Neuroanatomie“ sowie den kürzeren Teil „ZNS: Glossar und Synopsen“, welcher in der 4. Auflage drei neue Synopsen zu den Leitungsbahnen von Orbita und Nase enthält. Trotz der Stärke von 616 Seiten ist es den Autoren gelungen, thematische Übersichtlichkeit und Lesefreundlichkeit zu wahren. Die 22 Kapitel verlaufen nach einer klaren Gliederung und das Prinzip der jeweils zweiseitigen Lehrinhalte wurde beibehalten. Neu sind Inhalte speziell für Studierende der Zahnmedizin einschließlich Einheiten zur Topographie des geöffneten Mundes und den Schädelknochen sowie neue Inhalte zur Topographie des Sinus cavernosus. Die 1734 Abbildungen und 123 Tabellen sind optisch sehr ansprechend und werden sinnvoll durch den Text ergänzt, auch wenn die Abbildungen größtenteils allein verständlich sind.
    Primär als Lehrbuch bzw. Lernatlas für Studierende gedacht, eignet sich der Prometheus auch optimal als Nachschlagewerk für interessierte Klinikerinnen und Kliniker – gleichwohl er eine eher „klassische“ Anatomie vertritt und die chirurgischen Landmarken und Zugangswege zumindest nicht im Vordergrund stehen.
    Im Gegensatz zu einigen anderen für Studierende konzipierten Lehrbüchern ist im Prometheus leider nicht auf den ersten Blick ersichtlich, welche Fakten nun eher Detailwissen sind und welche ganz klar zu den Grundlagen gehören, die jeder und jede Studierende – zumindest bis zum Physikum – beherrschen sollte. Da zum alleinigen Bestehen von Prüfungen auch kürzere Bücher „reichen“, sei besonders eiligen Studierenden deshalb zur Vorsicht geraten. Bei wenig Interesse für die Anatomie oder wenig Zeit für die Prüfungsvorbereitung ist der Prometheus eventuell zu umfangreich. Der Preis ist mit ca. 65€ allerdings völlig angemessen.
    Abschließend lässt sich sagen, dass der Prometheus „Kopf, Hals und Neuroanatomie“ sowohl als Nachschlagewerk als auch als Lernatlas bestens zu empfehlen ist. Anatomisch interessierten Leserinnen und Lesern wird dieses Buch zweifelsohne Freude bereiten.

    PROMETHEUS: LernAtlas der Anatomie – Innere Organe: 4. Auflage; Schünke, Schulte, Schumacher, Voll, Wesker (Thieme)

    Allgemeines:

    Trotz ihres jungen Alters zählen die PROMETHEUS LernAtlanten bereits zu den Standardwerken der Anatomie. Die 4. Auflage des LernAtals für „Innere Organe“ überzeugt mit 1375 anschaulichen Illustrationen und 122 Tabellen. Wem die 512 Seiten zu schwer zum Tragen sind, kann auch die eBook-Version kaufen.

    Aufbau und Inhalt:

    Der Atlas ist in die Überkapitel „Aufbau und Embryonalentwicklung der Organsysteme im Überblick“, „Thorax“, „Abdomen und Becken“, „Systematik der Organversorgung“ und „Organsteckbriefe“ gegliedert. Auf der ersten Seite jedes Überkapitels sind die wichtigsten Unterkapitel dargestellt. Im Kapitel über Embryonalentwicklung wird neben der Entwicklung der Organe auch auf die Entwicklung des Kreislaufsystems (u.a. der Blut- und Lymphgefäße) eingegangen. Der Atlas beschreibt nicht nur die Makroskopie der Organe, sondern behandelt auch die Histologie. Neu in dieser Auflage ist neben den Lerneinheiten über das Blut eine Lerneinheit über Paraganglien. Zusätzlich zur Anatomie enthält der Lernatlas ausgewählte klinische Informationen zu Erkrankungen und Diagnoseverfahren. Dabei sind einige Aufnahmen klinischer Bildgebungsverfahren abgebildet.

    Pro:

    Die Zeichnungen sind sehr anschaulich und oft schon ohne Text sehr aussagekräftig. Dabei beschränken sich die Beschriftungen meist auf das Wesentliche. Die kombinierte Darstellung der Organe sowohl auf makroskopischer als auch auf mikroskopischer Ebene hilft beim ganzheitlichen Lernen. Der Atlas kann daher zum Teil auch für die Vorbereitung auf die Histologie-Testate genutzt werden. Viele Diagramme (z.B. zur Hämatopoese oder zur Entwicklung der einzelnen Organschichten) veranschaulichen den Lernstoff und sind gut strukturiert. Sehr gelungen ist auch das Kapitel zur Systematik der Organversorgung. Auf jeder Seite sind für jeweils ein Organ vier Karten abgebildet auf denen die Versorgung und Drainage sowie Innervation kompakt dargestellt sind. Die vielen Tabellen im Fließtext und die Organsteckbriefe am Ende des Buches helfen, eine schnelle Übersicht über die wesentlichen Informationen zu allen inneren Organen zu bekommen.

    Seitlich sieht man farbliche Abgrenzungen der Kapitel, die ein schnelles Aufschlagen des gesuchten Kapitels ermöglichen. Auch die beiden Einmerker sind hilfreich, um relevante Stellen während des Lernens zu markieren und schnell wieder zu finden.

    Kontra:

    Der PROMETHEUS LernAtlas vermittelt viel Detail-Wissen und stellt dabei die wichtigsten Grundlagen nicht eindeutig dar. Daher eignet sich dieser Atlas weniger für die kurzfristige Prüfungsvorbereitung. Der Fließtext, der von vielen Abbildungen unterbrochen wird, erschwert ebenfalls das Lernen. Aufgrund des stattlichen Gewichts von 2,5 kg ist das Buch nicht zum täglichen Mitnehmen in die Uni geeignet.

    Fazit:

    Ein sehr gutes, ausführliches Lehrwerk für die Vorklinik, mit dem das Lernen viel Spaß macht. Auch interessierte Kliniker*innen werfen gerne einen Blick in diesen Atlas. Der Preis von 59,99 € ist angemessen.

    PROMETHEUS: LernPaket der Anatomie: 5. Auflage; Schünke, Schulte, Schumacher (Thieme)

    Allgemeines

    Die fünfte Auflage des „PROMETHEUS LernPaket Anatomie“ wurde 2018 von Michael Schünke, Erik Schulte und Udo Schumacher herausgegeben und besteht aus drei separaten Atlanten zu den Themen „Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem“, „Innere Organe“ und „Kopf, Hals und Neuroanatomie“. Insgesamt umfassen die drei Bände im Hardcover-Format 1778 Seiten; dem Paket sind zudem vier Lernposter der Anatomie beigefügt, auf denen der menschliche Körper mit seinen Knochen bzw. seinen Muskeln abgebildet ist, jeweils von ventral und dorsal. Zudem erhält man mit dem Kauf einen 12-monatigen Zugang zur Anatomie in „via medici Lernen“.

    Zielgruppe

    Die Lernatlanten richten sich sowohl an Studierende im ersten Semester, die sich die anatomischen Strukturen erst noch aneignen möchten als auch an Studierende, die im späteren Verlauf des Studiums gezielt etwas nachschlagen möchten („einen Atlas hat man fürs Leben“).

    Aufbau und Inhalt

    Der erste Band „Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem“ ist in vier Untereinheiten aufgeteilt: A Allgemeine Anatomie, B Rumpfwand, C Obere Extremität und D Untere Extremität.

    Dabei werden im Bereich Allgemeine Anatomie die Grundlagen für das Verständnis der darauffolgenden drei Kapitel, die den Bewegungsapparat behandeln, dargelegt:

    Zunächst wird das Thema 1 Stammes- und Entwicklungsgeschichte des Menschen auf 18 Seiten zum Gegenstand gemacht. Dabei werden die embryologischen Grundlagen der menschlichen Entwicklung, beispielsweise die Entwicklung der Schlundbögen oder die Entwicklung der Knochen, jeweils anhand mehrerer beschrifteter Zeichnungen und Fließtexten erklärt.

    Es folgen die Kapitel Der menschliche Körper im Überblick (zwei Seiten), Anatomie der Körperoberfläche und Orientierungshilfen am menschlichen Körper (12 Seiten), Knochen und Knochenverbindungen (14 Seiten), Muskeln (sechs Seiten), Gefäße (vier Seiten), Lymphatisches System und Drüsen (zwei Seiten) und schließlich Allgemeine Neuroanatomie  (24 Seiten).

     

    Die Kapitel B Rumpfwand (134 Seiten), C Obere Extremität (166 Seiten) und D Untere Extremität (164 Seiten) weisen eine einheitliche Gliederung in die Unterkapitel Knochen, Bänder und Gelenke, Systematik der Muskulatur, Topografie der Muskulatur, Systematik der Leitungsbahnen und Topografie der Leitungsbahnen auf. Dieses einheitliche Einteilungsprinzip gewährleistet, dass die Studierenden zunächst einen Überblick über den knöchernen Bereich samt gelenkiger Verbindungen erhalten, danach erfahren, welche Bewegungen ausgeführt werden können und schließlich, welche Muskeln die Bewegungen ausführen. Im Anschluss daran sind im Kapitel Systematik der Leitungsbahnen die  Leitungsbahnen (Arterien, Venen, Lymphbahnen und Lymphknoten, Nerven) aufgelistet, und in Topografie der Leitungsbahnen die wichtigsten Leitungsbahnen abgebildet.

     

    Im zweiten Band „Innere Organe“ werden im Abschnitt A Aufbau und Embryonalentwicklung der Organsysteme im Überblick (68 Seiten) folgende Themen behandelt: Organsysteme und Entwicklung der Körperhöhlen, Kreislaufsystem, Blut, Lymphatisches System, Atmungssystem, Verdauungssystem, Harnsystem, Genitalsystem, Endokrines System, und Vegetatives (autonomes) Nervensystem.

    Abschnitt B Thorax (122 Seiten) umfasst die Themengebiete Überblick und Zwerchfell, Systematik der Leitungsbahnen im Überblick, Organe des Kreislaufsystems und ihre Leitungsbahnen, Organe des Atmungssystems und ihre Leitungsbahnen, Oesophagus und Thymus und ihre Leitungsbahnen und Topografische Anatomie.

    Das Kapitel C Abdomen und Becken (200 Seiten) ist in folgende Unterthemen gegliedert: Architektur der Bauch- und Beckenhöhle im Überblick, Systematik der Leitungsbahnen im Überblick, Organe des Verdauungssystems und ihre Leitungsbahnen, Organe des Harnsystems und ihre Leitungsbahnen Organe des Genitalsystems und ihre Leitungsbahnen, Topografische Anatomie.

    In D Systematik der Organversorgung (17 Seiten) wird die Versorgung der inneren Organe (z.B. Cor, Gaster, etc.) noch einmal gesondert aufgeführt.

    Der Atlas liefert zuletzt in E Organsteckbriefe (27 Seiten) noch einmal eine gebündelte Übersicht aller inneren Organe, um direkt alle wichtigen Informationen, zu beispielsweise Aufbau und die Versorgung, beschrieben in einem kurzen Absatz zu erhalten.

     

    Der dritte Band, „Kopf, Hals und Neuroanatomie“ umfasst die Untereinheit A Kopf und Hals (260 Seiten) mit den Kapiteln Übersicht, Knochen, Bänder und Gelenke, Systematik der Muskulatur, Systematik der Leitungsbahnen, Organe und ihre Leitungsbahnen, Topografie, Schnittbilder.

    Das zweite Kapitel, B Neuroanatomie (232 Seiten), wird in Einführung in die Neuroanatomie, Histologie von Nerven- und Gliazellen, Vegetatives Nervensystem, Hirn- & Rückenmarkshäute, Liquorräume, Telencephalon (Groß- und Endhirn), Diencephalon (Zwischenhirn), Truncus encephali (Hirnstamm), Cerebellum (Kleinhirn), Blutgefäße des Gehirns, Rückenmark (Medulla spinalis) und seine Blutgefäße, Das Gehirn im Schnittbild, und Funktionelle Systeme und klinische Bezüge gegliedert.

    In C ZNS: Glossar und Synopsen (52 Seiten) sind Schaubilder aufgeführt, welche beispielsweise die Systematik der Geschmacksbahn oder Bahnen im Hirnstamm übersichtlich darstellen.

     

    Hervorzuheben ist, dass es sich bei dem dreibändigen Prometheus Lernpaket Anatomie um drei Lernatlanten handelt. Dies bedeutet, dass die einzelnen Abbildungen mit ausführlichen Erklärungen versehen sind, wohingegen andere Atlanten ihren Abbildungen nur vergleichsweise kurze Beschriftungen beifügen. Daraus resultiert, dass die einzelnen Prometheus Bände über ein gewisses Gewicht verfügen (je ca. 3 Kg). Umfang und Ausführlichkeit der Atlanten ist es daher geschuldet, dass bereits der Transport eines einzelnen Atlas sehr „auf den Rücken“ gehen kann.

    In meinen Augen ist es sehr hilfreich, dass sich unter den Abbildungen stets ein erklärender Begleittext befindet. Schließlich muss für das Verständnis einer Abbildung nicht der ausführliche Text gelesen werden, sondern nur optional bei Interesse über das Thema hinaus.

    Des Weiteren werden innerhalb jeden Themenbereiches vielfach klinische Bezüge aufgeführt. Diese halfen mir insbesondere, die grundlegenden anatomischen Inhalte weniger abstrakt durch ihren Praxisbezug im Gedächtnis verankern zu können.

     

    Die einzige Verbesserung, die die Bearbeitung einzelner Themenbereiche noch weiter erleichtern würde, wäre das Einfügen von kleinen Verweisen auf vorherige oder nachfolgende Seiten, auf denen die gleiche Materie in einem anderen Licht beleuchtet wird. Beispielsweise werden im ersten Band die Knochen des Iliosakralgelenks bzw. das Becken sowohl im Kapitel Rumpf als auch im Kapitel Untere Extremität abgehandelt. Ein kleiner Verweis auf das vorher gehende respektive nachfolgende Kapitel verhindert, dass wichtige Aspekte einer Struktur bei der Bearbeitung vernachlässigt werden bzw. erfordert kein ständiges Nachschauen im Sachverzeichnis . Einschränkend muss hinzugefügt werden, dass diesem Kritikpunkt sehr geringes Gewicht beizumessen ist, da anzunehmen ist, dass stete Verweise innerhalb einzelner Abschnitte das Werk noch umfangreicher machen würden.

    Didaktik

    Die Abbildungen der Prometheus Lernatlanten sind sehr gut verständlich, selbst ohne Studium des Begleittextes. Zudem findet man sich durch den stringenten Aufbau auch ohne Nachschlagen im Sachverzeichnis sehr schnell zurecht. Beispielsweise werden im zweiten Band beim Bewegungsapparat zunächst die knöchernen Strukturen, im Anschluss die Muskeln und zuletzt die dazugehörigen Leitungsbahnen besprochen. Zudem werden vor allem die Muskel-Schichten sehr systematisch von oberflächlich nach tief abgebildet. In der tiefsten Schicht sind lediglich noch die Ursprünge und Ansätze der oberflächlichen Schicht dargestellt, sodass überlappende Ursprünge respektive Ansätze deutlich sichtbar sind.

    Preis

    Der Neupreis der Atlanten beträgt 210 €, teilweise sind die Atlanten auch für 149 € erhältlich. Angesichts dessen, dass die Atlanten die einzigen Werke aus der Vorklinik sind, die man mitunter sein ganzes Berufsleben lang behält, ist die Investition in meinen Augen auf jeden Fall ihr Geld wert.

    Fazit

    Die Prometheus Atlanten bestechen durch ihre Ausführlichkeit, Anschaulichkeit und ihren klaren systematischen Aufbau. Ich persönlich bin sehr zufrieden mit der Anschaffung der Prometheus Atlanten.

     

    Sobotta: Anatomie – Das Lehrbuch: 1. Auflage, Waschke, Böckers, Paulsen (Elsevier)

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    Das Anatomie-Lehrbuch wurde in diesem Jahr zum ersten Mal als Sobotta-Äquivalent zur Dualen Reihe herausgegeben. Dabei hat das Buch eine angenehme Handhabung und Größe. Mit dem Buch erhält man zusätzlich einen Online-Zugang für www.studentconsult.com, in welchem die Online-Version des Buches verfügbar sein sollte. Die insgesamt 829 Seiten sind in 5 Kapitel gegliedert.

    Aufbau und Inhalt:
    Die einzelnen Kapitel sind eher funktionell gegliedert und setzen sich wie folgt zusammen: I Allgemeine Anatomie und Embryologie, II Bewegungsapparat, III Innere Organe, IV Kopf und Hals und V Neuroanatomie. Die sind dabei farblich voneinander getrennt, wobei die weitere Untergliederung in einzelne Themengebiete teilweise etwas unübersichtlich gestaltet ist, so werden z.B. Überschiften nicht besonders deutlich hervorgehoben. Allgemein ist das Inhaltsverzeichnis jedoch sehr ausführlich. Zu Beginn jedes Kapitels werden kurz die Fähigkeiten und Kenntnisse, welche im jeweiligen Kapitel erlangt werden sollen und dem Punkt Kompetenzen zusammengefasst, was einen sehr guten Überblick über das Stoffgebiet verschafft. Danach werden die einzelnen Themengebiete größtenteils in zum Teil sehr langen Fließtexten abgehandelt. Innerhalb der einzelnen Themengebiete gibt es gelb hinterlegte Merkkästen, welche die wichtigsten Inhalte nochmals zusammenfassen. Des Weiteren finden sich häufig farblich hinterlegte Tabellen, welche sich hervorragend zum Lernen und v.a. aber für einen schnellen Überblick eignen. Zahlreiche klinische Bezüge, zumeist am Ende eines Themengebietes, veranschaulichen den jeweiligen Stoff und seine Relevanz.
    Inhaltlich werden alle relevanten Themengebiete der Makroanatomie ausführlich behandelt. Wer nach einer rein topografischen Gliederung die Themengebiete lernt, muss jedoch häufig zwischen den Kapiteln springen und sich die passenden Themengebiete erst heraussuchen. Besonders der Teil Embryologie ist teilweise sehr kompliziert und wenig übersichtlich geschrieben und dadurch an vielen Stellen etwas schwer verständlich. Eine Besonderheit des Sobotta-Anatomie-Lehrbuches ist, dass ein gesamtes Kapitel der Neuroanatomie gewidmet ist, welches das Stoffgebiet auch ausführlich behandelt und gut erklärt. Die vorhandenen Abbildungen und Schemata sind stets sehr passend zum jeweiligen Thema gewählt, überschneiden sich jedoch häufig mit den allgemeinen Abbildungen aus dem Sobotta-Atlas. Auch in puncto Beschriftungen sind die Abbildungen zwar sehr ausführlich, jedoch inhaltlich noch ausbaufähig. Häufig wird leider nicht angegeben um welche Ansicht es sich handelt, was das Lernen erschwert.
    Allgemein ist das Sobotta-Anatomie-Lehrbuch etwas kürzer und kompakter von der Informationsfülle her als die Duale Reihe, gleichzeitig jedoch teilweise auch etwas unübersichtlicher.

    Pro:
    Es gibt ein extra Kapitel zur Neuroanatomie, es gibt sehr übersichtliche Tabellen welche oft einen guten Überblick bieten und eine allgemein angenehme Handhabung mit ausreichend Illustration.

    Kontra:
    Die vielen Fließtexte sind häufig schwerer zu verstehen, als mehrere kurze kompakte Abschnitte und erschweren das gezielte Wiederholen von Inhalten, das erst nach der passenden Stelle gesucht werden muss. Teilweise mangelt es innerhalb der einzelnen Kapitel an Übersichtlichkeit. Da die einzelnen Unterkapitel und Themengebiete von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden gibt es keinen einheitlichen Schreibstil.

    Fazit:
    Allgemein kann ich das Sobotta-Anatomie-Lehrbuch als gelungene und kürzere Alternative zur Dualen Reihe als Lehrbuch definitiv weiter empfehlen, auch wenn einige Verbesserungen für die kommenden Auflagen wünschenswert sind. Ich habe das Sobotta-Anatomie-Lehrbuch in Kombination mit dem Prometheus als Atlas genutzt. Vor allem bei dieser Variante bietet das Sobotta Lehrbuch eine interessante Ergänzung zu den Atlasinhalten und ermöglicht das Lernen an zusätzlichen Abbildungen, auch wenn es in puncto Ausführlichkeit und Übersichtlichkeit der Dualen Reihe teilweise nachsteht. Lernt man in Kombination mit dem Sobotta-Atlas ist es jedoch etwas schade, dass die Abbildungen sich ständig wiederholen.

    Sobotta: Arbeitsbuch Muskeln: 1. Auflage; Wagner (Elsevier)

    )Ich habe das Sobotta Muskelarbeitsbuch am Anfang des Präpkurses bekommen und es für die anfängliche Vorbereitung auf das Testat „Bewegungsapparat“ verwendet. Für mich persönlich war es eine gute Abwechslung zum sturen Auswendiglernen aus den Muskeltabellen. Durch die selbstangefertigten Skizzen und den dazugehörigen Beschreibungen (Ursprung, Ansatz, Innervation, Funktion sowie klinische Zusatzinformationen) prägt man sich die Lerninhalte schnell und effektiv ein (vorausgesetzt diese Art des Arbeitens entspricht dem jeweiligen Lerntyp) und ist motiviert das Buch zu vervollständigen. 

    Das Layout des Buches ist übersichtlich, man hat viel Platz für seine Skizzen/Zeichnungen und Bilder aus dem Sobotta Atlas helfen beim Verständnis der Topographie.

     

    Das Arbeitsbuch ist eine nette Option um sich Wissen über die wichtigsten Muskelgruppen anzueignen, allerdings ist es nicht unbedingt als Last-Minute Lernmethode geeignet, da das Bearbeiten der Seiten eher zeitaufwendig ist. Für diejenigen, die gut mit dem Konzept zurecht kommen, ist es jedoch einen Blick wert.“

    Sobotta: Atlas der Anatomie: 24. Auflage; Paulsen, J. Waschke (Elsevier)

    Für jeden Studenten am Beginn des Medizinstudiums stellt sich die Frage: Atlas, und wenn ja welcher?

     

    Mit dieser Rezension möchte ich den dreiteiligen Sobotta Atlas vorstellen und auf die Unterschiede zum Konkurrenzprodukt Prometheus eingehen.

     

    Die neuste Auflage des Klassikers Sobotta besteht aus 3 Bänden und einer Muskeltabelle, die in einem stabilen Pappschuber aufbewahrt werden. Beim Sobotta handelt es sich um einen reinen Atlas, der Prometheus (auch dreibändig) ist ein Atlas mit integriertem Kurzlehrbuch.

    Die Zeichnungen des Sobottas sind sehr detailliert und wirken dadurch deutlich realistischer als die eher schematischen Zeichnungen des Prometheus, was den Sobotta zu dem vermutlich Präziseren der beiden Atlanten macht. Er beschränkt sich darauf, „nur“ ein Atlas zu sein, und diese Aufgabe meistert er sehr gut. In 24 Auflagen wurde er stetig weiter verbessert, gehegt und gepflegt – dem gegenüber stehen lediglich vier Auflagen des Prometheus.

     

    Nachteil der genauen Darstellungsweise ist allerdings, dass es besonders unerfahrenen Studierenden schwerfallen kann, sich neue Strukturen zu erschließen, da zuerst „Wichtiges“ von „Unwichtigem“ selbstständig getrennt werden muss und beispielsweise Ursprünge und Verläufe von Muskeln nicht so leicht zu erkennen sind. Beim Prometheus hingegen helfen neben den eher als schematisch zu charakterisierenden Abbildungen natürlich auch die Lehrbuchtexte ungemein beim Verständnis. Ein Sobotta Lehrbuch gibt es auch, es muss aber separat erworben werden, womit der günstigere Preis des Sobottas in Höhe von 169,99 € im Vergleich zu den 199,00 € für einen Prometheus als Kaufargument egalisiert wird.

    Ein Pluspunkt für den Sobotta ist sicherlich die getrennte Muskeltabelle. Sie ist dünn und nicht gebunden, was es ermöglicht sie immer und überall mitzunehmen. So kann man auch mal in Bus und Bahn ein paar Ursprünge und Ansätze lernen.

    Auch gefallen die regelmäßigen „Klinik-Kästen“, die beim Lernen ständig daran erinnern, wofür das Gelernte später gebraucht wird.

    Mir persönlich ging es so, dass mir die Abbildungen des Sobotta umso besser gefielen, je länger ich mit ihnen arbeitete und ich sie inzwischen nicht mehr gegen die doch einfachen und vereinfachenden Darstellungen des Prometheus eintauschen möchte. Auch schön finde ich, dass die Beschriftungen der Abbildungen unterschiedlich gewichtet sind, wichtigere Strukturen werden fettgedruckt hervorgehoben, um dem Nutzer die Einordnung der vielen Informationen wenigstens zu erleichtern.

    Speziell für Studierende in der Vorklinik der Uni München gibt es einen weiteren positiven Aspekt der Nutzung des Sobottas: Die Anatomie Vorlesungen sind deutlich näher an diesem angelehnt, als am Prometheus, da einer der Herausgeber an der LMU lehrt und vor allem Sobotta-Abbildungen in seinen Vorlesungen verwendet. Dies vereinfacht das Vor- und Nachbereiten der gelehrten Inhalte.

     

    Abschließend bleibt wohl zu sagen, dass es bei diesem Vergleich keinen richtigen Gewinner geben kann, dafür sind die Philosophien der beiden Atlanten zu unterschiedlich.

    Manchen sagt aber eben der Prometheus mehr zu, anderen der Sobotta, die Vergabe der Sympathien hängt hier auch vom individuellen Lerntyp des Nutzers ab.

    Welcher Atlas nun der richtige für einen selbst ist, sollte man meiner Meinung nach nicht von einer solchen Rezension abhängig machen. Am besten ist es wohl, sich beide Atlanten genau anzuschauen, gegebenenfalls auszuleihen, um probehalber mit ihnen zu arbeiten und anschließend selbst zu beurteilen, welches Layout ein besseres Lernen ermöglicht. Somit ist die Entscheidung für einen Atlas eine der ersten selbstverantwortlichen Entscheidungen für Erstis, und als solche eine angemessen würdige, um das Studium zu beginnen.

    Taschenatlas Anatomie, Band 1 Bewegungsapparat: 12. Auflage; W. Platzer bearbeitet von Thomas Shiozawa-Bayer (Thieme)

    Allgemeines

    Die 12.Auflage des Taschenatlas Anatomie – Nervensystem und Sinnesorgane (Thieme) umfasst 440 Seiten und 190 Abbildungen. Zusätzlich verfügt das Buch über einen Zugang zur Online Version.

    Zielgruppe

    Der Taschenatlas richten sich an Studierende der Vorklinik zum Erlernen und Wiederholen der Anatomie. Er eignet sich aber auch sonst zum Wiederholen/Nachschlagen der makroskopischen Anatomie.

    Aufbau und Inhalt

    Der Taschenatlas Nervensystem und Sinnesorgane ist in zwölf Überkapitel (Einleitung, Grundelemente, Rückenmark, Hirnstamm, Kleinhirn, Zwischenhirn, Endhirn, Gefäß- und Liquorsystem, Vegetatives Nervensystem, Funktionelle Systeme, Auge, Gehör- und Gleichgewichtssystem) untergliedert.

    Neben der Topografie und Struktur wurden passende klinische Hinweise, blau unterlegt, mit aufgenommen.

    Die Seiten des Taschenatlas sind alle gleich aufgebaut. Auf der linken Seite erläutert ein Fließtext die anatomischen Strukturen. Auf der rechten Seite werden in einer oder mehreren Abbildungen die beschriebenen Strukturen gezeigt.

    Didaktik

    Der Taschenatlas ist systematisch aufgebaut. Zunächst wird ein Überblick über das Nervensystem gegeben und der grobe Gehirnaufbau und die Entwicklung beschrieben. Anschließend werden die einzelnen Elemente des Nervensystems besprochen.

    Dadurch, dass die Abbildungen nummeriert und nicht beschriftet sind, kann man gut mit ihnen lernen, da die Abbildungen durch fehlende Benennung der Strukturen sehr übersichtlich bleibt. Allerdings kann es zu Beginn verwirrend sein, wenn man erst einmal im Fließtext nach dem Namen der Struktur suchen muss.

    Die Abbildungen sind durchweg sehr schematisch.

    Preis

    Das Buch kostet 39,99EUR. Den Preis finde ich angemessen.

    Fazit

    Da ich neben dem Taschenatlas zum Anatomie lernen im Besitz eines „richtigen“ Atlas und eines Lehrbuchs bin, habe ich ihn kaum genutzt. Auch für „unterwegs“ war er für mich persönlich nicht der richtige Begleiter, da er einerseits zu wenig Abbildungen für einen Atlas hat und andererseits die Informationen für ein Lehrbuch zu wenig aufgearbeitet sind. Wer allerdings nur einen groben Überblick erlangen möchte oder den Taschenatlas für die gezielte Wiederholung anatomisch wichtiger Strukturen verwendet, für den ist dieser anspruchsvoll gestaltete Taschenatlas bestimmt das Richtige.

    Taschenatlas Anatomie, Band 3 Nervensystem und Sinnesorgane: 12. Auflage; W. Kahle, M. Frotscher bearbeitet von Frank Schmitz (Thieme)

    Allgemeines

    Die 12.Auflage des Taschenatlas Anatomie – Nervensystem und Sinnesorgane (Thieme) umfasst 440 Seiten und 190 Abbildungen. Zusätzlich verfügt das Buch über einen Zugang zur Online Version.

    Zielgruppe

    Der Taschenatlas richten sich an Studierende der Vorklinik zum Erlernen und Wiederholen der Anatomie. Er eignet sich aber auch sonst zum Wiederholen/Nachschlagen der makroskopischen Anatomie.

    Aufbau und Inhalt

    Der Taschenatlas Nervensystem und Sinnesorgane ist in zwölf Überkapitel (Einleitung, Grundelemente, Rückenmark, Hirnstamm, Kleinhirn, Zwischenhirn, Endhirn, Gefäß- und Liquorsystem, Vegetatives Nervensystem, Funktionelle Systeme, Auge, Gehör- und Gleichgewichtssystem) untergliedert.

    Neben der Topografie und Struktur wurden passende klinische Hinweise, blau unterlegt, mit aufgenommen.

    Die Seiten des Taschenatlas sind alle gleich aufgebaut. Auf der linken Seite erläutert ein Fließtext die anatomischen Strukturen. Auf der rechten Seite werden in einer oder mehreren Abbildungen die beschriebenen Strukturen gezeigt.

    Didaktik

    Der Taschenatlas ist systematisch aufgebaut. Zunächst wird ein Überblick über das Nervensystem gegeben und der grobe Gehirnaufbau und die Entwicklung beschrieben. Anschließend werden die einzelnen Elemente des Nervensystems besprochen.

    Dadurch, dass die Abbildungen nummeriert und nicht beschriftet sind, kann man gut mit ihnen lernen, da die Abbildungen durch fehlende Benennung der Strukturen sehr übersichtlich bleibt. Allerdings kann es zu Beginn verwirrend sein, wenn man erst einmal im Fließtext nach dem Namen der Struktur suchen muss.

    Die Abbildungen sind durchweg sehr schematisch.

    Preis

    Das Buch kostet 39,99EUR. Den Preis finde ich angemessen.

    Fazit

    Da ich neben dem Taschenatlas zum Anatomie lernen im Besitz eines „richtigen“ Atlas und eines Lehrbuchs bin, habe ich ihn kaum genutzt. Auch für „unterwegs“ war er für mich persönlich nicht der richtige Begleiter, da er einerseits zu wenig Abbildungen für einen Atlas hat und andererseits die Informationen für ein Lehrbuch zu wenig aufgearbeitet sind. Wer allerdings nur einen groben Überblick erlangen möchte oder den Taschenatlas für die gezielte Wiederholung anatomisch wichtiger Strukturen verwendet, für den ist dieser anspruchsvoll gestaltete Taschenatlas bestimmt das Richtige.

    Taschenlehrbuch Anatomie: 2. Auflage (Thieme)

    Allgemeines:

    Das Taschenlehrbuch Anatomie vom Thieme-Verlag umfasst 760 Seiten und ist als Softcover oder Online-Version erhältlich. Es behandelt alle Themen der Allgemeinen Anatomie, des Bewegungsapparats, der Brust-, Bauch- und Beckeneingeweide und die Embryonalentwicklung, Hals und Kopf, Sinnes- und Nervensystem, sowie Systematik der Muskeln und Leitungsbahnen. Der Preis liegt bei 49,99 €.

    Aufbau und Inhalt:

    Der Inhalt wird hauptsächlich in Form von Fließtext vermittelt. Dabei enthält das Buch auch einige Abbildungen und Tabellen (vor allem für die Muskeln und Leitungsbahnen im Anhang). Vor jedem Kapitel ist eine Zusammenfassung des behandelten Themas in einem blauen Kasten zu finden und zwischen den Textpassagen werden klinische Bezüge in grünen Kästen dargestellt. Relevante Begriffe sind im Text hervorgehoben.

    Pro:

    Das Buch ist kompakt und für den Umfang relativ leicht. Im Gegensatz zu den Atlanten lässt es sich daher gut in die Uni mitnehmen. Für das Verständnis der inneren Organe ist der Fließtext hilfreich. Die verwendeten Abbildungen stammen zum Teil aus der Prometheus-Reihe, sind jedoch mit Zahlen beschriftet. Die Benennung ist in den Legenden zu finden, wodurch die Bilder deutlich übersichtlicher werden.

    Kontra:

    Der Fließtext eignet sich hingegen schlecht zum Lernen der Muskeln und Leitungsbahnen

    Allgemeines:

    Das Taschenlehrbuch Anatomie vom Thieme-Verlag umfasst 760 Seiten und ist als Softcover oder Online-Version erhältlich. Es behandelt alle Themen der Allgemeinen Anatomie, des Bewegungsapparats, der Brust-, Bauch- und Beckeneingeweide und die Embryonalentwicklung, Hals und Kopf, Sinnes- und Nervensystem, sowie Systematik der Muskeln und Leitungsbahnen. Der Preis liegt bei 49,99 €.

    Aufbau und Inhalt:

    Der Inhalt wird hauptsächlich in Form von Fließtext vermittelt. Dabei enthält das Buch auch einige Abbildungen und Tabellen (vor allem für die Muskeln und Leitungsbahnen im Anhang). Vor jedem Kapitel ist eine Zusammenfassung des behandelten Themas in einem blauen Kasten zu finden und zwischen den Textpassagen werden klinische Bezüge in grünen Kästen dargestellt. Relevante Begriffe sind im Text hervorgehoben.

    Pro:

    Das Buch ist kompakt und für den Umfang relativ leicht. Im Gegensatz zu den Atlanten lässt es sich daher gut in die Uni mitnehmen. Für das Verständnis der inneren Organe ist der Fließtext hilfreich. Die verwendeten Abbildungen stammen zum Teil aus der Prometheus-Reihe, sind jedoch mit Zahlen beschriftet. Die Benennung ist in den Legenden zu finden, wodurch die Bilder deutlich übersichtlicher werden.

    Kontra:

    Der Fließtext eignet sich hingegen schlecht zum Lernen der Muskeln und Leitungsbahnen. Aufgrund der Stoffmenge, die das Buch umfasst, beinhaltet es deutlich weniger Abbildungen als die Atlanten. Teilweise sind bei U, A, F, I der Muskeln Fehler, daher müssen diese Angaben immer verglichen werden. Für das Lernen auf die Testate ist das Buch nicht ausreichend, für die Vorbereitung auf das Physikum hingegen zu umfangreich.

    Fazit:

    Das Buch stellt eine gute Ergänzung zu den PROMETHEUS LernAtlanten da, ist allerdings nicht unbedingt notwendig.

    . Aufgrund der Stoffmenge, die das Buch umfasst, beinhaltet es deutlich weniger Abbildungen als die Atlanten. Teilweise sind bei U, A, F, I der Muskeln Fehler, daher müssen diese Angaben immer verglichen werden. Für das Lernen auf die Testate ist das Buch nicht ausreichend, für die Vorbereitung auf das Physikum hingegen zu umfangreich.

    Fazit:

    Das Buch stellt eine gute Ergänzung zu den PROMETHEUS LernAtlanten da, ist allerdings nicht unbedingt notwendig.

    Löffler/Petrides: Biochemie und Pathobiochemie: 9. Auflage; Heinrich, Müller, Graeve (Springer)

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    Die 9. Auflage des Löfflers umfasst 5 Sektionen mit 74 Kapiteln, von denen 17 komplett neu verfasst und die restlichen überarbeitet wurden.
    Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Einführung, die das Thema in einen inhaltlichen Zusammenhang bringt und einen Überblick gibt, was auf den nächsten Seiten zu erwarten ist. Am Ende folgt eine Zusammenfassung über das jeweilige Thema.

    Inhalt:
    Die inhaltliche Struktur hat mir sehr gut gefallen. Das Buch beginnt mit biochemischen Grundlagen, erläutert dann den Stoffwechsel und anschließend die Molekularbiologie. Abschließend gibt es eine Sektion über die Biochemie der einzelnen Organe. Das beste am Löffler sind für mich die Abbildungen, die immer sehr strukturiert und vor allem nicht so überladen sind wie in anderen Lehrbüchern.

    Der Text ist meiner Meinung nach manchmal ein bisschen zu ausführlich und eine Seite im Löffler kann sich je nach Thema ganz schön ziehen. Wenn es einem noch an biochemischem Grundverständnis fehlt, fällt es an manchen Stellen etwas schwer zu folgen.

    Besonders gut hat mir der letzte Teil: „Funktionelle Biochemie der einzelnen Organe“ gefallen. Hier wird die Biochemie mit den anderen beiden großen Fächern, Anatomie und Physiologie, in einen Zusammenhang gebracht. Das ist vor allem bei der Physikumsvorbereitung sehr hilfreich und trägt zu einem generellen Grundverständnis aller drei Fächer bei.

    Fazit:
    Der „große“ Löffler ist definitiv ein gutes Lehrbuch mit sehr anschaulichen Abbildungen. Trotzdem würde ich ihn eher als Ergänzung zur Dualen Reihe oder einem Kurzlehrbuch empfehlen. Er ist als Nachschlagewerk für sehr interessierte Studenten durchaus gut geeignet. Wenn man einfach nur eine Klausur bestehen will, ist dieses Buch sicher viel zu umfangreich. Außerdem ist es durch die vielen Details schwer die Kernaussagen zu behalten.
    Als Vorbereitung auf das mündliche Physikum oder für ein Referat ist es wiederum sehr zu empfehlen, da hier Detailwissen oft notwendig ist.

    Stoffwechsel- und Formelsammlung Biochemie: 2. Auflage; Urban&Fischer (Elsevier)

    Die Stoffwechsel- und Formelsammlung Biochemie erschien 2016 in der zweiten Auflage. Das Heft enthält zusätzlich einen Online-Zugang zu www.plus-im-web.de, mit welchem Zugriff auf weitere Themen hat und sich die Stoffwechselwege als Poster ausdrucken kann.

    Aufbau & Inhalt:

    Auf nur 56 Seiten wird in diesem Heft eine Übersicht über Stoffwechselwege, Hormone, Enzyme etc. geliefert. Während die wichtigsten Stoffwechselwege als Schemata dargestellt, sind Hormone und Enzyme als Tabelle aufgelistet. Ebenso enthält das Heft eine Übersicht aller Aminosäuren und Vitamine, sowie den genetischen Code und einen Ausschnitt wichtiger Maßeinheiten. Es sind keine Fließtexte oder Erklärungen enthalten.

    Minus:

    Die Schemata der Stoffwechselwege wurden sehr kurz gehalten, teilweise wurde jedoch zu viel an Coenzymen und Cosubstraten gespart. Die Tabellenform zu Darstellung der Enzyme und Hormone ist zum Auswendiglernen sehr hilfreich, bietet jedoch keine Grundlage zum Verständnis der Inhalte. Schade ist auch, dass die Enzyme, die vorne in Zusammenhang mit den Stoffwechselwegen erwähnt werden, erst sehr am Ende des Buches und nicht themennahe wieder aufgegriffen werden.

    Plus:

    Das Heft bietet sehr gut strukturiert einen guten Überblick über die Stoffwechselwege. Besonders schön werden hier die Beziehungen der Wege untereinander dargestellt. Durch farblichen Hintergrund werden auch verschiedene Kompartimente dargestellt, sodass die Wege auch im Kontext der Zelllage gezeigt werden. In den anderen Punkten dient es als gutes Nachschlagewerk und eignet sich gut zur Wiederholung. Durch seine DIN A5 Größe und das weiche Cover ist es sehr handlich und passt super in jede Tasche.

    Fazit:

    Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um eine Sammlung. Diese kann ein Lehrbuch nicht ersetzen, sondern bietet eine gute Ergänzung zum Lernen biochemischer Inhalte. Sie ist als Ersatz für Lernzettel sehr gut geeignet, jedoch müssen Lücken selbstständig erkannt und aufgearbeitet werden. Alles in Allem würde ich die Stoffwechsel- und Formelsammlung jedoch sehr empfehlen, da man sich die Mühe für das Erstellen eigener Karteikarten sparen kann und trotzdem eine handliche Übersicht hat. Als Nachschlagewerke kann es später dann z.B. beim Physikum sehr gut als Auffrischung dienen.

    Survival-Kit Biochemie: 1. Auflage; Paul Yannick Windisch (Elsevier)

    Allgemeines:

    Das Taschenbuch eignet sich für Studenten der Vorklinik. Auf 328 Seiten ist der Stoff der Biochemie kompakt zusammengefasst. Dabei ist es handlich, nicht zu schwer und eignet sich gut zum Mitnehmen in die Uni. Der Preis liegt bei 24,99€.

     

    Aufbau und Inhalt:

    Im ersten Kapitel werden Grundlagen der Chemie wiederholt. Anschließend werden die Themen „Stoffwechselwege“, „Grundstruktur der Zelle“, „Kohlenhydratstoffwechsel“, „Lipidstoffwechsel“, „Genetik“, „Proteine“, „Blut“, „Immunsystem“, „Hormone“, „Vitamine“, „Nährstoffaufnahme“ und „Methoden im Labor“ behandelt. Wichtige Infos sind in Tabellen dargestellt. Außerdem wird der Fließtext durch viele hilfreiche Darstellungen ergänzt. 

     

    Pro:

    Das Buch erklärt Biochemie auch ohne Vorwissen verständlich. Zwischen den Absätzen sind Kästen, aus denen der Leser Lerntips und Hintergrundwissen („Für Ahnungslose“) erfährt. Hinweise wie z.B. „Solltet ihr vor eurer BC Klausur in Zeitnot geraten, könnt ihr dies Kapitel überspringen (…)“ helfen, den Fokus auf die wichtigsten Themen zu legen und sich gezielt auf die Klausur vorzubereiten, auch wenn die Zeit knapp wird. Am Ende jedes Kapitels finden sich Übungen um das Gelernte zu rekapitulieren. Die Lösungen hierzu stehen im letzten Kapitel. Außerdem bekommt man mit dem Buch einen kostenlosen 14-tägigen Zugang für die Amboss-Plattform.

     

    Kontra:

    Das Buch eignet sich nur bedingt für die Aneignung vertieften Wissens im Fach Biochemie, da es manche Themen nur oberflächlich behandelt. Die vorliegende erste Auflage ist 2017 erschienen. Man findet ein paar Rechtschreibfehler – bisher sind aber noch keine groben inhaltlichen Fehler aufgefallen.

     

    Fazit:

    Möchte man gut im Fach Biochemie bestehen, reicht dieses Buch vermutlich nicht aus. Allerdings schafft es eine solide Wissensgrundlage und ist – wie der Titel sagt – ein Survival-Kit für Studenten, die sich mit dem Stoff schwer tun oder für Last-Minute-Lerner. Es liest sich sehr angenehm und beschränkt sich dabei auf das Wesentliche.

    Lernkarten: „Fabelhafte Biochemie“

     In meiner Rezension möchte ich Euch gerne die Biochemie Lernkarten „Fabelhafte Biochemie“ vorstellen. Besprochen werden vor allem die Grundlagen der Biochemie und die wesentlichen Stoffwechselwege.

     Die Lernkarten richten sich an die VorklinikerInnen des 2. und des 3. Semesters, die gerade über den dicken Biochemie Büchern sitzen und ein wenig spielerische Abwechslung suchen. Aber auch für die Physikumskandidaten, die die Grundlagen und die Stoffwechselwege wiederholen möchten, sind die Lernkarten eine lustige und farbenfrohe Alternative zu Endspurt, Amboss und Co.

     Die 27 aufklappbaren Lernkarten sind in einer praktischen, stabilen DIN A5 Box verpackt, sodass man sie überall mit zum Lernen nehmen kann.

    Zunächst findet man eine Legende, die man sich aufmerksam durchlesen sollte, da der Lernerfolg somit noch größer wird.

    Dann geht es auch schon mit dem richtigen Lernstoff los, welcher sich in vier große Bereiche gliedert.

    Zu Beginn werden die Strukturformeln der Aminosäuren besprochen, die die Grundlage für die weiterführenden Karten bilden. Dabei sind die verschiedenen Gruppen der Aminosäuren sehr gut auf drei Karteikarten unterteilt, sodass die Übersichtlichkeit gegeben ist. Zu jeder Aminosäure gibt es einen kurzen, lustigen Satz beziehungsweise Spruch, der das Auswendiglernen erleichtern soll.

    Nach einem knappen Überblick über die Enzymkinetik, werden auf den restlichen 17 Karten die wichtigsten Stoffwechselwege durchgegangen. Der Aufbau der einzelnen Karten lässt sich dabei in drei Bereiche gliedern:

    • Zuerst werden farbenfrohe Bildergeschichten dargestellt, zum Visualisieren und, besonders gut für das Physikum, um das freie Erzählen spielerisch zu erlernen.
    • Den zweiten Teil bilden lustige, aber auch teils spannende Geschichten.
    • Zu guter Letzt werden Synonyme aufgelistet, sodass das Erlernte auf verschieden Wegen und mit vielen Metaphern gefestigt werden kann.

    Aufgrund dieses immer wiederkehrenden Aufbaus erscheinen die Karten trotz vieler Farben und des dreistufigen Aufbaus sehr geordnet und ansprechend.

     

    Wer die Grundlagen der Biochemie und die vielen Stoffwechselwege gerne spielerisch lernt, für den sind die 29,99€ eine gute Investition. Allerdings muss man dazusagen, dass es auch wesentlich preisgünstigere Angebote gibt, hinsichtlich des Stoffes, der in den Lernkarten angesprochen wird.

     

    Lernkarten helfen immer wieder vielen Studierenden zum Lernen als auch zum Wiederholen. Wer dies gerne spielerisch macht, sich Geschichten erzählt oder ein wahrer Künstler bei seinen Lernzetteln wird, für den sind die Lernkarten genau das Richtige.

    Man muss jedoch sagen, dass die Lernkarten kein richtiges Lehrbuch ersetzen und lediglich ein Zusatzangebot darstellen.

    Bestimmt sind die Lernkarten nicht für jeden Studierenden geeignet, doch wer gerne mit Eselsbrücken, Wortspielen und bunten Bildern lernt, für den sind sie umso besser.

    Leben mit Gift – Wie Tiere und Pflanzen damit zurechtkommen und was wir daraus lernen können: 1. Auflage; D. Mebs (Hirzel)

    512vzu1os7l-_sx331_bo1204203200_ISBN: 978-3-7776-2575-1
    Preis: 24.90 €

    Mit diesem Buch hat ist es dem Rechtsmediziner Dietrich Mebs, aus Frankfurt am Main, gelungen einen sehr unterhaltsamen und interessanten Einblick in die Welt der „Giftbiologie“ zu schaffen. Nach einer kleinen Präambel geht die Reise durch sämtliche Teile dieser Erde los. Auf ca. 135 Seiten erzählt der Autor in einer sehr angenehmen Schreibweise, von ganz kleinen und ganz großen Giftspezialisten.
    Dieses Buch stellt keine einfache Auflistung sämtlicher giftiger Tiere und Pflanzen auf dieser Erde dar und hat wenig Gemeinsamkeiten mit den Toxikologiekapiteln klassischer Pharmakologielehrbücher. Vielmehr liest sich dieses Buch wie ein Ausflug durch die Evolution, in der es Pflanzen und Tiere geschafft haben Gifte zu produzieren und sich gleichsam vor diesen zu schützen. Oder wie es nicht giftige Tiere schaffen, sich vor giftigen Lebewesen zu schützen.
    Mebs schafft es, die Sachverhalte nicht langweilig und gleichzeitig nicht zu oberflächlich, zu vermitteln. So finden sich hier und da auch ein paar Reaktionspfeile und Enzymnamen aber eben so, dass zu keinem Zeitpunkt der Eindruck entsteht, man blättere in einem Biochemielehrbuch. Es sind eher kleine Geschichten, in denen der Autor erzählt welche Abenteuer er unternommen hat, um exotische Tiere zu finden, um dann darzulegen, was an ihnen so besonders ist. Durch kleine Exkurse erfährt man ergänzend, was beispielsweise ein biologisches Mimikry ist oder welcher Naturforscher wie, wo und wann einen neue Art entdeckt hat. Man findet zu fast jedem beschriebenen Lebewesen schöne Bilder, sodass man mit der Phantasie nicht ganz allein gelassen wird. Dem wissenschaftlichen Schreibstil angelehnt, sind die Inhalte mit Indices versehen und ein ausführliches Quellenverzeichnis bietet noch mehr Literatur zur Interessensvertiefung.

    Dieses Buch war für mein Empfinden wirklich sehr kurzweilig und interessant. Die Beschreibungen und Abbildungen der Tiere und Pflanzen wecken den „Hobbybiologen“, der sich gleich mit Taschenlampe und Kescher auf die Jagt macht. Für mich hätten es auch gerne ein paar Seiten mehr sein können. Wer also schon immer mal etwas über Myrmekophilie oder die Grashüpfermaus wissen wollte oder warum Hunde nicht an Igeln lecken sollten, der sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen.

    Prüfungstraining Chemie für Mediziner: 3. Auflage; A. Zeeck (Elsevier)

    „Übung macht den Meister“, der Slogan, oder besser gesagt das Dogma des Übungsheftes für die Chemieklausur zu Beginn des langen Medizinstudiums. Übung ist wichtig, aber wie erfolgreich es am Ende ist, ist vor allem von dem Weg abhängig. Diesen Weg kann man mit dem im folgenden rezensierten Buch von Axel Zeeck erfolgreich bestreiten.

    Das „Prüfungstraining Chemie für Mediziner“ in der dritten Auflage, veröffentlicht 2018 im Elsevier Verlag, setzt die eigenständige Literatur des dazugehörigen Lehrbuches voraus und soll nur zur Ergänzung und zur Selbstkontrolle dienen. Das wird auch im Laufe des Erarbeitens sehr deutlich: an einigen Stellen fehlen hinreichende Erklärungen beziehungsweisen wären überhaupt erwünscht. Wie funktioniert der Rechenweg genau? Warum ist das Ergebnis bei der Multiple Choice Frage plausibel? Mit allen diesen Fragen bleibt der Student allein und muss einige Zeit dafür mit dem Lehrbuch investieren, damit er endlich zu einer zufriedenstellenden Antwort gelangt.

    Womit wir auch schon beim nächsten Punkt ankommen: Das Prüfungstraining ist tatsächlich nur für Studenten geeignet, die seit Jahren kein Chemieunterricht mehr genossen oder dort nicht viel lernten. Die Aufgaben fangen beim Aufbau des Periodensystems und dem allgemeinen Aufbau eines Atoms und der chemischen Verbindungen statt. Wer sich in seiner Freizeit oder in der Schule nur ein bisschen intensiver mit der Materie Chemie auseinandersetzte, fühlt sich schnell nach den ersten sechs Kapiteln gelangweilt. Aber dennoch sind die auch ersten Kapitel sehr wichtig und dienen Anfängern und Wiedereinsteiger als sinnvolle Heranführung an das spannende und lehrreiche Fach Chemie.

    Diese Einstellung greift das Übungsheft ebenfalls auf und stellt schon im Vorwort dar, dass die Orientierung in der Chemie auch außerhalb des Lehrbuchs benötigt wird und sinnvoll ist. In dem Kontext ist auch erwähnenswert, dass es immer wieder gelungene Verweise auf andere Fächer, die noch im weiteren Studium der Medizin thematisiert werden, gibt (Biochemie, Physiologie, Histologie). Außerdem punktet das Buch an dieser Stelle auch mit den Aufgaben „Medizin und Alltag“ beziehungsweise „Medizin und Chemie“. Dazu werden in jedem Kapitel Aufgaben gestellt, sodass sich der Student immer vor Augen führen kann, warum die Auseinandersetzung mit der Chemie so entscheidend ist und man gleichzeitig beim Knobeln noch Spaß haben kann.

    Zu Beginn werden zunächst alle Aufgabentypen, die in dem Übungsheft vertreten sind, vorgestellt, sodass das Buch sehr übersichtlich erscheint und man direkt weiß, was einen erwartet. Zudem sind die Aufgabentypen in jedem Unterkapitel in der gleichen Reihenfolge und häufig auch in der gleichen Anzahl vertreten. Insgesamt ist das Layout in dem Kapitel „Fragen“ sehr gelungen, auch allein schon durch die Farbauswahl, die großzügige Gestaltung der einzelnen Seiten und der Symbole am Seitenrand, die auf den jeweiligen Aufgabentyp verweisen. Ferner ist es inhaltlich sehr gut, da die Aufgaben meist sehr spielerisch sind, wie beispielsweise der Aufgabentyp „Netzdenken“, der an ein Kreuzworträtsel erinnert. Die dargestellten Strukturformeln helfen beim Lernen und Wiederholungen, das sehr gut durchdacht ist, weil diese häufig auch in den Klausuren, sowohl Chemie als auch Biochemie, gefragt werden. Dennoch muss man leider sagen, dass wichtige chemische Gleichungen nur sporadisch angesprochen werden. Im gesamten Kapitel „Fragen“ wird zum Beispiel nur einmal mit der Nernst Gleichung gerechnet, obwohl diese auch essentiell in anderen Fächern ist. Ebenfalls wäre es vielleicht eine Überlegung wert seitens des Verlages, die Anzahl der Multiple Choice Fragen zu erhöhen, da dies der Fragentyp in der bevorstehenden Klausur ist. Auch wenn die Autoren es aus didaktischen Gründen für nicht sinnvoll halten, würde es den Studenten wahrscheinlich ein besseres Gefühl vermitteln.

    Nachdem am Anfang auch schon glücklicherweise beschrieben wird, wo die Lösungen zu finden sind, enttäuschte das Buch ein wenig in diesem Kapitel. Wie bereits erwähnt, fehlen die Erklärungen, sodass man seine Fehler nicht direkt verstehen kann und das Layout erscheint ebenfalls ein wenig unübersichtlich (viel Text auf wenig Raum). Allerdings ist die Anordnung, dass alle Lösungen gebündelt nach den Fragen auftauchen sehr gut, da das Buch so insgesamt übersichtlicher ist.

    Und wenn man dann dachte, es käme das Ende, so durfte man sich noch über weitere Übungsaufgaben freuen. Der Anhang kann wieder auf ganzer Linie überzeugen: die vorangegangenen Lösungen mit den fehlenden Erklärungen sind schnell vergessen, da hier Beispielaufgaben gerechnet werden und darunter direkt der Lösungsweg samt Erklärung zu finden ist. Auch wenn hier leider das Layout dem Layout der Lösungen entspricht und die Aufgaben in einer anderen Reihenfolge als in den vorherigen Kapiteln vorliegen, so kann es doch überzeugen, indem beispielsweise wichtige Grundrechenregeln des Logarithmus ausführlich wiederholt werden.

    Besonders erwähnenswert ist, dass im letzten Drittel des Buches nochmals Multiple Choice Fragen zum Kreuzen sind. Unglücklicherweise gehen sie ein wenig unter und man sollte sie besser markieren beziehungsweise hervorheben, da die Idee einer langen Liste solcher Fragen durchaus sinnvoll ist und seine Daseinsberechtigung hat.

     

    „Bisher durchgehalten“, so endet dieses Buch und obwohl es negativ konnotiert ist, so entspricht es in keiner Weise dem „Prüfungstraining Chemie für Mediziner“. Die sehr amüsanten Lebensweisheiten des Nachwortes bringen einen nochmal zum Lachen und gleichzeitig zum Nachdenken bei einem wahrscheinlich rauchenden Kopf, falls man alle Aufgaben bearbeitet hat. Doch es lohnt sich – vor allem für Einsteiger, die all ihre Chemie Unterlagen der Schule in die letzte Ecke packten oder gar nicht mehr besitzen. Der Einstieg wird dem Studenten durch die spielerische Auswahl der Aufgaben erleichtert und man merkt, dass Chemie doch ein tolles Fach sein kann, was nicht nur aus irgendeiner komischen Tabellen besteht, die man in der sechsten oder siebten Klassen auswendig lernen sollte (diese Tabelle, das Periodensystem findet sich, genauso wie eine Tabelle mit den SI Einheiten, im Einband).

     

    Survival-Kit Biologie: 1. Auflage; P. Windisch (Elsevier)

    Vor kurzem habe ich die Möglichkeit bekommen, das Buch – Survival-Kit Biologie 1. Auflage von Paul Yannik Windisch zu rezensieren.

    Erster Eindruck:
    Ein bunt illustriertes, fließend zu lesendes Buch.

    Inhalt und Aufbau:
    Das Buch besteht aus 7 Kapiteln (114 Seiten) und umfasst alle großen Themen in der Biologie, die für das Physikum oder den Biologie-Kurs für Humanmediziner wichtig sind. Am Ende jedes Kapitels finden sich Übungen zum jeweiligen Thema, deren Lösungen im 7. Kapitel zusammen aufgelistet sind. Zahlreiche farbige Kästen, wie „Tipps und Tricks“, „für die Klausur“, oder ganz viele Kästen „für Ahnungslose“ machen das Buch noch interessanter und gut geeignet für die schnelle Vorbereitung sowohl auf die Klausur, als auch auf das Physikum. Viele farbige Bilder veranschaulichen das im Text besprochene Thema. Das Buch ist in einer einfachen und gut verständlichen Sprache geschrieben ist, was zum schnellen Lesen sowie Verstehen beiträgt. Am Ende des Buches gibt es ein Register, das hilfreich ist, um schnell einzelne Themen nachzuschlagen. Was ich persönlich noch besser fände wäre, wenn das Buch noch ein Lexikon bzw. Glossar hätte. 

    Fazit:
    Das Buch ist aktuell erhältlich für EUR 19,99. Wie bei jedem Kurzlehrbuch gilt es auch hier zu berücksichtigen, dass das Format des Buches dem Autor wenig Möglichkeit gibt, manche Themen oder einige Aspekte detaillierter zu besprechen. Allerdings ist es für diejenigen mit Biologie-Vorkenntnissen in jedem Fall ausreichend zum Lernen.

    Kurzlehrbuch Embryologie : 3. Auflage; N.Ulfig, B.Brand-Saberi (Thieme)

    Allgemeines:

    Auf knapp 170 Seiten wird in diesem Taschenbuch kompakt der gesamte Embryologie-Stoff dargestellt. Über einen Code im Buch hat man außerdem Zugang zu der Online-Version. Es kostet 24,99 €.

    Aufbau und Inhalt:

    Das Buch ist in 12 Kapitel aufgeteilt. Es beinhaltet die Themen Allgemeine Embryologie, Bewegungsapparat, Kopf und Hals, Herz-Kreislauf-System, Respirationstrakt, Verdauungsapparat, Urogenitalsystem, Nervensystem, Auge und Ohr und die Haut sowie einen Anhang zur Molekularbiologie und Entwicklung. Der Inhalt wird in Textform vermittelt und durch viele Bilder visualisiert. Zu Beginn jedes Kapitels wird auf einer Seite ein Überblick mit Bezug auf eine Krankengeschichte dargestellt.

    Pro:

    Die klinischen Bezüge am Anfang jedes Kapitels und die vielen Abbildungen machen die Themen sehr anschaulich und erhöhen den Lese-Spaß. Die Autoren schaffen es, die relevantesten Fakten einfach zu beschreiben. Merke-Kästen und hervorgehobene Begriffe richten den Fokus auf wichtige Begriffe. Die Lerntipps regen zum Wiederholen an.

    Kontra:

    Die Kapitel sind sehr knapp und vermitteln nur ein oberflächliches Wissen der Themen. Für ein tieferes Verständnis muss ein ausführlicheres Lehrbuch hinzugezogen werden. Die Abbildungen sind zum Teil schemenhaft und nicht ausreichend beschriftet.

    Fazit:

    Für einen guten Überblick über die relevanten Fakten bezüglich der Embryologie und zum Bestehen der Testate reicht dieses Kurzlehrbuch aus. Wer mehr Detailwissen möchte, sollte sich ein ausführlicheres Lehrbuch anschaffen.

    Endspurt Skriptenreihe; Thieme-Verlag, 3. Auflage

    buecher-medien-ednspurt-vorklinik-paket-D(1)In meiner Rezension werde ich zunächst die Endspurt Skripte allgemein evaluieren, um dann in Tabellenform nochmals auf einzelne verbesserungswürdige Abschnitte hinzuweisen.

    Grundsätzlich sind die Endspurt–Hefte eine gute Hilfe, um einen Überblick über den doch sehr umfangreichen Stoff zu bekommen. Die meisten Lerntage waren gut zu schaffen und brachten Struktur in die Vorbereitungszeit. Ich denke, dass man sich hier durch den vorgefertigten Lernplan sehr viel Zeit und Stress erspart. Die Fazitkästen sind hier besonders herauszuheben. Leider ist es hier von Fach zu Fach unterschiedlich, wie gewissenhaft die Autoren auf IMPP Fragen eingehen. Teilweise werden exakte Formulierungen aus Fragestellungen als Fazit aufgenommen, was dem Studenten hilft auf bestimmte Wörter „geprimed“ zu sein. Andere Autoren nutzen die Fazitkästen mehr als inhaltliche Zusammenfassung, die einem auch beim Wiederholen hilft, aber von den Formulierungen wenig mit IMPP Fragestellungen zu tun hat. Hier präferiere ich klar, den erst beschriebenen Fall. Auch zu erwähnen sind die kleinen grünen „Lerntipp“ Kästen. Ich finde die Trennung zwischen „Lerntipp“ auf der einen und Fazit–Zusammenfassungen andererseits sehr sinnvoll. Die Fazitkästen sollten über die Formulierung immer direkten Bezug zu IMPP Fragen haben, wohingegen die Lerntipps allgemeiner Natur sind und zum Beispiel auf wichtige Inhalte hinweisen. Im Physikskript findet hier beispielsweise eine Durchmischung statt. Ein kleines aber schönes Detail sind die „Geschafft“-Kästen, die einem am Ende eines Lerntages nochmal ein kleines Feedback über den gelernten Stoff und einen Ausblick und Motivation für den nächsten Tag geben.

    Das Layout ist grundsätzlich sehr gelungen. Die Skripte wirken einheitlich strukturiert. Bilder, Diagramme und Tabellen lockern das Textbild auf und sind einprägsamer als reiner Fließtext. Die meisten Autoren haben das Prinzip der Endspurtskripte als reines Repetitorium verstanden. Hier geht es nicht darum, komplizierte Themenkomplexe vollständig zu erklären, sondern eher um einen zusammenfassenden Überblick mit starkem Bezug auf die IMPP-Fragestellungen zu schaffen. Es gibt jedoch auch Autoren die mehr im Lehrbuchcharakter formulieren (siehe Tabelle).

    Examen Online ist eine gute Ergänzung zu den Skripten und bietet mit den Lernpaket–Sitzungen einen perfekten Abschluss des Tages, mit dem das erlernte Wissen überprüft werden kann. Der Umfang (Fragen der letzten 9 Jahre) ist sinnvoll gesetzt und reicht meistens, um alle relevanten Prüfungsthemen zu erwähnen. Auch das neue übersichtliche Layout (Beta Version) gefällt mir sehr gut. Eine Anregung wäre hier das System der Firma „Phase 6“, die mit ihrem Programm einen „elektronischen Vokabelkasten“ entwickelt haben. Das Besondere an diesem System ist eine vorbereitete Sitzung aller Falschfragen des Vortages. Außerdem sollte die Statistik nur die Prozentsätze der ersten bearbeiteten Sitzung einbeziehen, da man ansonsten (bei Verrechnung mit Falschfragen–Sitzungen) immer auf nahezu 100% kommt. Dieser Wert ist deswegen leider nicht sehr aussagekräftig.

    Eine Statistik über einzelne Themen in den verschiedenen Fächern würde eine intelligentere Form der Lernberatung darstellen. So könnte jederzeit eingesehen werden, in welchen Bereichen Nachholbedarf besteht. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Lernpakete und Endspurtsitzungen (Examen Online) sich sehr gut ergänzen und eine kostengünstige und professionelle Vorbereitung für das Physikum bieten.

    Tabellarische, genaue Einzel-Kritik

    Skript Lernpaket Seite Kommentar
    Anatomie I Allg.  
    • gute Struktur trotz großen Umfangs
    • grundsätzlich sollte in Anatomie immer auf die Nutzung eines Atlanten hingewiesen werden
    L1  
    • Sehr knappe, aber absolut ausreichende, verständliche Erklärung der Embryologie
    • gute Abbildungen
    • bei der allg. Anatomie sollten in jedem Fall die verschiedenen Gelenkarten erwähnt werden!
    S.11 • Abschnitt über „Chorda dorsalis“ liegt nach dem Entoderm, obwohl es eigentlich Teil des Mesoderm ist.
    L2   • Gute Struktur
    L3 S. 63 • In Tab. 4.6 sollten Segmente der Rückenmarksnerven ergänzt werden
    Anatomie II Allg.   • Zur Embryologie der einzelnen Organe sollte es grundsätzlich Animationen geben. Damit lassen sich einfach und schnell komplizierte Sachverhalte darstellen.
    L8   • Sehr sinnvolle Ergänzung
    Anatomie III Allg.  
    • Zu wenige gute Strukturabbildungen (z. B. zu Hirnnervenkernen)
    • Hirnnerven kommen topografisch viel zu kurz
    Chemie Allg.  
    • Ein gutes Beispiel für Autoren, die den Sinn der Endspurt–Skripte nicht verstanden haben. Es geht hier nicht um ein umfassendes Verständnis der Themen, sondern schlicht um ein gutes Ergebnis im „Kreuzen“
    • ungleicher Umfang der verschiedenen Lernpakete
    • trotz des großen Umfangs ist schlichtes „Kreuzen“ in Chemie die beste Taktik
    • Das Skript zu lesen sehen hier viele als Zeitverschwendung an. Auch wenn das eventuell gegen die Meinung mancher Autoren geht, sollte man sich hier dem Trend beugen und manche Themen radikal kürzen. Eine guter Indikator für Relevanz ist die Größe der Fazitkästen. (teilweise ein Fazitsatz zu 2 Seiten Text)
    L3 S.77 • Abb. 5.9/Tab. 4.11 Beispiel für zu ausführliche Abbildung mit irrelevanten Inhalten
    S.66
    S.88 – S.90 • Zeichen dafür, dass die Autoren den Sinn von Endspurt nicht verstanden haben. Können gut weg gelassen werden
    Psychologie Allg.  
    • Gute Zusammenfassung mit ausreichendem Umfang
    • kann man auch ohne Skript gut kreuzen
    • Hier sollte man auf jeden Fall betonen, wie wichtig die Psychologiefür das Physikum ist
    Histologie L1 S.12 • Microplicae sind charakteristisch für unverhorntes Epithel, werden jedoch im Absatz des verhornten Epithels erwähnt
    S.21 • Tab. 2.3 Knorpelgrundsubstanz (bspw. Aggrecan) erwähnen
    L2 S. 39 • Eosinophile & basophile Granulozyten stammen nicht von lymphatischen Stammzellen ab!
    L3   • Zu ausführlich
    Physik Allg.  
    • Grundsätzliche Umstrukturierung! Ähnlich wie bei Chemie wurde hier der Sinn der Skripte nicht verstanden. Fast kein Student liest sich das Skript durch, da es viel zu ausführlich ist!
    • Verhältnismäßigkeit des Zeitaufwands verglichen mit der Anzahl der Fragen im Physikum ist nicht gegeben
    • Relevante Rechenbeispiele ausführlicher erklären
    • Formelsammlung der relevanten(!) Formeln aufgelistet nach Fragehäufigkeit im IMPP
    Biologie Allg.  
    • Umgang ist in Ordnung
    • Zusammenhängend und verständlich
    • Rechenbeispiele sind gut
    Biochemie I L1  
    • Endoxidation ist Teil des L1, gehört thematisch jedoch in L2
    • der „Geschafft“ – Kasten ist somit in L1 nicht mehr am Ende (das ist verwirrend und enttäuschend)
    Biochemie II L5   • Gute Struktur für Vitamine
    Biochemie III     • Top!
    Physio I     • Struktur und Umfang super
    L1   • Teilweise Wiederholung aus Biochemie (kann man möglicherweise kürzen)
    L2 Allg. • Sehr gutes Lernpaket! Gutes Verständnis!
      S.36
    • „Steuerung der Kontraktionskraft…“ wird später ausführlicher beschrieben und deshalb hier überflüssig
    • 3.1.4 verschieben hinter 3.3 da ohne EKG kein Verständnis und mit Abbildungen erläutern! (klinisch sehr relevant!)
    L3 Allg. • Sehr gutes Lernpaket! Gutes Verständnis!
    L4 S.77 • 5.1.4 Compliance schlecht erklärt
    S.91 • 5.4.2 Parameter des Säure/Basenhaushalts müssen verständlich und ausführlich erklärt werden! z. B. Bestimmung des Standard Bicarbonat!
    Physio II Allg.  
    • ADH zu ausführlich (mehrfach Erwähnung)
    • wird ansonsten jedem Thema gerecht
    Physio III     • Wird dem Physikumsanspruch gerecht, obwohl es doch sehr oberflächlich gehalten ist

    Kurzlehrbuch Histologie: 4. Auflage; N. Ulfig (Thieme)

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    Das Kurzlehrbuch Histologie von Norbert Ulfig befasst sich mit der Zytologie und Histologie. Hier werden zuerst die Gewebetypen, später die organspezifischen Themen vorgestellt. Das Lehrbuch folgt somit ungewollt dem Aufbau des Histologiekurses. Es hat eine angenehme Handhabung und Größe, die es erlaubt das Buch jederzeit mitzunehmen. Beim Aufschlagen fallen die angenehme farbliche Gestaltung, die vielen Abbildungen sowie die vorhergehobenen Merkkästchen und Check-up- bzw. Lerncoach- und Lerntippspalten auf. Diese helfen nicht nur das gelernte Wissen zu rekapitulieren, sondern auch einen Schwerpunkt zu setzen und wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden. Das Kurzlehrbuch hat zudem ein Onlineangebot, mit dem Inhalte auf Smartphones und Computern genutzt werden können.

    Aufbau und Inhalt:
    Vom inhaltlichen Aufbau des Buches unterliegt es einer klaren Gliederung. Zu Anfang eines jeden Kapitels steht ein klinisches Fallbeispiel. Dieses wirkt nicht nur motivierend, sondern zeigt auch auf welche Funktion und Nutzen das erlernte Wissen im medizinischen Kontext hat. Darauf folgt ein kurzer allgemeiner Überblick mit einigen Grundlageninformationen zum Thema, welches anschließend klar gegliedert vertieft wird.
    Die Texte haben eine sinnvolle Länge und setzen die klare Gliederung fort, indem immer wieder Begriffe hervorgehoben sind. Dies erleichtert nicht nur das Erarbeiten der Materie, sondern auch den Stoff zu wiederholen und sich zu orientieren. Die Abbildungen, die nebenan stehen, unterstützen auch das Erlernen. Da es oft Schemazeichnung sind, bekommt man zwar eine gute Vorstellung vom prinzipiellen Aufbau, aber lernt nicht die Struktur in Realität kennen. Hier könnte man zum Beispiel im Onlineangebot zusätzliche Präparate zeigen, damit die Studenten noch mehr reale Abbildungen sehen können.
    Das Kurzlehrbuch beschränkt sich in der Zytologie und in der Histologie auf die wesentlichen Informationen. Diese sind manchmal etwas schwer verständlich, die man noch eimal nachlesen muss. Das ist jedoch die Ausnahme. Prinzipiell ist der Inhalt verständlich dargestellt und es lässt sich sagen, dass das Kurzlehrbuch alle wesentlichen Informationen enthält, um eine Prüfung gut zu bestehen und dabei einen vernünftigen Lernaufwand zu haben.

    Schwachpunkte:
    Störend sind zwei Punkte: Erstens werden bisweilen bereits vorgestellte Fachbegriffe in den folgenden Kapiteln nicht aufgriffen, sondern durch deutsche oder „umgangssprachliche“
    Entsprechungen ersetzt (z.B. Mark statt Myelin). Natürlich ist der neue Text dadurch erst mal verständlicher und man übt Synonyme, beim genauen Arbeiten stößt man aber so auf scheinbare zunächst verwirrende Widersprüche. Zweitens wird von Dozenten häufig betont, das Kurzlehrbuch sei zu wenig ausführlich und enthalte nicht alle relevanten Informationen. 

    Fazit:
    Als Student kann ich das Kurzlehrbuch nur empfehlen, da es eine effiziente und erfolgreiche Prüfungsvorbereitung ermöglicht – auch wenn es bei den Professoren eher verpönt ist.

    BASICS Neuroanatomie: 1. Auflage; N. Garzorz (Elsevier)

    Gerade in einem Fach wie Neuroanatomie fällt es häufig schwer, die Informationen auf ein überschaubares und zu bewältigendes Maß zu reduzieren. Aushilfe bietet hier schon in mehreren Fächern die BASICS Reihe des Elsevier-Verlages, die den Spagat wagt, den Stoff auf das Wesentliche zu reduzieren, ohne zu viel wegzulassen. Dieses Konzept ist zu Recht eine Erfolgsstory; die BASICS Bücher bei den Medizinstudierenden ein fester Begriff. Lediglich die Qualität der unterschiedlichen Bände schwankt, das Konzept ist großartig.

    Umso erfreulicher ist es, dass mit dem BASIC Neuroanatomie wieder ein sehr guter Titel erschienen ist. Auf knapp 150 Seiten wird die Neuroanatomie verständlich und logisch erklärt. Eine klare Sprache und anschauliche Abbildungen sorgen dafür, dass man den Text selten ein zweites Mal lesen muss.

    Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Den mit 15 Seiten knapp gehaltenen allgemeinen Teil, der den Grundaufbau, die Zellen und die Entwicklung des Nervensystems erklärt und den speziellen Teil, der die gesamte restliche Anatomie erklärt. Da der spezielle Teil sehr umfangreich ausgefallen ist,

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